Vollständige Version anzeigen: Filmpiraterie im Internet

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In einer konzertierten Aktion hat die Polizei fünf Raubkopierwerkstätten im südkalifornischen Raum hochgenommen, berichtet das Branchenblatt "Variety". Der Marktwert der konfiszierten DVDs und CDs liegt nach Informationen des Los Angeles County Sheriff's Departement bei 200 Mio. Dollar. Nie zuvor wurden weltweit derart viele Raubkopien bei einer Einzelaktion sichergestellt. Die Kopierstationen waren allesamt in registrierten Unternehmen untergebracht, die die Piratenwerkstätten nebenbei betrieben hatten. Die Behörden beschlagnahmten neben den CDs und DVDs auch zahlreiches Equipment zur Herstellung der Raubkopien. Festnehmen konnte die Polizei bislang niemanden, die Behörden fahnden jedoch nach Verdächtigen, heißt es. Der Aktion, die unter dem Decknamen "Operation Final Release" lief, gingen sechsmonatige Ermittlungen von 65 Detectives der California High Tech Task Force voraus. Die Behörde wurde unterstützt von den Industrieverbänden RIAA und MPAA.


Quelle: VideoWoche
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Die taiwanesische Regierung freut sich über ein Lob der Musikwirtschaft. Sowohl die IFPI als auch die RIAA attestierten dem asiatischen Land große Fortschritte im Kampf gegen Piraten. Bei einem Besuch in der vergangenen Woche trafen sich Joe Papovich von der RIAA und der neue IFPI-Chef John Kennedy mit Steve Chen, Vizeminister für Wirtschaftsbeziehungen, und Tsai Lien-sheng, Generaldirektor des Intellectual Property Office. Die Offiziellen berichteten den Branchenvertretern dabei von ihren Erfolgen in der Bekämpfung der Piraterie. Im Jahr 2004 habe man die Pirateriequote von zuletzt 53 auf nur noch 43 Prozent senken können - die weltweit größte Eindämmung im letzten Jahr.

Dennoch drängten Kennedy und Papovich auf eine konsequentere Bekämpfung von P2P-Anbietern. Besonders die beiden taiwanesischen Tauschbörsen Kuro.com.tw und EZpeer.com.tw sind den Verbandsoberen ein Dorn im Auge. Bereits im Dezember 2003 leiteten die Behörden rechtliche Schritte gegen die beiden Dienste ein, ein Urteil des zuständigen Gerichts steht noch aus. Das Intellectual Property Office bemühe sich jedoch, auch hier Gesetzeslücken zu schließen, indem es innerhalb der nächsten drei Jahre einen Entwurf für ein Gesetz gegen illegales Filesharing durch das Parlament bringt.

Nun hat Taipeh vor allem ein Ziel: die US-Regierung überzeugen. Man will von Washingtons schwarzer Liste der schlimmsten Piratenmärkte gestrichen werden. Der US-Handelsbeauftragte will angeblich noch im Januar darüber befinden, ob Taiwan von der Special 301 Priority Watch List entfernt werden kann. Davon hängen Außenhandels- und Zollvergünstigungen ab.


Quelle: musikwoche.de
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Das US-amerikanische Justizministerium hat mit seiner "Operation Digital Gridlock" die ersten rechtskräftigen Verurteilungen erreicht: Am Bezirksgericht von Columbia wurden zwei geständige P2P-Nutzer, die urheberrechtlich geschützte Inhalte im Wert mehrerer Mio. Dollar verbreitet hatten, für schuldig befunden. Der 50-jährige New Yorker William Trowbridge und der 47 Jahre alte, aus San Antonio stammende Michael Chicoine gaben zu, bewusst Copyrightsverletzungen begangen zu haben. Die beiden Männer hatten über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren Filme, Musik, Computerspiele und Software in Tauschbörsen eingestellt.

Die "Operation Digital Gridlock" wird gemeinsam von FBI, der Rechtsbehörde von Columbia und der Abteilung für Computerverbrechen und geistiges Eigentum des US-Justizministeriums durchgeführt.



Quelle: musikwoche.de
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Die International Intellectual Property Alliance (IIPA) bezeichnet Russland als "das Land mit den wohl gravierendsten Urheberrechtsproblemen weltweit". Der amerikanische Verband fordert zudem ein konsequentes Vorgehen der Regierung gegen Internetpiraten. Im vergangenen Jahr sei durch die Urheberrechtsverletzungen in Russland der IIPA zufolge ein Schaden in Höhe von 1,7 Milliarden Dollar entstanden. Denn illegale Internetangebote und Raubkopien hätten sich nicht nur innerhalb Russlands weiter ausgebreitet, sondern auch das restliche Europa mit illegalen Exporten versorgt. Ein prominentes Beispiel für die Urheberrechtsverletzungen sei die russische Internetseite www.allofmp3.com. Laut IIPA weiß die russische Regierung seit geraumer Zeit um die diversen Verletzungen des Copyrights. Bisher habe die Politik allerdings nur geringe Fortschritte erzielt.

Russland führt nun gemeinsam mit Pakistan und der Ukraine die Liste der Länder an, die die IIPA wegen Copyright-Vergehen beobachtet. Auch China ist im Visier des Verbands. Insgesamt führt die IIPA bisher 67 Länder auf ihrer Liste.


Quelle: musikwoche.de
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Dem Verein für Anti-Piraterie (VAP), Partnerorganisation der GVU in Österreich, ist in Zusammenarbeit mit der Wiener Kriminalpolizei ein großer Schlag gegen die Tauschbörsenszene gelungen. Nach monatelangen Recherchen der US-amerikanischen MPA, der deutschen GVU und des VAP wurden in einem großen Wiener Rechenzentrum, in dem Hunderte von Servern untergebracht sind, insgesamt zehn Server beschlagnahmt, über die unter anderem große eDonkey-Portale wie eselpsychos.to, p2pworld.to und Project Grande betrieben worden seien. Die Inhaber der beschlagnahmten Server sollen nun identifiziert und wegen Verletzung des Urheberrechts angeklagt werden. Ihnen droht nach Angaben der VAP eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren. Ob die österreichischen Piratenjäger auch gegen die User der P2P-Netzwerke vorgehen wird, ließ Dr. Andreas Manak, Generalsekretär des VAP, noch offen.



Quelle: DVD&VideoMarkt
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Das seit 2001 zur französischen Thomson-Multimedia-Gruppe gehörende Unternehmen Technicolor hat unlängst in seiner römischen Europa-Zentrale ein neues Verfahren vorgestellt, das gegen die zunehmende Schädigung der Unterhaltungsindustrie durch Raubkopien eingesetzt werden soll. Den Untersuchungen des italienischen Antipiraterieverbands FAPAV zufolge, werden in Italien ca. die Hälfte der Raubkopien von Kinofilmen auf der Straße verkauft. Dabei käme das Bildmaterial über das Internet aus den USA ins Land. Der Ton der italienischen Synchronfassung käme nachträglich dazu und würde meistens in der ersten Nachmittagsvorstellung im Kino illegal aufgenommen. Um diesen Kinosaal zu orten, hat Technicolor jetzt sein in Rom entwickeltes TSC-A-Verfahren (Technical Security Code Audio) vorgestellt, bei dem jeder von Technicolor hergestellten Filmkopie ein eindeutiger Audiocode zugewiesen würde, der später in der illegalen Kopie identifizierbar sei. Nach eingehenden Tests sei dieses Watermarking-Audio selbst bei hoher Komprimierung noch erkennbar.

"Das System wird in den USA bereits von großen Verleihern wie Buena Vista, Warner Bros. und Universal genutzt, und in Italien kam es bei 'Königreich der Himmel ' vom derzeit erfolgreichsten Verleiher Medusa zum Einsatz", so Massimo Righetti, Sales and Marketing Manager Technicolor.


Quelle: Blickpunkt:Film
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Bei einer Razzia im Großraum London gelang der britischen Branche ein entscheidender Schlag gegen die Raubkopiererszene. Im Stadtteil Southall flog Anfang September die nach Angaben der BPI größte Produktionsstätte für illegale CDs und DVDs in Westeuropa auf.

Bei der Durchsuchungsaktion wurden drei Männer verhaftet, mehr als 50.000 schwarzgepresste CDs und DVDs mit einem Handelswert von mindestens einer Mio. Pfund (1,48 Mio. Euro) sowie Ausrüstung und Rohlinge im Wert von gut 400.000 Pfund (592.000 Euro) beschlagnahmt. Unter der konfiszierten Piratenware befanden sich hauptsächlich Bollywood-Filme auf DVD aber auch aktuelle Blockbuster wie "Krieg der Welten " oder "Mr. & Mrs. Smith ".

Was die Fahnder aber noch mehr erstaunte als die Menge der entdeckten Ware, war die Größenordnung des Piratennests. In einer Privatwohnung stand genug Technik, um täglich 50.000 Raubkopien herzustellen. Nach Angaben der Ermittler konnte die Schwarzfabrik bei voller Auslastung CDs und DVDs mit einem Marktwert von bis zu einer Mio. Pfund pro Woche herstellen.


Quelle: musikwoche.de
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Mit einer Veranstaltung in London hat die britische Lobby-Organisation Industry Trust for IP Awareness am gestrigen Montag die zweite Welle ihrer Kampagne gegen Filmpiraterie gestartet. Die Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, wo die britischen Piratenjäger von der FACT 133 Prozent mehr DVD-Raubkopien im ersten Halbjahr in Großbritannien festgestellt haben. 386.000 auf der Insel produzierte DVD-Raubkopien wurden demnach in diesem Zeitraum beschlagnahmt. Importierte Raubkopien seien dank eines beherzteren Eingreifens der Behörden dagegen auf dem Rückzug. Bei der Vorstellung der Kampagne war der Industry Trust for IP Awareness nicht müde zu verkünden, dass DVD-Piraten im Umfeld der organisierten Schwerstkriminalität anzusiedeln seien. Sie dealten demnach häufig mit Drogen und seien oft illegale Immigranten.

Um hinsichtlich dieser Problematik "Herz und Verstand" der Konsumenten zu gewinnen, will der Industry Trust eine Mio. Pfund (1,48 Mio. Euro) in die Kampagne investieren. Vor allem die junge Zielgruppe hat man dabei im Visier. "Der Anstieg der Zahl derjenigen in der jüngeren Bevölkerungsgruppe, die illegale DVDs kaufen, ist insofern Besorgnis erregend, weil dies diejenige Gruppe ist, die am schwierigsten zu überzeugen ist", sagte Lavinia Cary, Generaldirektorin der British Video Association. "Die Öffentlichkeit muss ihre Augen öffnen, um zu sehen, was da passiert. Wer eine Raubkopie kauft, fördert die Kriminalität in seiner eigenen Gemeinde", so Cary weiter.


Quelle: VideoMarkt
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Die sechs großen Hollywood Studios wollen gemeinsam ein Konsortium gründen, das Technologien gegen Produktpiraterie entwickelt. Diese Motion Pictures Laboratories (Movie Labs) verfügen in den ersten beiden Jahren über ein Budget von 30 Mio. Dollar und sollen ihre Arbeit bereits diesen Herbst aufnehmen. Die Hollywood Majors wünschen sich beispielsweise eine Technologie, die das Filmen in Kinosälen stört und erhoffen sich Mittel und Wege, um das illegale Filesharing in Computernetzwerken unterbinden zu können.

Die Hollywood Majors hatten bereits in der Vergangenheit zusammengearbeitet und im Rahmen der Digital Cinema Initiative Möglichkeiten der digitalen Verbreitung von Filmen entwickelt und getestet. Zuvor hatte Hollywood die Branche für die nur sehr langsame Entwicklung von Maßnahmen gegen Piraterie kritisiert. Die gemeinsame Forschungseinrichtung solle nun Lücken im Schutz von digitalen Inhalten füllen, meint James Gianopulos, Chairman von Fox Filmed Entertainment.


Quelle: Blickpunkt:Film
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China hat den verurteilten Raubkopierer Randolph Guthrie an die USA ausgeliefert. Wie die "Los Angeles Times" berichtet, wurde der im April wegen Urheberrechtsverletzung in Schanghai verurteilte US-Amerikaner am vergangenen Wochenende am Flughafen Los Angeles von den US-Behörden empfangen und sieht sich nun mit einem weiteren Prozess in seinem Heimatstaat Mississippi konfrontiert. Der in China lebende Geschäftsmann hatte über eBay und andere Internetseiten raubkopierte Filme in die USA und 20 weitere Länder im Wert von 840.000 Dollar verkauft. Guthrie war seit seiner Verhaftung im Juli 2004 in Schanghai in Gewahrsam. Im April dieses Jahres wurde der 38-Jährige von einem chinesischen Gericht zu zweieinhalb Jahren Haft und einer Geldstrafe von umgerechnet 62.000 Dollar verurteilt worden.


Quelle: VideoMarkt