grabber
Erfahrungen mit dem Palcom DSL 4
V 2.0 05.08.04

---------------------------------------------------------------------------
-------------------
Der ausführliche,bedilderte Test steht auf der iqzone
---------------------------------------------------------------------------
-------------------
Nachdem ich in der weiten Landschaft des Internets kaum Erfahrungsberichte über diesen Digi-Sat-Receiver gefunden habe, hier nun meine Erfahrungen, gestaffelt und chronologisch aufbauend.
Hintergrundinformationen zum Receiver:
Der Receiver stammt aus dem Taiwanesischen Skardin-Werk. Dort wird u.a. auch für Echostar und Skymaster gefertigt. Die Receiver der anderen Marken sind dabei wohl ähnlich, keinesfalls aber baugleich. Das merkt man leicht, wenn man mal die Gelegenheit hat, diese Receiver an der gleichen Anlage zu testen. Palcom und Echostar schalten viel schneller als z.B. Skymaster, das Bild und die Verarbeitung sind besser, das OSD ist firmenspezifisch angepasst. Ob Skardin die Receiver nur baut oder auch entwickelt, ist noch nicht recherchiert worden.
Kaufdatum: 28.07.04
FW bei Auslieferung: 3.15
Voraussetzungen:
Ich betreibe den Receiver an einer Hausanlage, bei der die digitalen Signalen neben analogen, in Kabelfrequenzen umgewandelten Signalen über dieselbe Leitung und Anschlußdose eingepflegt werden. Es stehen z.Zt. nicht alle Transponder zur Verfügung. Vor dem Palcom hatten wir einen Galaxis Easy World, mit italienischer Goldtop-Software halbwegs auf einen "normalen" Stand gebracht. Der Galaxis zeigte mir einen Signalpegel von 50% und eine Qualität von 63%.
Der Palcom ist über Scart-Kabel (einzel abgeschirmte Adern) mit einem 100Hz Thomson-TV verbunden.
Kennenlernen:
Der Palcom wirkt gleich beim Auspacken vertrauenserweckend. Ein erstaunlich kleines Gehäuse, gut verarbeitet. Der Receiver hat kein LED-Display, was mich subjektiv aber nicht stört. An der Front befinden sich drei Tasten mit definiertem Druckpunkt, eine für Stand-By, die beiden anderen dienen dem Zappen. An der Rückseite befinden sich Anschlüsse für das Sat-Kabel, rein und raus, 2 Scartbuchsen, die fürs TV ist RGB belegt, S-VHS fehlt völlig. Ein paar Chinch-Buchsen für die analoge Audio-Übertragung, ein Chinch-Composite fürs Video Signal und ein koaxialer digitaler Audio-Ausgang komplettieren die, gerade für diese Gehäusegröße, erfreuliche Anschlußvielfalt.
Die Fernbedienung, in freundlichem Silbergrau gehalten, angenehm griffig und mit großen Tasten mit eindeutigem Druckpunkt, vermittelt einen vertrauenserweckenden Eindruck. Der winkel, in dem die FB überträgt, könnte etwas weiter sein, ist aber letztendlich nicht störend.
Die Bedienungsanleitung ist nur auf Deutsch und mit 18 Seiten recht knapp gehalten. Wichtige Informationen, z.B. was das FW-Update betrifft, fehlen. Sie mussten im Internet auf der aktuellen Palcom-HP recherchiert werden. Ein paar mehr veranschaulichende Bilder würden auch nicht schaden. Im Vergleich mit den anderen bauähnlichen Halbbrüdern wird dem Palcom die mit Abstand schwächste Anleitung beigelegt.
Dinge, die die Bedienungsanleitung verschweigt:
Schaltet man den Videotext an, kann man den Hintergrund mit der OK-Taste stufenweise durchscheinend bis transparent machen.
Ist ein AV-Receiver angeschlossen, stellt man über die Audiotaste den AC3-Ton bei ZDF, Sat1 und Pro7 einmal ein. Der Receiver speichert dies, man braucht es nicht nocheinmal einzustellen.
Bei den erweiterten Einstellungen gibt es den Punkt: Kanäle löschen. Nach Eingabe des Passwortes kann man alle gespeicherten Kanäle löschen. Das ist gerade beim Neuanschluß sehr nützlich.
Wählt man über OK die Kanalliste an, kann über die i-Taste ein Untermenue geöffnet werden, in dem man die Sender direkt in die Favoritenlisten programmieren kann.
Installation:
Der Receiver begrüßt mich nach dem Einschalten schwarz auf grau auf Englisch mit der Bitte, die ersten Einstellungen vorzunehmen. Die Sprachen stelle ich alle auf Deutsch. Satelliten und Transponder-Einstellungen belasse ich vorläufig, nur die LNB-Spannung schalte ich aus, ich kann mir nicht vorstellen, das unsere Hausanlage über Strom in der Leitung erfreut ist.
Ich lösche alle Sender in der Liste und starte einen automatischen FTA-Suchlauf, der erstaunlich schnell zum Ende kommt. Dabei fällt mir auf, das Signalstärke und -Qulaität hier bei 75-90% liegen. Besserer Empfang oder falsche Anzeige? Die Sender werden gespeichert. So, jetzt gehe ich ans Ordnen, bei dem Galaxis eine umständliche Tortour. Anders beim Palcom: Ein laufendes Bild des markierten Senders erscheint im Kleinformat rechts oben im OSD. Vorbildlich! Ich beginne mit dem Löschen unerwünschter oder doppelter (Regional-)Sender. Danach ordne ich die Sender in der von uns gewohnten Reihenfolge. Das geht fix und unproblematisch und im Gegensatz zum Galaxis ohne Abstürze vonstatten. Mit fällt auf, das ein Transponder fehlt. Das muß jetzt nicht am Receiver liegen, sondern kann in der Hausanlage begründet sein. (Nach Update auf FW 4.03 besteht dieser Fehler nicht mehr, der Palcom findet alles auf Anhieb.) In einer Senderliste suche ich die Daten für MTV2pop und gebe sie manuell ein. Der Palcom findet die Sender, ich ordne sie zu. Ob die WDR-Regionalsender laufen, kann ich z.Zt. noch nicht beurteilen, der Transponder wird noch nicht von unserer Hausanlage eingepflegt.
Die Sender stehen in der gewünschten Reihenfolge. Ich schalte den Receiver auf Stand-By und dann wieder an. Die Boot-Geschwindigkeit erstaunt mich, das Bild ist im Grunde sofort da. Beim Zappen bemerke ich, das mein Panasonic-AV-Receiver bei ZDF, Sat1 und Pro7 keinen digitalen Datenstrom anzeigt. Ein Druck auf die Audiotaste zeigt ein Auswahl-Menue. Ich stelle auf das Dolby-Zeichen, schon klappt es mit dem digitalen Surround. Der Receiver gibt eine Speichermeldung. Aha, braucht man das nur einmal einstellen? Ich zappe vor und zurück, die Einstellung bleibt. Ich schalte auf Stand-Bye und wieder an, die Einstellung bleibt. Sehr gut! Das hätte man auch in die Anleitung schreiben können! Für mich ist der Empfang digitalen Tones über Sat etwas neues, der Galaxis fror mit der Original-Soft beim Digi-Audio ständig ein und die Goldtop-Software beherrschte diese Gangart gar nicht.
Der Palcom bietet 4 Favoritenlisten, die wir aber "tradtionsgemäß" nicht nutzen. Für die Listen gibt es einen Favoriteneditor. Tabellarisch werden alle Sender in der gespeicherten Reihenfolge untereinander aufgeführt. Daneben gibt es vier Spalten: Eine für die rote Taste, eine für die grüne, für die gelbe und für die blaue. Man braucht jetzt bei den Sendern auf der FB nur die entsprechenden farbigen Taste drücken, schon ist der Sender in der Favoritenliste, die mit der selben Farbe hinterher aufgerufen wird. Diese Einordnung funktioniert auch bei der Senderliste, wenn man über i diese Funktion aufruft.
Geschwindigkeit:
Das Zappen geht in beeindruckender Geschwindigkeit vonstatten. Der Galaxis brauchte an der Hausanlage manchmal ein paar Sekunden, um von einem Transponder auf den nächsten zu springen. Er brauchte auch an der Antenne etwas länger, jetzt war es aber extrem. Auch beim Palcom merkt man den Übergang z.B. vom ZDF auf den WDR und dann auf RTL, er braucht dann ca. 1 Sekunde. Innerhalb einer Senderfamilie schaltet er verzögerungslos. Das war auch der Hauptgrund für die Neuanschaffung.
Bildqualität:
Zur Bildqualität läßt sich zu diesem frühen Zeitpunkt nur ein erster Eindruck vermitteln. Zudem hängt der Receiver an einem 100Hz Thomson, der auch aus schlechten Bildern gute machen kann. Ich belasse es natürlich bei der RGB-Einstellung. Das Bild erinnert mich an meinen BTC 5900 C von Humax, den ich mangels Kabel leider in Rente schicken musste. Die Sender, die der Galaxis, wohl aufgrund der sich jetzt bestätigenden schlechten Empfangseigenschaften und einer katastrophalen Fehlerkorrektur nur pixelig darstellen konnte, geben beim Palcom keinen Anlass zur Kritik. Mein Nachbar ist so nett und schleppt seinen Digenius an, das Ergebnis ist weitgehend gleich. Für diese Preisklasse für mich eine absolut positive Überraschung! Die Farben erscheinen natürlich, anders als bei der Bonbonfärbung der Goldtop-Software. Die Schärfe ist absolut vorhanden, ohne an Rändern zu übersteueren wie- nah ja, der Galaxis.
Tonqualität:
Der Ton erscheint mir neutraler als beim Galaxis, wo alles weitaus basslastiger rüberkam. Zudem erfreut das unproblematische Handling des AC3 Stroms. Auch das erínnert mich wieder an meinen alten Humax. Der Receiver klingt erfrischend luftig, deutlich saubere Höhen als beim Galaxis prägen das Klangbild. Das dies trotz digitaler Übertragung und Wandlung im Panasonic AV-Receiver so deutlich rüberkommt, erstaunt mich schon.
EPG:
Der Palcom zieht die SI-Information gleich nach dem Einschalten, man braucht nicht durchzappen, um alle Programme in der Übersicht zu haben. Der EPG selbst ist in der Senderübersicht recht unübersichtlich, ähnlich der Goldtop-Software. Nur halt eben komplett. Sendungen mit weitergehender Information werden hervorgehoben, über die Info-Taste erscheint ein Fenster in angemessener Breite, man braucht nicht zu scrollen. Auch beim EPG beeindruckt die an den Tag gelegte Geschwindigkeit. Über die grüne Taste gelangt man in die Tagesübersicht, die dann wieder sedhr übersichtlich mit kleinem Vorschaubild rechts oben erscheint. 6 Tage im Voraus schafft er, und das recht zuverlässig.
Videotext:
Der Palcom bietet TOP-Fast-Videotext mit einem enormen Seitenspeicher. Die Seiten wechseln ohne Zeitverzögerung. Sehr gut. Mit der OK-Taste kann man die Transpoarenz des Hintergrundes stufenweise erhöhen. Drückt man die Text-Taste mehrmals, kann man zwischen verschiedenen Text-Sprachen, falls vorhanden, hin- und herschalten. Der VT wird auf dem gesamten Bildschirm dargestellt.
Update:
Unsere Hausanlage bietet den Transponder, über den Palcom seine Updates sendet, an. Ich habe z.Zt. FW 3.15, der Receiver meldet, 4.03 wäre aktuell. Ich habe das Gerät per PC mit der auf der HP angebotenen Software gefixt. Palcom bietet das allseits bekannte "Setcopy" als Terminal-Programm an. Setcopy wird eine fertige Konfig-Datei mitgegeben, man braucht nur die FW auszuwählen die man hochladen möchte. Hat man dies getan, zieht man den Palcom aus der Steckdose. Man hat bei Setcopy die Möglichkeit der Übertragung in beide Richtungen. Ich wähle natürlich PC-> Receiver. Ich schliesse den Receiver mit einem Nullmodemkabel an. Das passt ohne Zwischenstecker. Jetzt halte ich die Kanal-Abwärts-Taste gedrückt und verbinde den DSL-4 mit dem Strom, halte die Taste dabei nocht ein wenig gedrückt. Das Update startet, der Receiver und der PC melden zurück, was geschieht. Nach ein paar Minuten ist es vollbracht. Bemerkenswert ist, das der Receiver die übermittelten Daten mittels CRCX prüft. Der jetzige Softwarestand ist 4.03. Was mir als Veränderung auffiel: Der WDR mit seinen dynamischen PIDs kann jetzt reibungslos empfangen werden. Vor dem Update konnte man einen Absturz des DSL provozieren: Zu Zeiten, an denen der EPG nur noch spärlich beschickt wird, also vor allem Nachts, spielt man hingebungsvoll auf der FB Klavier, während der Receiver im EPG nach Daten sucht. Das Bild fror evtl. ein - Ende. Dies passiert nun nicht mehr.
Vorläufiges Fazit:
Da steht er nun im Regal, ziemlich verloren wirkend aufgrund der geringen Größe, der Palcom DSL-4. Bis jetzt hat er mich überzeugt, der Zwerg! Schwierigkeiten werden auftreten (wäre der erste Digi-Receiver, bei dem das nicht so wäre), ich werde darüber berichten.
To be continued
V 2.0 05.08.04

---------------------------------------------------------------------------
-------------------
Der ausführliche,bedilderte Test steht auf der iqzone
---------------------------------------------------------------------------
-------------------
Nachdem ich in der weiten Landschaft des Internets kaum Erfahrungsberichte über diesen Digi-Sat-Receiver gefunden habe, hier nun meine Erfahrungen, gestaffelt und chronologisch aufbauend.
Hintergrundinformationen zum Receiver:
Der Receiver stammt aus dem Taiwanesischen Skardin-Werk. Dort wird u.a. auch für Echostar und Skymaster gefertigt. Die Receiver der anderen Marken sind dabei wohl ähnlich, keinesfalls aber baugleich. Das merkt man leicht, wenn man mal die Gelegenheit hat, diese Receiver an der gleichen Anlage zu testen. Palcom und Echostar schalten viel schneller als z.B. Skymaster, das Bild und die Verarbeitung sind besser, das OSD ist firmenspezifisch angepasst. Ob Skardin die Receiver nur baut oder auch entwickelt, ist noch nicht recherchiert worden.
Kaufdatum: 28.07.04
FW bei Auslieferung: 3.15
Voraussetzungen:
Ich betreibe den Receiver an einer Hausanlage, bei der die digitalen Signalen neben analogen, in Kabelfrequenzen umgewandelten Signalen über dieselbe Leitung und Anschlußdose eingepflegt werden. Es stehen z.Zt. nicht alle Transponder zur Verfügung. Vor dem Palcom hatten wir einen Galaxis Easy World, mit italienischer Goldtop-Software halbwegs auf einen "normalen" Stand gebracht. Der Galaxis zeigte mir einen Signalpegel von 50% und eine Qualität von 63%.
Der Palcom ist über Scart-Kabel (einzel abgeschirmte Adern) mit einem 100Hz Thomson-TV verbunden.
Kennenlernen:
Der Palcom wirkt gleich beim Auspacken vertrauenserweckend. Ein erstaunlich kleines Gehäuse, gut verarbeitet. Der Receiver hat kein LED-Display, was mich subjektiv aber nicht stört. An der Front befinden sich drei Tasten mit definiertem Druckpunkt, eine für Stand-By, die beiden anderen dienen dem Zappen. An der Rückseite befinden sich Anschlüsse für das Sat-Kabel, rein und raus, 2 Scartbuchsen, die fürs TV ist RGB belegt, S-VHS fehlt völlig. Ein paar Chinch-Buchsen für die analoge Audio-Übertragung, ein Chinch-Composite fürs Video Signal und ein koaxialer digitaler Audio-Ausgang komplettieren die, gerade für diese Gehäusegröße, erfreuliche Anschlußvielfalt.
Die Fernbedienung, in freundlichem Silbergrau gehalten, angenehm griffig und mit großen Tasten mit eindeutigem Druckpunkt, vermittelt einen vertrauenserweckenden Eindruck. Der winkel, in dem die FB überträgt, könnte etwas weiter sein, ist aber letztendlich nicht störend.
Die Bedienungsanleitung ist nur auf Deutsch und mit 18 Seiten recht knapp gehalten. Wichtige Informationen, z.B. was das FW-Update betrifft, fehlen. Sie mussten im Internet auf der aktuellen Palcom-HP recherchiert werden. Ein paar mehr veranschaulichende Bilder würden auch nicht schaden. Im Vergleich mit den anderen bauähnlichen Halbbrüdern wird dem Palcom die mit Abstand schwächste Anleitung beigelegt.
Dinge, die die Bedienungsanleitung verschweigt:
Schaltet man den Videotext an, kann man den Hintergrund mit der OK-Taste stufenweise durchscheinend bis transparent machen.
Ist ein AV-Receiver angeschlossen, stellt man über die Audiotaste den AC3-Ton bei ZDF, Sat1 und Pro7 einmal ein. Der Receiver speichert dies, man braucht es nicht nocheinmal einzustellen.
Bei den erweiterten Einstellungen gibt es den Punkt: Kanäle löschen. Nach Eingabe des Passwortes kann man alle gespeicherten Kanäle löschen. Das ist gerade beim Neuanschluß sehr nützlich.
Wählt man über OK die Kanalliste an, kann über die i-Taste ein Untermenue geöffnet werden, in dem man die Sender direkt in die Favoritenlisten programmieren kann.
Installation:
Der Receiver begrüßt mich nach dem Einschalten schwarz auf grau auf Englisch mit der Bitte, die ersten Einstellungen vorzunehmen. Die Sprachen stelle ich alle auf Deutsch. Satelliten und Transponder-Einstellungen belasse ich vorläufig, nur die LNB-Spannung schalte ich aus, ich kann mir nicht vorstellen, das unsere Hausanlage über Strom in der Leitung erfreut ist.
Ich lösche alle Sender in der Liste und starte einen automatischen FTA-Suchlauf, der erstaunlich schnell zum Ende kommt. Dabei fällt mir auf, das Signalstärke und -Qulaität hier bei 75-90% liegen. Besserer Empfang oder falsche Anzeige? Die Sender werden gespeichert. So, jetzt gehe ich ans Ordnen, bei dem Galaxis eine umständliche Tortour. Anders beim Palcom: Ein laufendes Bild des markierten Senders erscheint im Kleinformat rechts oben im OSD. Vorbildlich! Ich beginne mit dem Löschen unerwünschter oder doppelter (Regional-)Sender. Danach ordne ich die Sender in der von uns gewohnten Reihenfolge. Das geht fix und unproblematisch und im Gegensatz zum Galaxis ohne Abstürze vonstatten. Mit fällt auf, das ein Transponder fehlt. Das muß jetzt nicht am Receiver liegen, sondern kann in der Hausanlage begründet sein. (Nach Update auf FW 4.03 besteht dieser Fehler nicht mehr, der Palcom findet alles auf Anhieb.) In einer Senderliste suche ich die Daten für MTV2pop und gebe sie manuell ein. Der Palcom findet die Sender, ich ordne sie zu. Ob die WDR-Regionalsender laufen, kann ich z.Zt. noch nicht beurteilen, der Transponder wird noch nicht von unserer Hausanlage eingepflegt.
Die Sender stehen in der gewünschten Reihenfolge. Ich schalte den Receiver auf Stand-By und dann wieder an. Die Boot-Geschwindigkeit erstaunt mich, das Bild ist im Grunde sofort da. Beim Zappen bemerke ich, das mein Panasonic-AV-Receiver bei ZDF, Sat1 und Pro7 keinen digitalen Datenstrom anzeigt. Ein Druck auf die Audiotaste zeigt ein Auswahl-Menue. Ich stelle auf das Dolby-Zeichen, schon klappt es mit dem digitalen Surround. Der Receiver gibt eine Speichermeldung. Aha, braucht man das nur einmal einstellen? Ich zappe vor und zurück, die Einstellung bleibt. Ich schalte auf Stand-Bye und wieder an, die Einstellung bleibt. Sehr gut! Das hätte man auch in die Anleitung schreiben können! Für mich ist der Empfang digitalen Tones über Sat etwas neues, der Galaxis fror mit der Original-Soft beim Digi-Audio ständig ein und die Goldtop-Software beherrschte diese Gangart gar nicht.
Der Palcom bietet 4 Favoritenlisten, die wir aber "tradtionsgemäß" nicht nutzen. Für die Listen gibt es einen Favoriteneditor. Tabellarisch werden alle Sender in der gespeicherten Reihenfolge untereinander aufgeführt. Daneben gibt es vier Spalten: Eine für die rote Taste, eine für die grüne, für die gelbe und für die blaue. Man braucht jetzt bei den Sendern auf der FB nur die entsprechenden farbigen Taste drücken, schon ist der Sender in der Favoritenliste, die mit der selben Farbe hinterher aufgerufen wird. Diese Einordnung funktioniert auch bei der Senderliste, wenn man über i diese Funktion aufruft.
Geschwindigkeit:
Das Zappen geht in beeindruckender Geschwindigkeit vonstatten. Der Galaxis brauchte an der Hausanlage manchmal ein paar Sekunden, um von einem Transponder auf den nächsten zu springen. Er brauchte auch an der Antenne etwas länger, jetzt war es aber extrem. Auch beim Palcom merkt man den Übergang z.B. vom ZDF auf den WDR und dann auf RTL, er braucht dann ca. 1 Sekunde. Innerhalb einer Senderfamilie schaltet er verzögerungslos. Das war auch der Hauptgrund für die Neuanschaffung.
Bildqualität:
Zur Bildqualität läßt sich zu diesem frühen Zeitpunkt nur ein erster Eindruck vermitteln. Zudem hängt der Receiver an einem 100Hz Thomson, der auch aus schlechten Bildern gute machen kann. Ich belasse es natürlich bei der RGB-Einstellung. Das Bild erinnert mich an meinen BTC 5900 C von Humax, den ich mangels Kabel leider in Rente schicken musste. Die Sender, die der Galaxis, wohl aufgrund der sich jetzt bestätigenden schlechten Empfangseigenschaften und einer katastrophalen Fehlerkorrektur nur pixelig darstellen konnte, geben beim Palcom keinen Anlass zur Kritik. Mein Nachbar ist so nett und schleppt seinen Digenius an, das Ergebnis ist weitgehend gleich. Für diese Preisklasse für mich eine absolut positive Überraschung! Die Farben erscheinen natürlich, anders als bei der Bonbonfärbung der Goldtop-Software. Die Schärfe ist absolut vorhanden, ohne an Rändern zu übersteueren wie- nah ja, der Galaxis.
Tonqualität:
Der Ton erscheint mir neutraler als beim Galaxis, wo alles weitaus basslastiger rüberkam. Zudem erfreut das unproblematische Handling des AC3 Stroms. Auch das erínnert mich wieder an meinen alten Humax. Der Receiver klingt erfrischend luftig, deutlich saubere Höhen als beim Galaxis prägen das Klangbild. Das dies trotz digitaler Übertragung und Wandlung im Panasonic AV-Receiver so deutlich rüberkommt, erstaunt mich schon.
EPG:
Der Palcom zieht die SI-Information gleich nach dem Einschalten, man braucht nicht durchzappen, um alle Programme in der Übersicht zu haben. Der EPG selbst ist in der Senderübersicht recht unübersichtlich, ähnlich der Goldtop-Software. Nur halt eben komplett. Sendungen mit weitergehender Information werden hervorgehoben, über die Info-Taste erscheint ein Fenster in angemessener Breite, man braucht nicht zu scrollen. Auch beim EPG beeindruckt die an den Tag gelegte Geschwindigkeit. Über die grüne Taste gelangt man in die Tagesübersicht, die dann wieder sedhr übersichtlich mit kleinem Vorschaubild rechts oben erscheint. 6 Tage im Voraus schafft er, und das recht zuverlässig.
Videotext:
Der Palcom bietet TOP-Fast-Videotext mit einem enormen Seitenspeicher. Die Seiten wechseln ohne Zeitverzögerung. Sehr gut. Mit der OK-Taste kann man die Transpoarenz des Hintergrundes stufenweise erhöhen. Drückt man die Text-Taste mehrmals, kann man zwischen verschiedenen Text-Sprachen, falls vorhanden, hin- und herschalten. Der VT wird auf dem gesamten Bildschirm dargestellt.
Update:
Unsere Hausanlage bietet den Transponder, über den Palcom seine Updates sendet, an. Ich habe z.Zt. FW 3.15, der Receiver meldet, 4.03 wäre aktuell. Ich habe das Gerät per PC mit der auf der HP angebotenen Software gefixt. Palcom bietet das allseits bekannte "Setcopy" als Terminal-Programm an. Setcopy wird eine fertige Konfig-Datei mitgegeben, man braucht nur die FW auszuwählen die man hochladen möchte. Hat man dies getan, zieht man den Palcom aus der Steckdose. Man hat bei Setcopy die Möglichkeit der Übertragung in beide Richtungen. Ich wähle natürlich PC-> Receiver. Ich schliesse den Receiver mit einem Nullmodemkabel an. Das passt ohne Zwischenstecker. Jetzt halte ich die Kanal-Abwärts-Taste gedrückt und verbinde den DSL-4 mit dem Strom, halte die Taste dabei nocht ein wenig gedrückt. Das Update startet, der Receiver und der PC melden zurück, was geschieht. Nach ein paar Minuten ist es vollbracht. Bemerkenswert ist, das der Receiver die übermittelten Daten mittels CRCX prüft. Der jetzige Softwarestand ist 4.03. Was mir als Veränderung auffiel: Der WDR mit seinen dynamischen PIDs kann jetzt reibungslos empfangen werden. Vor dem Update konnte man einen Absturz des DSL provozieren: Zu Zeiten, an denen der EPG nur noch spärlich beschickt wird, also vor allem Nachts, spielt man hingebungsvoll auf der FB Klavier, während der Receiver im EPG nach Daten sucht. Das Bild fror evtl. ein - Ende. Dies passiert nun nicht mehr.
Vorläufiges Fazit:
Da steht er nun im Regal, ziemlich verloren wirkend aufgrund der geringen Größe, der Palcom DSL-4. Bis jetzt hat er mich überzeugt, der Zwerg! Schwierigkeiten werden auftreten (wäre der erste Digi-Receiver, bei dem das nicht so wäre), ich werde darüber berichten.
To be continued