Roland
Klitschko und die Nonplusultra-Bürde
In die Herzen vieler Amerikaner hat sich Vitali Klitschko bereits geboxt. Doch der große Star im Schwergewicht ist der Weltmeister noch nicht. Für den Champion geht es daher bei seiner Titelverteidigung um einen eindrucksvollen Sieg gegen den Briten Danny Williams. Möglichst durch Knockout, dem Nonplusultra im Schwergewicht. Samstagnacht sollen keine Fragen offen bleiben im Mandalay Bay Casino von Las Vegas.
Mehr Lewis - weniger Sanders
Der ältere Klitschko-Bruder hatte zwar gegen Corrie Sanders am 24. April den WBC-Titel bravourös durch technischen K.o. in der 8. Runde erkämpft. Dennoch gab es Kritik an seiner Vorstellung, weil der Südafrikaner bereits 38 Jahre alt war und sich mehr dem Golfspielen als dem Faustkampf widmete. Mit der blutigen Abbruch-Niederlage wegen Verletzung zehn Monate zuvor gegen den britischen WBC-Titelverteidiger Lennox Lewis hatte er sich Respekt und Anerkennung verschafft, die nun mit Leistungskonstanz untermauert werden muss, so wie es die einstigen Stars für ihre Unsterblichkeit taten.
Die Experten prophezeien ein schnelles Ende
"Boxerisch werden wir den besten Vitali erleben, denn es je gab", versprach Trainer Fritz Sdunek. 112 Sparringsrunden mit sechs Gegnern hat sein Schützling absolviert. Sonst waren es nie mehr als 80, und die Zahl der Trainingspartner lag bei maximal vier. "Wir haben viel mehr als üblich an der Technik und Bewegung gearbeitet", verriet Sdunek. Wie die meisten Experten prophezeit er einen K.o.-Sieg des Hünen, der sich mit dem Hamburger Universum Boxstall im Rechtsstreit befindet. "Vitali wird unterschätzt. Er ist der Mann der Zukunft", sagt Promotor Bob Arum. Selbst Lewis glaubt inzwischen, dass der 4:1-Favorit seinen Landsmann aus dem Ring jagen wird.
Der Eintrag in die Hall of Fame winkt
In die Galerie der großen Namen wie Jack Demsey, Joe Louis, Rocky Marciano, Muhammad Ali, Joe Frazier, George Foreman, Larry Holmes, Mike Tyson, Evander Holyfield oder Lennox Lewis könnte sich Vitali Klitschko als Träger des prestigeträchtigsten WM-Gürtels der vier Weltverbände WBA, WBC, WBO und IBF durchaus einreihen. Zumindest scheint der promovierte Sportwissenschaftler aus der Ukraine, der in Los Angeles sein zweites Zuhause hat, gegenwärtig der einzige in der Königsklasse zu sein, der für diese Ausnahmerolle befähigt ist. Der best bezahlte Champion ist Klitschko bereits. Für den anstehenden WM-Kampf soll er 3,5 Millionen Dolla plus anteilige Einnahmen vom Bezahlfernsehen kassieren, eine Million Doller mehr als IBF-Weltmeister Chris Byrd bei seiner letzten Titelverteidigung.
Königsklasse in der Krise
Das Boxbusiness giert regelrecht nach einem neuen Überflieger im Schwergewicht. Das Fernseh-Interesse und damit die Dollarumsätze in dem normalerweise profitabelsten Limit sind rapide gesunken. So wurden bei der Schwergewichts-Gala von Don King in New York am 13. November mit den Titelverteidigungen von Chris Byrd und John Ruiz lediglich 125.000 TV-Abonnenten gezählt. Zwei Wochen später indes bezahlten über 325.000 Zuschauer mehr als 40 Dollar, um den dritten Vergleich zwischen den mexikanischen Super-Federgewichtlern Marco Antonio Barrera und Eric Morales Pay-Per-View sehen zu können.
Quelle
In die Herzen vieler Amerikaner hat sich Vitali Klitschko bereits geboxt. Doch der große Star im Schwergewicht ist der Weltmeister noch nicht. Für den Champion geht es daher bei seiner Titelverteidigung um einen eindrucksvollen Sieg gegen den Briten Danny Williams. Möglichst durch Knockout, dem Nonplusultra im Schwergewicht. Samstagnacht sollen keine Fragen offen bleiben im Mandalay Bay Casino von Las Vegas.
Mehr Lewis - weniger Sanders
Der ältere Klitschko-Bruder hatte zwar gegen Corrie Sanders am 24. April den WBC-Titel bravourös durch technischen K.o. in der 8. Runde erkämpft. Dennoch gab es Kritik an seiner Vorstellung, weil der Südafrikaner bereits 38 Jahre alt war und sich mehr dem Golfspielen als dem Faustkampf widmete. Mit der blutigen Abbruch-Niederlage wegen Verletzung zehn Monate zuvor gegen den britischen WBC-Titelverteidiger Lennox Lewis hatte er sich Respekt und Anerkennung verschafft, die nun mit Leistungskonstanz untermauert werden muss, so wie es die einstigen Stars für ihre Unsterblichkeit taten.
Die Experten prophezeien ein schnelles Ende
"Boxerisch werden wir den besten Vitali erleben, denn es je gab", versprach Trainer Fritz Sdunek. 112 Sparringsrunden mit sechs Gegnern hat sein Schützling absolviert. Sonst waren es nie mehr als 80, und die Zahl der Trainingspartner lag bei maximal vier. "Wir haben viel mehr als üblich an der Technik und Bewegung gearbeitet", verriet Sdunek. Wie die meisten Experten prophezeit er einen K.o.-Sieg des Hünen, der sich mit dem Hamburger Universum Boxstall im Rechtsstreit befindet. "Vitali wird unterschätzt. Er ist der Mann der Zukunft", sagt Promotor Bob Arum. Selbst Lewis glaubt inzwischen, dass der 4:1-Favorit seinen Landsmann aus dem Ring jagen wird.
Der Eintrag in die Hall of Fame winkt
In die Galerie der großen Namen wie Jack Demsey, Joe Louis, Rocky Marciano, Muhammad Ali, Joe Frazier, George Foreman, Larry Holmes, Mike Tyson, Evander Holyfield oder Lennox Lewis könnte sich Vitali Klitschko als Träger des prestigeträchtigsten WM-Gürtels der vier Weltverbände WBA, WBC, WBO und IBF durchaus einreihen. Zumindest scheint der promovierte Sportwissenschaftler aus der Ukraine, der in Los Angeles sein zweites Zuhause hat, gegenwärtig der einzige in der Königsklasse zu sein, der für diese Ausnahmerolle befähigt ist. Der best bezahlte Champion ist Klitschko bereits. Für den anstehenden WM-Kampf soll er 3,5 Millionen Dolla plus anteilige Einnahmen vom Bezahlfernsehen kassieren, eine Million Doller mehr als IBF-Weltmeister Chris Byrd bei seiner letzten Titelverteidigung.
Königsklasse in der Krise
Das Boxbusiness giert regelrecht nach einem neuen Überflieger im Schwergewicht. Das Fernseh-Interesse und damit die Dollarumsätze in dem normalerweise profitabelsten Limit sind rapide gesunken. So wurden bei der Schwergewichts-Gala von Don King in New York am 13. November mit den Titelverteidigungen von Chris Byrd und John Ruiz lediglich 125.000 TV-Abonnenten gezählt. Zwei Wochen später indes bezahlten über 325.000 Zuschauer mehr als 40 Dollar, um den dritten Vergleich zwischen den mexikanischen Super-Federgewichtlern Marco Antonio Barrera und Eric Morales Pay-Per-View sehen zu können.
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