Vollständige Version anzeigen: Hat Kroaten-Mafia Finger im Spiel?

Roland
Hoyzer und die Kroaten-Mafia

Die Abgründe im Schiedsrichter-Skandal um Robert Hoyzer werden immer tiefer: Der unter Manipulationsverdacht stehende Referee soll regelmäßig Kontakt zur kroatischen Mafia gehabt haben. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Stern" in seiner neuesten Ausgabe. Auch dem Deutschen Fußball-Bund ist dieser neue Vorwurf bekannt. "Diese Erkenntnisse haben wir auch", sagte DFB-Mediendirektor Harald Stenger.

"Hast du Lust, Geld zu verdienen"?
Gibt es sogar einen Zusammenhang mit dem Verdacht des Wettbetrugs vor sechs Wochen in der Partie Oberhausen gegen Aue? Bei mehreren Wettanbietern waren damals ungewöhnlich hohe Summen auf einen Sieg von Aue gesetzt worden, so dass die Buchmacher die Partie eine Stunde vor Anpfiff aus dem Programm nahmen. Die "Welt" berichtete anschließend, dass ein anonymer Anrufer mit osteuropäischem Akzent einem RWO-Spieler Geld geboten habe, wenn dieser mithelfe, die Partie zu verschieben. "Hast du Lust, Geld zu verdienen?", hat der Mann nach Aussage des Oberhausener Kickers gesagt. Dieser brach sofort den Kontakt ab, denn "diese Männer sind sehr gefährlich."

Die Versuchung ist groß
Falls tatsächlich mafiaähnliche Organisationen im Bundesliga-Geschäft die Finger im Spiel haben, locken sie anscheinend diejenigen an, die relativ wenig verdienen. Das verspricht ein lohnendes Geschäft, schließlich ist die Versuchung groß. Ein durchschnittlicher Zweitliga-Kicker verdient zwischen 4500 bis 6000 Euro im Monat - ein Bruchteil dessen eines Erstliga-Spielers. Dies gilt natürlich auch für die Schiedsrichter: Im der ersten Liga bekommt der Unparteiische pro Spiel 3068 Euro. Ein Zweitliga-Referee muss sich dagegen mit 1534 zufrieden geben, in der Regionalliga gar nur mit 150 Euro. Und genau hier (zweite Liga und Regionalliga) hat Robert Hoyzer hauptsächlich gepfiffen.

"Habe nicht betrogen"
Hoyzer beteuerte unterdessen in einem TV-Interview erneut seine Unschuld. "Mir geht es schlecht und ich beschäftige mich den ganzen Tag mit dieser Situation. Ich habe nicht betrogen", sagte Hoyzer zu TV.Berlin. Wichtig sei nun, so der Schiedsrichter weiter, dass konkrete Beweise auf den Tisch zu legen. "Dann kann ich mich den Beschuldigungen auch stellen."

Quelle und mehr Info