Vollständige Version anzeigen: Nach Hoyzer-Geständnis: Schiedsrichter in Angst

Roland
Unparteiische haben Angst

Jetzt ist es raus. Schiedsrichter Robert Hoyzer hat von ihm geleitete Spiele manipuliert, um bei Wettgeschäften abzukassieren. Für Volker Roth, den Vorsitzenden des DFB-Schiedsrichter-Ausschusses, ist dieser Vorfall "unverzeihlich". Er befürchtet schon am Wochenende Fanproteste gegen die Schiedsrichter-Zunft. "Wir werden noch lange unter diesem Fall leiden", prognostizierte Roth im Anschluss an die Krisensitzung der Bundesliga-Referees in Frankfurt.

Fanproteste werden erwartet
Verschiedene Fan-Gruppierungen haben bereits angekündigt, mit Plakaten und Sprechgesängen gegen die Manipulationen zu demonstrieren. Wolfgang Stark erlebte das Misstrauen der Zuschauer am vergangen Montag in Frankfurt hautnah, als er das Zweitligaspiel der Eintracht gegen Aachen (1:0) pfiff. "Schiri, hol' den Wettschein raus!", brüllten ihm Zuschauer vor der Partie entgegen.

Ansehen der Schiedsrichter schwer beschädigt
Es ist also eingetreten, was Deutschlands bester Schiedsrichter Markus Merk bereits vor Tagen befürchtete. "Der Fall Hoyzer beschädigt mit einem Schlag das Ansehen aller deutschen Schiris. Die Sache wirft einen großen Schatten auf die Schiedsrichtergilde, für die ich mich stellvertretend verantwortlich fühle. Der riesige Imageverlust tut mir weh, weil wir gerade durch meine Wahl zum Weltschiedsrichter so viel Aufwind bekommen haben."

Strigel fordert Besonnenheit
Das Image der Unparteiischen ist erst einmal ramponiert. "Der Druck auf die Schiedsrichter wird nun noch größer sein als sonst", prophezeit Lehrwart Eugen Strigel während der Sitzung. "Ein Schuldiger ist jetzt noch schneller gefunden", so Strigel weiter. Er und seine Kollegen fordern Spieler, Trainer und Manager der Klubs deshalb zur Besonnenheit auf. Gerüchte und Spekulationen könne derzeit niemand gebrauchen.

Marks weist Manipulationsverdacht zurück
Dominik Marks wurde bereits Opfer solcher Vermutungen. Der unter Manipulationsverdacht stehende Schiri hat die Vorwürfe bestritten. Alle Anschuldigungen gegen ihn seien völlig haltlos, erklärte er. Der 29-Jährige fiel beim Regionalliga-Spiel zwischen den Amateuren von Hertha BSC und Arminia Bielefeld (2:1) im August durch sonderbare Entscheidungen auf. "Da ist einiges kurios gelaufen", erinnert sich Bielefelds Manager Thomas von Heesen, der damit dann an die Öffentlichkeit ging.

Beschuldigter spricht von Rufmord
"Es ist unfassbar, dass einfach mein Name in diesem Zusammenhang genannt wird. Das ist ein klarer Versuch des Rufmords", sagte Marks. Er sei seit 15 Jahren Schiedsrichter und würde niemals seine Karriere für ein paar Euro wegschmeißen. "Wenn jetzt hinter jeder umstrittenen Entscheidung eine Manipulation vermutet und das auch noch öffentlich gesagt wird, dann können wir alle aufhören", sagte der BWL-Student, der beim Fußballverband Sachsen-Anhalt gemeldet ist.

Amarell kritisiert von Heesen
Die Schiedsrichter-Kommission unterstützt Marks. Ausschussmitglied Manfred Amarell empört: "Die Vorwürfe sind haltlos. Herr von Heesen ist ein Trittbrettfahrer." Zur eigenen Sicherheit wurde Marks aber von der Zweitliga-Partie Alemannia Aachen gegen LR Ahlen abgezogen. Das Spiel am Sonntag wird stattdessen von Michael Weiner gepfiffen.

Quelle und mehr Infos
Roland
Hoyzer belastet acht Spieler

Ein weiterer Schiedsrichter und acht Spieler aus der 2. Bundesliga und der Regionalliga sollen nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) in den Wettskandal verwickelt sein. Dabei handelt es sich um Spieler der Vereine Dynamo Dresden, Chemnitzer FC und SC Paderborn. Wie die Zeitung berichtet, gab Hoyzer gegenüber der Berliner Staatsanwaltschaft an, seinem Schiedsrichterkollegen Felix Zwayer eine kleinere Geldsumme selbst übergeben zu haben. Auch habe er Zwayer vor dem Zweitligaspiel Essen gegen Köln, in dem der Berliner Assistent war, angerufen und gesagt: "Heb' mal nicht so oft die Fahne".

Strafanzeige gegen Paderborner Kicker
Die Süddeutsche berichtet weiter, Hoyzer habe von Wettern gehört, dass Spieler der Klubs Chemnitz, Paderborn und Dresden Geld kassiert hätten. Der SC Paderborn hat inzwischen einen eigenen Spieler angezeigt. Paderborns Präsident Wilfried Finke bestätigte, dass ein Spieler Geld erhalten habe, das nach dem 4:2-Pokalsieg gegen den Hamburger SV im Mannschaftskreis verteilt worden sei. Angeblich sei der Spieler aufgefordert worden, sich im Strafraum fallen zu lassen, dann werde es Elfmeter geben. Tatsächlich wurden von Hoyzer zwei unberechtigte Strafstöße gegen den HSV verhängt.

Keine Bundesliga-Kicker verwickelt
Nach den Ermittlungen der Berliner Staatsanwaltschaft gibt es bisher keinen Hinweis, dass Kicker eines Erstliga-Klubs in den Fall verstrickt sind. Das Nachrichtenmagazin "Focus" hatte jüngst drei Akteure von Hertha BSC Berlin mit dem Wettskandal in Verbindung gebracht.

Hoyzer will vier Spiele manipuliert haben
Außerdem hat Robert Hoyzer dem Bericht zu Folge in einer Vernehmung eingeräumt, von Bekannten aus dem Umfeld einer kroatischen Wett-Mafia in Berlin über 60.000 Euro erhalten zu haben. Er habe vier Spiele manipuliert und dafür Beträge zwischen 5000 und 15.000 Euro erhalten. Bei den manipulierten Spielen soll es sich neben dem DFB- Pokalspiel SC Paderborn - Hamburger SV um die Regionalligaspiele Eintracht Braunschweig - FC St. Pauli (5. Juni 2004), FC St. Pauli - VfL Osnabrück (14. August 2004) und das Zweitligaspiel LR Ahlen - Wacker Burghausen (22. Oktober 2004) handeln.

Quelle
Arkadier
Überall ist die Mafia zugegen. fragend

Sollte sich der Skandal so ausweiten fällt auf unser Heimatland ein ganz gemeiner Schatten.

Was Geld aus so Leuten macht.
Ich finde es nur blöde das der Hoyzer erst alles besteitet sogar einen Rechtsanwalt benennt und erklärt er werde auf keinen Fall als Schiedsrichter zurücktreten und den DFB verklagen!!!

Und einen Tag später alles zugibt und rumjammert es tut ihm leid!

Seit der Daum Affäre kann man keinem mehr Glauben und auch eine Eidesstalliche Erkärung ist bei diesen Herren nicht mal das Papier wert auf dem sie steht! m-meinung

ja wo sind denn wir hier!!! So eine Frechheit kann ich nicht tollerieren m-meinung

Ich glaube der junge Mann ist etwas Weltfremd!!!

Die Wahrheit muß jetzt an´s Tageslicht, dass endlich wieder schöner Fußball, ohne Schummelverdacht, gespielt werden kann m-meinung

Gruß der Arkadier