Roland
Mit der Festnahme des ehemaligen Schiedsrichters Robert Hoyzer in Berlin hat der Fußball-Wettskandal eine neue Dimension erreicht. Dies veranlasste auch den Chef der federführenden Staatsanwaltschaft Berlin erstmals öffentlich zum Eingreifen. Generalstaatsanwalt Hansjürgen Karge sagte, er rechne fest mit einer Anklage gegen Hoyzer und drei bereits in Untersuchungshaft genommene kroatische Mitarbeiter eines Wettcafés in Berlin-Charlottenburg. Hoyzer hat nach der Vollstreckung der Untersuchungshaft gegen ihn eine mündliche Haftprüfung beantragt. Ein Haftprüfungstermin vor dem Amtsgericht Tiergarten wird innerhalb der nächsten Woche stattfinden.
Staatsanwälte gehen in die Offensive
Karge verwies auf eine bevorstehende weitere Ausdehnung des Falles: "Wir haben etwas herausgefunden, was ich im einzelnen noch nicht sagen darf, sonst wird gegen mich selbst ermittelt." In der Fußballsprache sind die jüngsten Äußerungen des Chefermittlers nur so zu deuten, dass die Staatsanwälte in die Offensive gehen. "Wir haben die möglichen Dimensionen des Falles aus eigener Kraft sehr früh erkannt", sagte Karge. Er sei auch fest davon überzeugt, dass Hoyzer aus Sicht der Ermittler noch längst nicht alles ausgepackt hat, was er weiß.
"Schiedsrichter werden nicht gelyncht, das ist einiges wert"
Deshalb sei die Staatsanwaltschaft entgegen ersten Kritiken an ihren Maßnahmen von Seiten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) "sehr früh bemüht gewesen, alles zu tun, um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten". Dies sei keineswegs immer gesichert gewesen. Karge: "Die Spiele finden auch mit unserer Mithilfe statt, und die Schiedsrichter werden nicht gelyncht. Das ist schon einiges wert."
Alleiniger Haftgrund: Fluchtgefahr
Zur Festnahme von Hoyzer sagte der Chefermittler, alleiniger Haftgrund sei das drohende erhöhte Strafmaß und die damit verbundene Fluchtgefahr gewesen. "Kein Haftgrund ist das Fernhalten von Fernsehauftritten, auch wenn durch solche Äußerungen Einfluss auf Ermittlungen genommen werden kann." Damit spielte Karge auf das umstrittene Interview von Johannes B. Kerner mit Hoyzer am vergangenen Dienstag an.
Zwanziger von Verhaftung nicht überrascht
"Ich habe mit dieser kriminellen Wucht nicht gerechnet, aber ich laufe davor nicht weg", erklärte unterdessen der Geschäftsführende Präsident des DFB, Theo Zwanziger. "Die Verhaftung überrascht mich als ausgebildeten Juristen nicht. Wir nehmen das beim DFB nicht leicht, aber es entsteht keine neue Betroffenheit. Wenn die Staatsanwaltschaft neue Informationen haben sollte, hoffen wir, sie im Zuge der sehr engen Zusammenarbeit so schnell wie möglich zu bekommen."
Quelle
Staatsanwälte gehen in die Offensive
Karge verwies auf eine bevorstehende weitere Ausdehnung des Falles: "Wir haben etwas herausgefunden, was ich im einzelnen noch nicht sagen darf, sonst wird gegen mich selbst ermittelt." In der Fußballsprache sind die jüngsten Äußerungen des Chefermittlers nur so zu deuten, dass die Staatsanwälte in die Offensive gehen. "Wir haben die möglichen Dimensionen des Falles aus eigener Kraft sehr früh erkannt", sagte Karge. Er sei auch fest davon überzeugt, dass Hoyzer aus Sicht der Ermittler noch längst nicht alles ausgepackt hat, was er weiß.
"Schiedsrichter werden nicht gelyncht, das ist einiges wert"
Deshalb sei die Staatsanwaltschaft entgegen ersten Kritiken an ihren Maßnahmen von Seiten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) "sehr früh bemüht gewesen, alles zu tun, um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten". Dies sei keineswegs immer gesichert gewesen. Karge: "Die Spiele finden auch mit unserer Mithilfe statt, und die Schiedsrichter werden nicht gelyncht. Das ist schon einiges wert."
Alleiniger Haftgrund: Fluchtgefahr
Zur Festnahme von Hoyzer sagte der Chefermittler, alleiniger Haftgrund sei das drohende erhöhte Strafmaß und die damit verbundene Fluchtgefahr gewesen. "Kein Haftgrund ist das Fernhalten von Fernsehauftritten, auch wenn durch solche Äußerungen Einfluss auf Ermittlungen genommen werden kann." Damit spielte Karge auf das umstrittene Interview von Johannes B. Kerner mit Hoyzer am vergangenen Dienstag an.
Zwanziger von Verhaftung nicht überrascht
"Ich habe mit dieser kriminellen Wucht nicht gerechnet, aber ich laufe davor nicht weg", erklärte unterdessen der Geschäftsführende Präsident des DFB, Theo Zwanziger. "Die Verhaftung überrascht mich als ausgebildeten Juristen nicht. Wir nehmen das beim DFB nicht leicht, aber es entsteht keine neue Betroffenheit. Wenn die Staatsanwaltschaft neue Informationen haben sollte, hoffen wir, sie im Zuge der sehr engen Zusammenarbeit so schnell wie möglich zu bekommen."
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Offenbar gibt es in Berlin keinen einzigen Staatsdiener, der mit Kompetenz gesegnet ist