Vollständige Version anzeigen: Aldi & Co: Laptop und Plasma-TV

Roland
Hightech-Offensive beim Discounter


Hightech-Fans sollten sich am 1. Juni bereit halten. Gleich mehrere Supermarkt-Ketten starten an diesem Tag eine regelrechte Schnäppchen-Offensive. Norma lockt mit allerlei Computer-Zubehör, Lidl bietet ein leistungsfähiges Notebook für knapp 1200 Euro an und Aldi-Nord verkauft sogar einen Plasma-Fernseher. Wir haben uns die interessantesten Angebote rausgepickt und stellen sie vor.



Turion-Premiere bei Lidl
Das Lidl-Notebook stammt von Hauslieferant Targa und wird zu einem Preis von 1199 Euro in den Filialen von Lidl-Nord-Ost angeboten. Der Discounter bleibt mit dem "Traveller 826T MT32" Chip-Hersteller AMD treu. Trotzdem gibt es eine Premiere: Im mobilen Rechner kommt zum ersten Mal AMDs neuer Notebook-Prozessor Mobile Turion 64 zum Einsatz. Damit soll ähnlich lange Akkulaufzeiten wie bei Intels Pentium M möglich sein. Der Arbeitsspeicher beträgt 1024 MB.

Schnelle 3D-Grafikkarte
Wie schon im letzten Lidl-Notebook kommt erneut ATIs leistungsfähige Grafikkarte Mobility Radeon X700 zum Einsatz – diesmal aber mit 128 statt 64 MB Grafikspeicher. Der Mobility Radeon X700 zeigte in bisherigen Tests sehr gute 3D-Werte: Er liegt auf dem Niveau des Geforce Go 6600 von Nvidia und ist teilweise deutlich schneller als sein Vorgänger, der Mobility Radeon X600. Das Targa Traveller 826T MT32 verfügt über ein 15,4-Zoll-Breitbild-LCD im 16:10-Format. Aufwändige Computerspiele wie Far Cry dürften selbst in der nativen Display-Auflösung von 1280 x 800 Bildpunkten spielbar sein – eventuell aber nicht in höchster Bildqualität.


Wie von Discounter-Notebooks inzwischen gewohnt, kommt auch das Lidl-Angebot als mobile Spiel- und Multimediamaschine daher: Im Karton liegt neben viel Software eine PC-Karte, die analogen Fernsehempfang erlaubt und das digitale Fernsehen DVB-T unterstützt. Das Targa Traveller 826T MT32 lässt sich mit einer Fernbedienung im PC-Card-Format steuern: Wenn man nicht Fernsehen schaut und die TV-Karte eingesteckt hat, kann die Fernbedienung im PC-Card-Slot verstaut werden. Videos und Musik kann man auch genießen, ohne Windows starten zu müssen

Reichlich Platz und Schnittstellen
Bei Festplatte und DVD-Brenner hat Targa nichts geändert: Im Traveller 826T MT32 kommt wieder eine 80 GB große Harddisk von Samsung zum Einsatz, der DVD-Brenner stammt von Pioneer und kann Double-Layer-Medien (sowohl +R DL als auch -R DL) beschreiben. Das Targa Traveller 826T MT32 bietet viele Schnittstellen. Es sind vier USB-Ports sowie Firewire- und TV-Out-Buchsen vorhanden. An den Kopfhörer-Ausgang lässt sich mittels des beiliegenden Adapters per optischer S-P/DIF-Verbindung ein Dolby-Digital-Decoder anschließen.


Fazit
Insgesamt erscheint der Preis für das Targa Traveller 826T MT32 angesichts der umfassenden Ausstattung sehr günstig. Die TV-Karte verspricht Fernsehgenuss zu Hause oder in mit DVB-T versorgten Gebieten auch unterwegs. Die Leistung des Mobility Radeon X700 dürfte die meisten Spieler zufrieden stellen. Dazu kommen noch 36 Monate Garantie. Wie bei allen Discounter-Angeboten bezahlt man mit diesem Preis aber natürlich auch Soft- oder Hardware, die man kaum nutzen wird. Während sich über den Preis nicht streiten lässt, zeigt die Erfahrung, dass viele Discounter-Notebooks bei Kriterien wie Akkulaufzeit, Verarbeitung oder Lüfterlautstärke schwächeln.


Plasma-Fernseher bei Aldi-Nord

Kurz nach dem LCD-Fernseher von Aldi-Süd gibt es am Mittwoch einen schicken Plasma-TV bei Aldi-Nord. Das Gerät stammt von Medion und hat eine Diagonale von 105 Zentimetern. Der Preis liegt aber weit über dem des letzten LCD-TVs - statt 999 verlangt der Discounter diesmal 1499 Euro.

Fit für HDTV
Die Helligkeit gibt der Discounter mit 1500 cd/m², das Kontrastverhältnis mit 10.000:1 an. Das Medion-Gerät ist laut Aldi für das hochauflösende Fernsehen HDTV gerüstet. Wann der Startschuss für HDTV fällt ist zwar noch ungewiss - wer sich heute für den Kauf eines Fernsehers entscheidet, sollte für die digitale Zukunft gerüstet sein. Der Discounter-Plasma kann die Videoformate 480p, 576p, 720p und 1080i verarbeiten. Das Panel bietet aber nur eine Auflösung von 852 x 480 Pixeln, so dass alles skaliert werden muss, was oberhalb dieser Auflösung vorliegt. Deshalb fehlt dem Medion-Gerät ein "HD ready"-Logo. Ein solches Logo bekommen nur Geräte, die mindestens 720 Bildpunkte in der Vertikalen darstellen können.

Auf die Anschlüsse kommt es an
HD-Bilder lassen sich analog oder digital übertragen: Entweder via YUV-Buchsen oder digital über die betagte DVI- beziehungsweise die modernere HMDI-Schnittstelle. Der Discounter-Plasma hat einen DVI-Eingang für bessere Bildqualität an Bord, der sich auch auf die HDCP-Entschlüsselung versteht. Das ist nicht selbstverständlich, manche DVI-Schnittstellen können die hochaufgelösten Signale nämlich nicht entschlüsseln. Folge: Die Mattscheibe bleibt schwarz. Der Kopierschutz HDCP gewährleistet, dass künftige HD-Filme von entsprechenden Abspielgeräten (z.B. Blu-ray-Playern) korrekt dargestellt werden.

Fazit
Der Discounter-Plasma ist sicher ein interessantes Angebot - Plasma-TVs dieser Größenordnung kosten nicht selten über 2000 Euro. Zwar ist die Auflösung geringer als bei LCD-Fernsehern, dafür punkten sie aber mit farbstärkeren Bildern. Ein gewisses Kaufrisiko bleibt allerdings. Die im Prospekt angegebenen Werte klingen zwar sehr viel versprechend, über die Bildqualität lässt sich aber nichts sagen. Wer Wert auf Marken-Geräte legt, für den ist Panasonics Plasma-Fernseher TH-42 PA50E eine gute Alternative. Im Online-Shop ist das Gerät bereits für 1600 Euro zu haben. Im Vergleich des Fachmagazins Digital World bietet das Gerät die beste Bildqualität bei den Plasma- und LCD-Fernsehern. Das Fazit der Tester: Mehr flaches Großbild in guter Qualität für weniger Geld gibt es derzeit nicht. Trotz geringer Auflösung überwiegen die Stärken des TH-42 PA50E. Wer auf Sendungen oder Filme in HDTV-Qualität verzichten kann, wird sehr gut bedient.

Quelle