Roland
Der Ferrari-Pilot belegt beim Großen Preis von Kanada im Qualifying den zweiten Platz. Die Pole Position geht an BAR-Honda-Fahrer Jenson Button.
Sensationelles Doppel-Comeback in Montreal
Was für ein Qualifying in Montreal: Die Zuschauer am Circuit Gilles Villeneuve sahen gleich ein doppeltes Comeback. Jenson Button sicherte sich im BAR-Honda die Pole Position zum Großen Preis von Kanada, während sich Weltmeister Michael Schumacher im Ferrari auf Platz zwei zurückmeldete. "Es ist schon eine Überraschung", sagte Ferrari-Großhirn Ross Brawn über die Leistung seines Fahrers. Auf Platz drei startet morgen der WM-Führende Fernando Alonso vor seinem Renault-Teamkollegen Giancarlo Fisichella. Nick Heidfeld landete auf Rang 13, Ralf Schumacher
Schumi spricht von "riesen Klimmzug"
"Die Renaults und die McLarens herauszufordern, das hätten wir nicht gedacht", sagte ein strahlender Jenson Button nach dem Qualifying. "Wir haben ein gutes Paket, mehr will ich auch gar nicht über unser Auto sagen." Und auch Michael Schumacher erlaubte sich endlich wieder ein Lächeln. "Wir haben jede Menge Gründe gefunden für die schlechte Performance gestern", sagte der Weltmeister. "Das war ein riesen Klimmzug für uns, diese Gründe auszuräumen. Ich bin natürlich glücklich, dass wir unser Rennen jetzt ein bisschen anders planen können und hoffe, dass sich das auch für uns auszahlen wird."
Erste Zeit durch Christian Klien
Die Zeitenjagd auf dem Circuit Gilles Villeneuve eröffnete Christian Klien. Der Red-Bull-Pilot löste in Montreal Vitantonio Liuzzi wieder als Stammfahrer ab, nachdem dieser die vergangenen vier Rennen bestreiten durfte. Sowohl Klien als auch sein Teamkollege David Coulthard konnten in den freien Trainings-Sessions nicht überzeugen. Im Qualifying war für Klien aufgrund der staubigen Strecke ebenfalls kein Blumentopf zu gewinnen. Am Ende stand der Österreicher mit seiner Zeit von 1:18,249 Minuten auf Startplatz 16.
Webber mit Fahrfehler im ersten Sektor
Mark Webber war der erste, der Kliens Zeit pulverisierte. Der Super-Qualifyer der laufenden Saison scheuchte seinen BMW-Williams in 1:17,749 Minuten um den Kurs. Dabei war noch wesentlich mehr drin für den Australier, doch ein grober Schnitzer im zweiten Sektor verhinderte den Sprung nach ganz nach vorn. Ralf Schumacher nutzte Webbers Fahrfehler eiskalt aus und unterbot dessen Zeit um rund 1,4 Sekunden.
Klasse Runde von Serienschlusslicht Albers
Für den ersten Applaus im Fahrerlager sorgte ausgerechnet eines der Schlusslichter. Christijan Albers, im Minardi normalerweise auf Platz 19 oder 20 gebucht, drehte eine für die Verhältnisse des Boliden ausgezeichnete Runde und setze sich sowohl gegen die beiden Jordan-Toyota als auch Christian Klien durch. Auf die Frage seines Teamchefs, wie er das denn hinbekommen hätte, antwortete Albers trocken: "Das klappt dann, wenn Du mir neue Reifen gibst."
Räikkönen kämpft mit seinem Silberpfeil
Exakt nach der Hälfte des Qualifyings kam der Auftritt des Icemans. Nach seinem Abflug auf dem Nürburgring, der ihm eine Runde vor Schluss den Sieg kostete, musste Kimi Räikkönen als elfter Fahrer auf die Strecke. Seine absolute Bestzeit des Wochenendes, welche der Finne im vierten freien Training am Vormittag aufstellte, erreichte Räikkönen aber nicht. Der Silberpfeil zeigte ungewohnte Schwächen in der Balance, drohte immer wieder auszubrechen. Am Ende reichte es nur für eine Zeit von 1:15,923 Minuten und einen siebten Startplatz.
Jenson Button meldet sich zurück
Unterdessen machte ein alter Bekannter endlich wieder auf sich aufmerksam: Jenson Button drehte mit seinem BAR-Honda eine ganz starke Runde. Seine Zeit von 1:15,217 Minuten reichte dem Briten am Ende für die Pole Position. Auch Michael Schumacher konnte an der Zeit Buttons nicht kratzen. Mit vollem Risiko ging der Weltmeister ans Werk, hielt den Rückstand konstant gering. Am Ende fehlten Schumacher rund 2,5 Zehntelsekunden auf Button. Seine Zeit von 1:15,475 Minuten brachte ihm an Ende Platz zwei ein.
Barrichellos Motor spuckt blauen Rauch
Verwirrung in der Ferrari-Box: Rubens Barrichello drehte seine Aufwärmrunde und rollte danach gleich wieder zurück in die Box. Sein F2005 spuckte kurz vor der Boxeneinfahrt blauen Rauch. Wie immer, wenn es bei Ferrari einen Ausfall gibt, trifft es den Brasilianer. Nick Heidfeld konnte seine schnelle Runde zwar zu Ende fahren, aber auch der BMW-Williams-Pilot konnte an Buttons Spitzenzeit nicht rütteln. Der Mönchengladbacher kam nur auf eine Zeit von 1:17,081 Minuten.
Alonso hinter Michael Schumacher
Der letzte Mann im Feld, der Jenson Button die Pole Position hätte abnehmen können, war der WM-Führende Fernando Alonso. Doch auch der Spanier büßte bereits im ersten Sektor rund zwei Zehntelsekunden ein. Nach Sektor zwei war es bereits eine halbe Sekunde. Am Ende landete Alonso auf Platz drei hinter Michael Schumacher, allerdings vor seinem Teamkollegen Giancarlo Fisichella.
Quelle
Sensationelles Doppel-Comeback in Montreal
Was für ein Qualifying in Montreal: Die Zuschauer am Circuit Gilles Villeneuve sahen gleich ein doppeltes Comeback. Jenson Button sicherte sich im BAR-Honda die Pole Position zum Großen Preis von Kanada, während sich Weltmeister Michael Schumacher im Ferrari auf Platz zwei zurückmeldete. "Es ist schon eine Überraschung", sagte Ferrari-Großhirn Ross Brawn über die Leistung seines Fahrers. Auf Platz drei startet morgen der WM-Führende Fernando Alonso vor seinem Renault-Teamkollegen Giancarlo Fisichella. Nick Heidfeld landete auf Rang 13, Ralf Schumacher
Schumi spricht von "riesen Klimmzug"
"Die Renaults und die McLarens herauszufordern, das hätten wir nicht gedacht", sagte ein strahlender Jenson Button nach dem Qualifying. "Wir haben ein gutes Paket, mehr will ich auch gar nicht über unser Auto sagen." Und auch Michael Schumacher erlaubte sich endlich wieder ein Lächeln. "Wir haben jede Menge Gründe gefunden für die schlechte Performance gestern", sagte der Weltmeister. "Das war ein riesen Klimmzug für uns, diese Gründe auszuräumen. Ich bin natürlich glücklich, dass wir unser Rennen jetzt ein bisschen anders planen können und hoffe, dass sich das auch für uns auszahlen wird."
Erste Zeit durch Christian Klien
Die Zeitenjagd auf dem Circuit Gilles Villeneuve eröffnete Christian Klien. Der Red-Bull-Pilot löste in Montreal Vitantonio Liuzzi wieder als Stammfahrer ab, nachdem dieser die vergangenen vier Rennen bestreiten durfte. Sowohl Klien als auch sein Teamkollege David Coulthard konnten in den freien Trainings-Sessions nicht überzeugen. Im Qualifying war für Klien aufgrund der staubigen Strecke ebenfalls kein Blumentopf zu gewinnen. Am Ende stand der Österreicher mit seiner Zeit von 1:18,249 Minuten auf Startplatz 16.
Webber mit Fahrfehler im ersten Sektor
Mark Webber war der erste, der Kliens Zeit pulverisierte. Der Super-Qualifyer der laufenden Saison scheuchte seinen BMW-Williams in 1:17,749 Minuten um den Kurs. Dabei war noch wesentlich mehr drin für den Australier, doch ein grober Schnitzer im zweiten Sektor verhinderte den Sprung nach ganz nach vorn. Ralf Schumacher nutzte Webbers Fahrfehler eiskalt aus und unterbot dessen Zeit um rund 1,4 Sekunden.
Klasse Runde von Serienschlusslicht Albers
Für den ersten Applaus im Fahrerlager sorgte ausgerechnet eines der Schlusslichter. Christijan Albers, im Minardi normalerweise auf Platz 19 oder 20 gebucht, drehte eine für die Verhältnisse des Boliden ausgezeichnete Runde und setze sich sowohl gegen die beiden Jordan-Toyota als auch Christian Klien durch. Auf die Frage seines Teamchefs, wie er das denn hinbekommen hätte, antwortete Albers trocken: "Das klappt dann, wenn Du mir neue Reifen gibst."
Räikkönen kämpft mit seinem Silberpfeil
Exakt nach der Hälfte des Qualifyings kam der Auftritt des Icemans. Nach seinem Abflug auf dem Nürburgring, der ihm eine Runde vor Schluss den Sieg kostete, musste Kimi Räikkönen als elfter Fahrer auf die Strecke. Seine absolute Bestzeit des Wochenendes, welche der Finne im vierten freien Training am Vormittag aufstellte, erreichte Räikkönen aber nicht. Der Silberpfeil zeigte ungewohnte Schwächen in der Balance, drohte immer wieder auszubrechen. Am Ende reichte es nur für eine Zeit von 1:15,923 Minuten und einen siebten Startplatz.
Jenson Button meldet sich zurück
Unterdessen machte ein alter Bekannter endlich wieder auf sich aufmerksam: Jenson Button drehte mit seinem BAR-Honda eine ganz starke Runde. Seine Zeit von 1:15,217 Minuten reichte dem Briten am Ende für die Pole Position. Auch Michael Schumacher konnte an der Zeit Buttons nicht kratzen. Mit vollem Risiko ging der Weltmeister ans Werk, hielt den Rückstand konstant gering. Am Ende fehlten Schumacher rund 2,5 Zehntelsekunden auf Button. Seine Zeit von 1:15,475 Minuten brachte ihm an Ende Platz zwei ein.
Barrichellos Motor spuckt blauen Rauch
Verwirrung in der Ferrari-Box: Rubens Barrichello drehte seine Aufwärmrunde und rollte danach gleich wieder zurück in die Box. Sein F2005 spuckte kurz vor der Boxeneinfahrt blauen Rauch. Wie immer, wenn es bei Ferrari einen Ausfall gibt, trifft es den Brasilianer. Nick Heidfeld konnte seine schnelle Runde zwar zu Ende fahren, aber auch der BMW-Williams-Pilot konnte an Buttons Spitzenzeit nicht rütteln. Der Mönchengladbacher kam nur auf eine Zeit von 1:17,081 Minuten.
Alonso hinter Michael Schumacher
Der letzte Mann im Feld, der Jenson Button die Pole Position hätte abnehmen können, war der WM-Führende Fernando Alonso. Doch auch der Spanier büßte bereits im ersten Sektor rund zwei Zehntelsekunden ein. Nach Sektor zwei war es bereits eine halbe Sekunde. Am Ende landete Alonso auf Platz drei hinter Michael Schumacher, allerdings vor seinem Teamkollegen Giancarlo Fisichella.
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