Roland
Michelin muss in Indianapolis auf neue Gummis setzen. Dieser Wechsel ist gegen das Reglement und wird laut Fia drastische Strafen nach sich ziehen.
Michelin kann Sicherheit der Fahrer nicht garantieren
Die problematischen Michelin-Gummis
Als der nach einem rätselhaften Reifenschaden verunglückte Ralf Schumacher längst zurück in der Heimat war, eskalierte vor dem Start des GP der USA in Indianapolis der Streit um die Pneus von Michelin. "Wir können die Sicherheit der Fahrer nicht garantieren", erklärten heute Michelin-Motorsport-Direktor Pierre Dupasquier und Formel-1-Direktor Nick Shorrock in einem Schreiben an den Automobil-Weltverband Fia. Trotz ausgiebiger Tests und Analysen in der Nacht habe der französische Reifenhersteller den Fehler nicht gefunden, der am Freitag zu dem schweren Unfall des Toyota-Piloten in Indianapolis geführt hatte, hieß es.
Einsatz von Ersatzreifen nicht ausgeschlossen
Den sieben Michelin-Teams Renault, BAR-Honda, BMW-Williams, McLaren-Mercedes, Sauber-Petronas, Red Bull Racing und Toyota wurde beim Großen Preis der USA eine Goldene Brücke gebaut. Ein Einsatz der in der Nacht extra aus Europa eingeflogenen Ersatzreifen wurde von der Fia nicht ausgeschlossen. Obwohl in der Formel 1 seit dieser Saison nur noch ein Reifensatz für Qualifikation und Rennen pro Fahrer benutzt werden darf, ist eine Disqualifikation nach Ansicht von Renndirektor Charlie Whiting nicht zu erwarten. Allerdings solle es eine Strafe geben, "die hoch genug ist, damit kein Team in Zukunft in Versuchung kommt, einen Reifen nur für das Qualifying einzusetzen." Das letzte Worte hätten die Rennkommissare, meinte Whiting.
Keine neue Schikane vor Start und Ziel
Für den Grand Prix bot die Fia außerdem an, den problematischen linken Hinterreifen nach jeweils zehn Runden zu wechseln. So lange soll der Pneu laut Michelin halten. Dem Michelin-Vorschlag, die Geschwindigkeit in der für die Reifen problematischen Steilkurve durch den Einbau einer Schikane zu reduzieren, erteilte der Weltverband dagegen eine klare Absage. "Ich bin sicher, dass Sie verstehen, dass dies keine Möglichkeit ist", schrieb Whiting. Sein Rat an die sieben Michelin-Teams: Einfach langsamer fahren. Michelin beharrte allerdings auf diesem Vorschlag, so dass ein Startverzicht durchaus im Bereich des Möglichen lag.
Quelle
Michelin kann Sicherheit der Fahrer nicht garantieren
Die problematischen Michelin-Gummis
Als der nach einem rätselhaften Reifenschaden verunglückte Ralf Schumacher längst zurück in der Heimat war, eskalierte vor dem Start des GP der USA in Indianapolis der Streit um die Pneus von Michelin. "Wir können die Sicherheit der Fahrer nicht garantieren", erklärten heute Michelin-Motorsport-Direktor Pierre Dupasquier und Formel-1-Direktor Nick Shorrock in einem Schreiben an den Automobil-Weltverband Fia. Trotz ausgiebiger Tests und Analysen in der Nacht habe der französische Reifenhersteller den Fehler nicht gefunden, der am Freitag zu dem schweren Unfall des Toyota-Piloten in Indianapolis geführt hatte, hieß es.
Einsatz von Ersatzreifen nicht ausgeschlossen
Den sieben Michelin-Teams Renault, BAR-Honda, BMW-Williams, McLaren-Mercedes, Sauber-Petronas, Red Bull Racing und Toyota wurde beim Großen Preis der USA eine Goldene Brücke gebaut. Ein Einsatz der in der Nacht extra aus Europa eingeflogenen Ersatzreifen wurde von der Fia nicht ausgeschlossen. Obwohl in der Formel 1 seit dieser Saison nur noch ein Reifensatz für Qualifikation und Rennen pro Fahrer benutzt werden darf, ist eine Disqualifikation nach Ansicht von Renndirektor Charlie Whiting nicht zu erwarten. Allerdings solle es eine Strafe geben, "die hoch genug ist, damit kein Team in Zukunft in Versuchung kommt, einen Reifen nur für das Qualifying einzusetzen." Das letzte Worte hätten die Rennkommissare, meinte Whiting.
Keine neue Schikane vor Start und Ziel
Für den Grand Prix bot die Fia außerdem an, den problematischen linken Hinterreifen nach jeweils zehn Runden zu wechseln. So lange soll der Pneu laut Michelin halten. Dem Michelin-Vorschlag, die Geschwindigkeit in der für die Reifen problematischen Steilkurve durch den Einbau einer Schikane zu reduzieren, erteilte der Weltverband dagegen eine klare Absage. "Ich bin sicher, dass Sie verstehen, dass dies keine Möglichkeit ist", schrieb Whiting. Sein Rat an die sieben Michelin-Teams: Einfach langsamer fahren. Michelin beharrte allerdings auf diesem Vorschlag, so dass ein Startverzicht durchaus im Bereich des Möglichen lag.
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