Roland
Mit 60 km/h durch Autoscheibe geknallt
Von JOACHIM LOGISCH und FRED DREHER
Ein Kameramann filmt das Schock-Dokument: Durch die Heckscheibe dieses Audis ist Ullrich gestürzt. Und das alles ausgerechnet am 2. Geburtstag von Töchterchen Sarah Maria
Oh Gott, Jan! Wie groß muß Dein Schutzengel sein?
Einen Tag vorm Tour-Start ist Jan Ullrich (31) spektakulär gestürzt. Unser Rad-Star flog bei Tempo 60 kopfüber durch die Heckscheibe eines Autos. Und das ohne Helm...
Ullrich zog sich einen fünf Zentimeter langen Schnitt nur Millimeter von der Halsschlagader entfernt zu. Sein persönlicher Berater Rudy Pevenage: „Wenn der tiefer gewesen wäre, hätte Jan nicht fahren können.“
Was ist da passiert?
Gestern, 15.31 Uhr. Ullrich trainiert für das Zeitfahren, mit dem die Tour heute eröffnet wird.
Vor ihm fährt der Mannschaftswagen von T-Mobile. Am Steuer Mario Kummer, der sportliche Leiter. Im Windschatten des Autos kriegt Ullrich besonders viel Tempo.
Einen Kilometer vorm Startort Fromentine passiert’s: Vor der Einfahrt in einen Kreisverkehr macht ein Laster eine Vollbremsung.
Kummer: „Da konnte ich nicht mehr ausweichen. Ich mußte scharf bremsen.“ Auch für ein Handzeichen, das den Radfahrer normalerweise warnt, bleibt keine Zeit.
Ullrich fährt mit Tempo 60 auf den Audi A 6 Kombi auf. Mit dem Kopf zuerst schießt er – ohne Helm – durch die Heckscheibe und landet im Fond des Wagens auf der Ladefläche.

Physiotherapeutin Birgit Krohme (31) entdeckt Blut am Hals, übernimmt die Erstversorgung am Unfallort. Dann wird Ullrich zur Untersuchung ins Hotel gefahren.
Wie durch ein Wunder hatte er laut Mannschaftsarzt Lothar Heinrich „nur leichte Schnittverletzungen am Hals. Die Wunden mußten nicht genäht werden. Es hätte alles viel schlimmer ausgehen können, eine Verletzung der Halsschlagader wäre durchaus möglich gewesen.“
Wie steckt Jan das alles weg? Kostet der Schock ihn den Tour-Sieg? Ullrich sagt zwar: „Mir geht es gut. Ich hatte Riesen-Glück.“ Wie gut er den Unfall-Schock wirklich überwunden hat, wird sich aber erst heute zeigen.
Quelle
Von JOACHIM LOGISCH und FRED DREHER
Ein Kameramann filmt das Schock-Dokument: Durch die Heckscheibe dieses Audis ist Ullrich gestürzt. Und das alles ausgerechnet am 2. Geburtstag von Töchterchen Sarah Maria
Oh Gott, Jan! Wie groß muß Dein Schutzengel sein?
Einen Tag vorm Tour-Start ist Jan Ullrich (31) spektakulär gestürzt. Unser Rad-Star flog bei Tempo 60 kopfüber durch die Heckscheibe eines Autos. Und das ohne Helm...
Ullrich zog sich einen fünf Zentimeter langen Schnitt nur Millimeter von der Halsschlagader entfernt zu. Sein persönlicher Berater Rudy Pevenage: „Wenn der tiefer gewesen wäre, hätte Jan nicht fahren können.“
Was ist da passiert?
Gestern, 15.31 Uhr. Ullrich trainiert für das Zeitfahren, mit dem die Tour heute eröffnet wird.
Vor ihm fährt der Mannschaftswagen von T-Mobile. Am Steuer Mario Kummer, der sportliche Leiter. Im Windschatten des Autos kriegt Ullrich besonders viel Tempo.
Einen Kilometer vorm Startort Fromentine passiert’s: Vor der Einfahrt in einen Kreisverkehr macht ein Laster eine Vollbremsung.
Kummer: „Da konnte ich nicht mehr ausweichen. Ich mußte scharf bremsen.“ Auch für ein Handzeichen, das den Radfahrer normalerweise warnt, bleibt keine Zeit.
Ullrich fährt mit Tempo 60 auf den Audi A 6 Kombi auf. Mit dem Kopf zuerst schießt er – ohne Helm – durch die Heckscheibe und landet im Fond des Wagens auf der Ladefläche.

Physiotherapeutin Birgit Krohme (31) entdeckt Blut am Hals, übernimmt die Erstversorgung am Unfallort. Dann wird Ullrich zur Untersuchung ins Hotel gefahren.
Wie durch ein Wunder hatte er laut Mannschaftsarzt Lothar Heinrich „nur leichte Schnittverletzungen am Hals. Die Wunden mußten nicht genäht werden. Es hätte alles viel schlimmer ausgehen können, eine Verletzung der Halsschlagader wäre durchaus möglich gewesen.“
Wie steckt Jan das alles weg? Kostet der Schock ihn den Tour-Sieg? Ullrich sagt zwar: „Mir geht es gut. Ich hatte Riesen-Glück.“ Wie gut er den Unfall-Schock wirklich überwunden hat, wird sich aber erst heute zeigen.
Quelle