Vollständige Version anzeigen: Schritt für Schritt zu gutem DVB-T Empfang

Alex
NDR Experten-Tipps für einen störungsfreien DVB-T Empfang auf Basis einer repräsentativen NDR Händlerbefragung in Norddeutschland

Rund 70 Prozent der Rundfunk- und Fernsehhändler in den norddeutschen DVB-T Startregionen Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg haben von ihren Kunden eine positive Rückmel-dung zu DVB-T bekommen:

Die Zuschauer sind überwiegend mit dem digitalen Antennenfernsehen zufrieden – so das Ergebnis einer Befragung des NDR unter 300 Händlern in Niedersachsen, Schles-wig-Holstein und Hamburg. Ein geringer Teil der Zuschauer, so zeigt die Befragung weiter, hatte jedoch Empfangsprobleme unterschiedlicher Art. Dazu zählen gelegentliche Klötzchenbildung, kein Empfang mit der Zimmerantenne sowie lokale und zeitliche Unberechenbarkeit des Empfangs. All diese Unregelmäßigkeiten können beim digitalen Antennenfernsehen auftreten – lassen sich aber in der Regel mit der richtigen technischen Ausstattung und einer ausgewählten Positionierung der Antenne beheben.

Experte Dr. Uwe Ladebusch, Projektleiter DVB-T beim NDR, hat deshalb mit sei-nem Team einige Tipps zur Optimierung der Empfangsqualität zusammengestellt.

Die Wahl der richtigen Antenne

Um störungsfrei DVB-T empfangen zu können, benötigen Sie zu allererst eine Antenne, die auf Ihre persönliche Empfangssituation abgestimmt ist, sowie ein DVB-T Empfangsgerät, das an den Fernse-her angeschlossen und in Betrieb genommen wurde. Für die Antenne gilt grundsätzlich: Je stärker das Empfangssignal, desto kleiner der Antennenaufwand. Das heißt: Die Wahl der richtigen Antenne – von Stab- bis Dachantenne – richtet sich nach dem Abstand des individuellen Wohnortes zum Sender und dessen Sendeleistung. Darüber hinaus beeinflussen Topographie, Bebauung und Be-wuchs in der Empfangsumgebung sowie Höhe der Sende- und Empfangsantenne die Stärke des Empfangssignals. Im Erdgeschoss eines Hochhauses ist zum Beispiel der Empfang mit einer Zim-merantenne in der Regel schlechter als in höher gelegenen Wohnungen desselben Hauses. Daher ist es wichtig, die entsprechende Antenne für die individuelle Wohnsituation zu wählen. Wer nahe am Sender wohnt und durch nichts abgeschattet ist, kommt häufig mit einer passiven Stabantenne aus. Bewegt man sich weiter vom Sender weg oder gibt es noch andere störende Einflüsse, kommt eine aktive Zimmerantenne, also eine Antenne mit Verstärkung, mit Speisung durch das DVB-T Emp-fangsgerät oder die aktive Zimmerantenne mit Schirm, Teleskopstäben und Netzspeisung in Frage. Bei aktiven Zimmerantennen wird außerdem zwischen aktiven Antennen mit nicht regelbarem und mit regelbarem Verstärker unterschieden. Hier empfiehlt sich: Die Verstärkung sollte möglichst regelbar sein, so dass sie zum einen auf das benötigte Maß erhöht und zum anderen Übersteuerun-gen vermieden werden können. Für den stationären Empfang gibt es Außenantennen, im Randge-biet eignet sich am besten die Dachantenne. Um die richtige Antenne für Ihren Wohnort zu wählen, fragen Sie zum einen Ihren Rundfunkfachhändler oder Antenneninstallateur nach seinen Erfahrungen. Sie können sich auch im Internet unter www.dvb-t-nord.de/empfangsgebiete informieren oder die technische Hotline des NDR unter 01805/11 77 99 anrufen.

Portabler DVB-T Empfang mit einer Zimmerantenne

Zimmerantennen sollten grundsätzlich VHF- und UHF-tauglich sein. Wenn Sie eine aktive Zim-merantenne ohne eigenes Netzteil einsetzen, muss die vom DVB-T Empfangsgerät gelieferte 5 Volt-Speisung aktiviert sein. Von großer Bedeutung für die Empfangsqualität ist bei der Nut-zung einer Zimmerantenne die Positionierung der Antenne im Raum. Häufig ist der Empfang in Fensternähe am besten. Probieren Sie also nach Inbetriebnahme des DVB-T Empfangsgerätes aus, in welcher Antennenposition der Empfang optimal ist. Nutzen Sie dazu – nach erfolgtem Sendersuchlauf – die Pegel- und Qualitätsanzeige des DVB-T Empfängers (siehe Bedienungsan-leitung des Geräteherstellers). Variieren Sie die Position und die Ausrichtung der Zimmeranten-ne so, dass der Pegel maximal wird – und zwar für alle Empfangskanäle. Dabei reicht es aus, wenn sie jeweils ein Programm je Multiplex testen, also zum Beispiel Das Erste, ZDF, NDR Fern-sehen, RTL und Pro 7. Beachten Sie auch, dass zum Beispiel bedampfte Scheiben, Stahlbeton und andere Abschirmungen die Empfangssituation verschlechtern. Ebenso können elektrische Geräte im Haus Störquellen darstellen, wie beispielsweise PCs, Leuchtstoffröhren und ange-schaltete Mobiltelefone. Auch eine Stabantenne kann unter Umständen in waagerechter Positi-onierung die Empfangsqualität verbessern. Probieren Sie also wirklich sämtliche Möglichkeiten durch. Sollten Sie dennoch keine geeignete Position für die Antenne finden, in der die Qualität auf allen Kanälen nahezu optimal ist, benötigen Sie an Ihrem Wohnort eine andere, empfindli-chere Antenne. Für den portablen DVB-T Empfang im Freien sind in der Regel die gleichen Merkmale zu beachten wie bei der Nutzung in geschlossenen Räumen.

Stationärer DVB-T Empfang mit Außenantenne

Die Außenantenne sollte möglichst auf der Seite des Gebäudes montiert werden, die dem Sen-der zugewandt ist. Nur in Einzelfällen kommt es vor, dass aufgrund von Reflexionen an anderen Gebäuden auf der dem Sender abgewandten Seite bessere Signale zu empfangen sind. Die Zuleitungskabel zwischen Antenne und Empfänger sollten doppelt abgeschirmt sein. Abgeknick-te oder gequetschte Kabel verschlechtern das Signal. Überprüfen Sie vor der Montage, ob die geplante Platzierung der Antenne geeignet ist. Mit Hilfe eines provisorischen Kabels zum Emp-fänger kann an diesem – nach erfolgtem Sendersuchlauf – wie bei der Positionierung der Zim-merantenne Pegel und Qualität des Signals abgelesen werden (siehe Bedienungsanleitung des Geräteherstellers). Sollte der Empfang nicht zufrieden stellend sein, empfiehlt es sich, eine Dachantenne einzusetzen.

Stationärer DVB-T Empfang mit Dachantenne

Eine Richtantenne unter oder auf dem Dach wird auf den jeweiligen DVB-T-Senderstandort aus-gerichtet. Bei der Montage ist es wichtig, die Polarisation des DVB-T Senders (vertikal bzw. hori-zontal) zu berücksichtigen. Die Antenne sollte möglichst auf der Seite des Gebäudes montiert werden, die dem Sender zugewandt ist. Nur in Einzelfällen kommt es vor, dass aufgrund von Reflexionen auf der dem Sender abgewandten Seite bessere Signale zu empfangen sind. Im Zweifelsfall holen Sie sich Rat von Ihrem Rundfunkfachhändler, der Messungen vor Ort vorneh-men kann. Bestehende Antennenverstärker werden beim DVB-T-Empfang in der Regel nicht mehr benötigt und sollten ausgebaut werden. Antennenverstärker werden allenfalls dann benö-tigt, wenn das Antennensignal in Form einer Hausverteilanlage an mehr als zwei Empfänger verteilt werden soll. Die Zuleitungskabel zwischen Antenne und Empfänger sollten doppelt ab-geschirmt sein. Abgeknickte oder gequetschte Kabel verschlechtern das Signal. Die Antennen-steckdosen müssen ebenfalls auf den oben genannten Frequenzbereich ausgelegt sein. Die letzte Antennensteckdose einer Stichleitung muss über einen Endwiderstand verfügen. Optimieren Sie nach der Inbetriebnahme des DVB-T-Empfängers die Ausrichtung der Dachan-tenne. Nutzen Sie dazu – nach erfolgtem Sendersuchlauf - die Pegel- und Qualitätsanzeige des Empfängers (siehe Bedienungsanleitung des Geräteherstellers). Variieren Sie die Ausrichtung der Antenne so, dass der Pegel maximal wird. Überprüfen Sie anschließend, ob diese Positionie-rung auch für die anderen Empfangskanäle ideal ist. Dabei ist es ausreichend, ein Programm je Multiplex zu testen. Sollte die Qualität nach der Optimierung der Antennenposition nicht auf alle Kanälen bei nahezu 100% liegen, so können Sie probieren, die Antenne auf einen alternativen Senderstandort auszurichten, Reflexionen von Gebäuden oder Gebirgszügen zu nutzen, die Höhe und Position der Dachantenne zu variieren oder eine Antenne mit einem größeren Gewinn zu verwenden. Bleiben auch diese Maßnahmen ohne Erfolg, sollten Sie an Ihrem Wohnort einen anderen Übertragungsweg wählen.

Stabiles DVB-T Signal

Das DVB-T-Sendesignal ist nach der Inbetriebnahme in aller Regel stabil. Nur sehr selten – überwie-gend nachts – werden Wartungsarbeiten an den Antennenanlagen durchgeführt, die zu vorüberge-henden Abschaltungen führen. Darüber wird die Öffentlichkeit jedoch selbstverständlich informiert.

ots: NDR Pressestelle
Alex
Wege zu gutem DVB-T Empfang

Ein störungsfreier DVB-T-Empfang erfordert, dass Sie ein DVB-T Empfangsgerät an Ihr Fernsehgerät angeschlossen und eine Ihrer persönlichen Empfangssituation entsprechende Antenne gewählt und aufgestellt bzw. installiert haben.
Hierzu möchten wir Ihnen einige Tipps an die Hand geben.

Schritt 1: Informieren Sie sich über die an Ihrem Wohnort benötigte Empfangsanlage

Fragen Sie Ihren Rundfunkfachhändler oder Antenneninstallateur nach seinen Erfahrungen
Informieren Sie sich hier im Internet unter www.dvb-t-nord.de/empfangsgebiete
oder Rufen Sie die technische Hotline des NDR an (01805 11 77 99)

Grundsätzlich gilt: Je stärker das Empfangssignal, desto kleiner der Antennenaufwand.

Die Wahl der Antenne richtet sich folglich nach dem Abstand zum Sender und dessen Sendeleistung. Erheblichen Einfluss auf die Stärke des Empfangssignals haben aber auch Topografie, Bebauung und Bewuchs in der Empfangsumgebung sowie die Höhe der Sende- und Empfangsantenne. Im Erdgeschoss eines Hochhauses wird der Empfang per Zimmerantenne beispielsweise in der Regel schlechter sein als in einer der darüber liegenden Wohnungen.

Schritt 2: Schließen Sie das DVB-T-Empfangsgerät an Ihren Fernseher an.

DVB-T-Empfangsgeräte sind im Elektrofachhandel und allen größeren Kaufhäusern erhältlich. Dort bekommen Sie auch nähere Informationen zu den einzelnen Geräten und ihrer Ausstattung. Das DVB-T-Empfangsgerät wird einfach zwischen Fernsehgerät und Antenne angeschlossen – über die SCART-Buchse oder den Antenneneingang des Fernsehgerätes (nur bei Set-Top-Boxen mit einem Hochfrequenz-Tuner). Nach dem Anschluss programmieren Sie die TV-Programme über Fernbedienung Ihrer Set-Top-Box – ganz genau so wie auch bei analog terrestrischem Empfang, Kabel oder Satellit über den Programmsuchlauf.

Schritt 3: Kauf einer DVB-T-Empfangsantenne

Entsprechend der Informationen aus Schritt 1 wählen Sie die benötigte Antenne aus:

a) Passive Zimmerantenne (Stabform)

b) Aktive Zimmerantenne (mit 5V-Speisung durch Set-Top-Box)

c) Aktive Zimmerantenne (mit Schirm, Teleskopstäben und Netzspeisung)

d) Outdoor-Antenne

e) Dachantenne (Unterdachmontage)

f) Dachantenne (Außenmontage)

Vereinbaren/nutzen Sie ein/das Rückgaberecht, wenn Sie eine Zimmerantenne wählen. Denn sollten Sie mit Ihrer neu erworbenen Antenne die Erfahrung machen, dass die Empfangssituation wider Erwarten unbefriedigend ist, so können Sie diese gegen eine besser geeignete Antenne tauschen.
Achten Sie darauf, dass die Antennen sowohl VHF- als auch UHF-tauglich sind. Beim Kauf einer Dachantenne empfiehlt sich diesbezüglich eine sogenannte LogPer-Antenne.

Bei Wahl einer Zimmerantenne mit integriertem Verstärker und Netzspeisung (aktive Antenne) sollte die Verstärkung möglichst einstellbar sein. So kann die Verstärkung zum einen auf das benötigte Maß erhöht und zum anderen Übersteuerungen (ein für den DVB-T-Empfänger zu starkes Signal) vermieden werden.

Ist der Empfang mit einer passiven Stabantenne aufgrund der Empfangssituation nicht möglich, so hilft auch eine stabförmige Variante mit integriertem Verstärker meistens nicht, da das Rauschen ebenfalls verstärkt wird. Das Ausweichen auf eine andere Bauform ist die bessere Wahl.

Schritt 4 (bei Zimmerantennen):
Aufstellung und Inbetriebnahme


Bei der Nutzung von Zimmerantennen ist die Positionierung der Antenne im Raum von erheblicher Bedeutung für die Empfangsqualität (vgl. Mobilfunk). Optimieren Sie daher nach der Inbetriebnahme des DVB-T-Empfängers den Aufstellungsort der Antenne. Nutzen Sie dazu – nach erfolgtem Sendersuchlauf - die Pegel- und Qualitätsanzeige des Empfängers (siehe Bedienungsanleitung des Geräteherstellers). Variieren Sie die Position und die Ausrichtung der Zimmerantenne so, dass der Pegel maximal wird. Überprüfen Sie anschließend, ob diese Positionierung auch für die anderen Empfangskanäle ideal ist. Dabei ist es ausreichend, ein Programm je Multiplex abzutesten, also z.B. Das Erste, ZDF, NDR Fernsehen, RTL und Pro7. Sollte die Qualität nach der Optimierung des Aufstellungsortes nicht auf allen Kanälen bei nahezu 100% liegen, so empfiehlt sich die Wahl einer qualitativ besseren Antenne (siehe oben). Eventuell kann man allenfalls noch versuchen, das Antennenkabel der Zimmerantenne zu verlängern, um so weitere Möglichkeiten bei der Positionierung der Antenne zu erhalten.

Bedenken Sie:
Bei Verwendung aktiver Zimmerantennen muss die vom DVB-T-Empfänger gelieferte 5V-Speisespannung aktiviert sein (siehe Bedienungsanleitung des Geräteherstellers).
Bedampfte Scheiben, Stahlbeton und metallische Abschirmungen anderer Art verschlechtern die Empfangssituation.
Elektrische Geräte im Haus, insbesondere solche, die über sogenannte Schaltnetzteile verfügen, können Störquellen darstellen. Dies gilt beispielsweise auch für PCs, Leuchtstoffröhren und in Betrieb befindliche Mobilfunktelefone.
In Fensternähe ist häufig die Empfangssituation besser als anderswo im Raum.
Auch bei Zimmerantennen ist die Polarisation des Sendesignals zu berücksichtigen, d.h. Stabantennen sind ggf. auch waagerecht zu platzieren.

Schritt 4 (bei Außenantennen):
Installation


Kleine wetterfeste Außenantennen können beispielsweise auf dem Balkon, vor dem Fenster an der Außenwand, am Giebel oder auf der Garage angebracht werden. Die Antenne sollte möglichst auf der Seite des Gebäudes montiert werden, die dem Sender zugewandt ist. Nur in Einzelfällen kommt es vor, dass aufgrund von Reflexionen an anderen Gebäuden auf der dem Sender abgewandten Seite bessere Signale zu empfangen sind.
Aktive Antennen benötigen eine Versorgungsspannung. Diese kann entweder vom DVBT-Empfänger selbst oder – insbesondere bei mehreren angeschlossenen Geräten – von einem separaten Netzteil kommen. Bei einer Speisung durch das Endgerät ist darauf zu achten, dass die Speisespannung aktiviert wurde (siehe Bedienungsanleitung des Geräteherstellers).

Die Zuleitungskabel (zwischen Antenne und Empfänger) sollten doppelt abgeschirmt sein.

Bei der Verlegung der Kabel sind Biegeradien unbedingt einzuhalten. Abgeknickte oder gequetschte Kabel verschlechtern das Signal.
Zur Durchführung im Fensterbereich kommen auch spezielle Flachbandkabel in Frage, die zwischen Rahmen und Fensterflügel geführt werden können. Wanddurchbohrungen können so vermieden werden.
Überprüfen Sie vor der Montage, ob die vorgesehene Platzierung der Antenne geeignet ist. Mit Hilfe eines provisorischen Kabels zum Empfänger kann an diesem – nach erfolgtem Sendersuchlauf – Pegel und Qualität des Signals abgelesen werden (siehe Bedienungsanleitung des Geräteherstellers). Überprüfen Sie, ob die Qualität bei allen Empfangskanälen bei nahezu 100% liegt. Dabei ist es ausreichend, ein Programm je Multiplex abzutesten, also z.B. Das Erste, ZDF, NDR Fernsehen, RTL und Pro7. Sollte dies nicht gegeben sein, so ist eine günstigere Empfangsstelle zu suchen oder auf eine Dachantenne auszuweichen.

Schritt 4 (bei Dachantennen):
Installation


Eine Richtantenne (unter oder auf dem Dach) muss auf den jeweiligen DVB-T-Senderstandort ausgerichtet werden.
Bei der Montage der Antenne muss die Polarisation des DVB-T-Senders (vertikal bzw. horizontal) berücksichtigt werden.
Die Antenne sollte möglichst auf der Seite des Gebäudes montiert werden, die dem Sender zugewandt ist. Nur in Einzelfällen kommt es vor, dass aufgrund von Reflexionen auf der dem Sender abgewandten Seite bessere Signale zu empfangen sind. Im Zweifelsfall holen Sie sich Rat von Ihrem Rundfunkfachhändler, der Messungen vor Ort vornehmen kann.
In manchen Gebieten wird – z.B. aufgrund von Regionalisierungsanforderungen – das DVB-T-Sendesignal von unterschiedlichen Standorten abgestrahlt. In diesem Fall sind mehrere, entsprechend ausgerichtete Dachantenne über eine Weiche zusammenzuschalten.

Bestehende Antennenverstärker werden beim DVB-T-Empfang in der Regel nicht mehr benötigt und sollten ausgebaut werden. Antennenverstärker werden allenfalls dann benötigt, wenn das Antennensignal in Form einer Hausverteilanlage an mehr als zwei Empfänger verteilt werden soll. Um Übersteuerungen zu vermeiden, sollte die Verstärkung dabei so eingestellt sein, dass nur die Dämpfung durch die nachfolgende Verteilung des Signals ausgeglichen wird. Zudem ist darauf zu achten, dass der Verstärker breitbandig ist, d.h. für sämtliche Signale im VHF-Bereich (174 bis 230 MHz) und im UHF-Bereich (470 bis 862 MHz) durchlässig ist.
Die Zuleitungskabel (zwischen Antenne und Empfänger) sollten doppelt abgeschirmt sein.

Bei der Verlegung der Kabel sind Biegeradien unbedingt einzuhalten. Abgeknickte oder gequetschte Kabel verschlechtern das Signal.
Die Antennensteckdosen müssen ebenfalls auf den oben genannten Frequenzbereich ausgelegt sein. Die letzte Antennensteckdose einer Stichleitung muss über einen Endwiderstand verfügen.
Optimieren Sie nach der Inbetriebnahme des DVB-T-Empfängers die Ausrichtung der Dachantenne. Nutzen Sie dazu – nach erfolgtem Sendersuchlauf - die Pegel- und Qualitätsanzeige des Empfängers (siehe Bedienungsanleitung des Geräteherstellers). Variieren Sie die Ausrichtung der Antenne so, dass der Pegel maximal wird. Überprüfen Sie anschließend, ob diese Positionierung auch für die anderen Empfangskanäle ideal ist. Dabei ist es ausreichend, ein Programm je Multiplex zu testen, also z.B. Das Erste, ZDF, NDR Fernsehen, RTL und Pro7. Sollte die Qualität nach der Optimierung des Aufstellungsortes nicht auf allen Kanälen bei nahezu 100% liegen, so können Sie probieren, die Antenne auf einen alternativen Senderstandort auszurichten, Reflexionen von Gebäuden oder Gebirgszügen zu nutzen, die Höhe und Position der Dachantenne zu variieren oder eine Antenne mit einem größeren Gewinn zu verwenden. Bleiben auch diese Maßnahmen ohne Erfolg, so ist ein dauerhaft störungsfreier DVB-T-Empfang nicht gewährleistet und das betreffende Gebiet gilt als unversorgt. Im Zuge des weiteren DVB-T-Ausbaus können sich die Verhältnisse indes ändern.

Ergänzender Hinweis

Das DVB-T-Sendesignal ist nach der Inbetriebnahme in aller Regel stabil. Nur sehr selten werden – überwiegend nachts – Wartungsarbeiten an den Antennenanlagen durchgeführt, die zu vorübergehenden Abschaltungen führen.

Aufgrund wechselnder Wetterbedingungen und den daraus resultierenden Veränderungen bei der Signalausbreitung kann es allerdings am Empfangsort zu Schwankungen im Signalpegel kommen. Planen Sie daher bezüglich des Signalpegels ein wenig Reserve ein, damit nicht eines Abends der Empfang einzelner oder mehrerer Programme ausbleibt. Anders als beim analogen Empfang nämlich, bei dem sich die atmosphärischen Veränderungen bei der Signalausbreitung in zunehmendem Rauschen oder stärkeren Geisterbildern ausdrückten, ist der DVB-T-Empfang sogar bei schwachen Signalen noch perfekt, bricht aber bei nur geringer Unterschreitung des notwendigen Pegels gänzlich zusammen. In der Folge bleibt der Bildschirm schwarz. Der sehr schmale Bereich zwischen diesen Zuständen ist durch Klötzchenbildung, Tonausfälle oder Standbilder gekennzeichnet. Sollten Sie hiervon betroffen sein, so ist dieses ein klares Zeichen dafür, dass Ihr Empfang im Grenzbereich liegt. Die Gefahr von Ausfällen ist also groß. Demzufolge empfiehlt sich entsprechend der obigen Tipps eine Optimierung der Antennensituation.

ots. DVB-T-Nord