Alex
In Hollywood mehren sich Anzeichen für ein Überdenken der traditionellen Verwertungskette der Filmindustrie. Das Internet hat den Zyklus, der mit dem Kinostart beginnt und im Free-TV endet, gehörig durcheinander gebracht. Wie die New York Times (NYT) berichtet, setzt das Unternehmen ClickStar auf den Film-Download bereits beim Kinostart. Prominenter Gesellschafter des Startups ist der Schauspieler Morgan Freeman, technologisch stärkt der Chipriese Intel dem Unternehmen den Rücken. Ob ClickStar seine ambitionierten Pläne tatsächlich in die Tat umsetzen wird können, hängt von einem Umdenken bei den Hollywood-Studios ab.
"DVD-Titel sind in China und Russland erhältlich, wenn sie hier noch nicht einmal für den Handel veröffentlicht wurden", sagte Freeman der NYT. Der Verwertungszyklus und die herkömmlichen Vertriebsfenster seien daher heute bedeutungslos geworden. ClickStar hofft die Studios mit sicherer Technologie von Intel davon überzeugen zu können, Filme bereits beim Kinostart im Internet anzubieten. Das Startup, das seine Geschäfte erst im kommenden Jahr aufnehmen will, kann auf eine mehr als sechsjährige Kooperation von Revelations Entertainment http://www.revelationsent.com, der Produktionsfirma von Freeman, und Intel zurückgreifen. Das Konzept von ClickStar sieht ein Filmportal vor, auf dem neben den Filmen auch eigenes Programm und zusätzliche Services vorgesehen sind: beispielsweise Filmpräsentationen von Stars beim Kinostart, Interviews und dergleichen.
Traditionellerweise startet ein Film im Kino (Kartenverkauf und Merchandising), einige Zeit später folgen die Home-Video-Veröffentlichungen (Verleih, DVD, Videokassetten), dann die Video-on-demand-Verwertung und Pay-TV-Rechte und schließlich die Free-TV-Rechte. Schon in den vergangenen Jahren sind diese Vertriebsfenster zeitlich immer näher zusammengerückt. Experimente mit frühen DVD-Veröffentlichungen und dergleichen gab es schon bisher, aber grundsätzlich hält Hollywood noch immer an dieser Verwertungskette fest. (Ende)
Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Erwin Schotzger
"DVD-Titel sind in China und Russland erhältlich, wenn sie hier noch nicht einmal für den Handel veröffentlicht wurden", sagte Freeman der NYT. Der Verwertungszyklus und die herkömmlichen Vertriebsfenster seien daher heute bedeutungslos geworden. ClickStar hofft die Studios mit sicherer Technologie von Intel davon überzeugen zu können, Filme bereits beim Kinostart im Internet anzubieten. Das Startup, das seine Geschäfte erst im kommenden Jahr aufnehmen will, kann auf eine mehr als sechsjährige Kooperation von Revelations Entertainment http://www.revelationsent.com, der Produktionsfirma von Freeman, und Intel zurückgreifen. Das Konzept von ClickStar sieht ein Filmportal vor, auf dem neben den Filmen auch eigenes Programm und zusätzliche Services vorgesehen sind: beispielsweise Filmpräsentationen von Stars beim Kinostart, Interviews und dergleichen.
Traditionellerweise startet ein Film im Kino (Kartenverkauf und Merchandising), einige Zeit später folgen die Home-Video-Veröffentlichungen (Verleih, DVD, Videokassetten), dann die Video-on-demand-Verwertung und Pay-TV-Rechte und schließlich die Free-TV-Rechte. Schon in den vergangenen Jahren sind diese Vertriebsfenster zeitlich immer näher zusammengerückt. Experimente mit frühen DVD-Veröffentlichungen und dergleichen gab es schon bisher, aber grundsätzlich hält Hollywood noch immer an dieser Verwertungskette fest. (Ende)
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Redakteur: Erwin Schotzger