Vollständige Version anzeigen: 50 Gigabyte auf eine Scheibe

Roland
Die neuen Super-Scheiben stehen in den Startlöchern, um der DVD endlich im Wohnzimmer und im PC den Rang abzulaufen.

Startschuss für die Super-Rekorder

Der Showdown hat begonnen: Zwei neue Super-Scheiben mit bis zu 50 Gigabyte Kapazität stehen in den Startlöchern, um die DVD zu beerben. Wer macht das Rennen – Blu-ray oder HD-DVD?

Showdown im DVD-Krieg: Blu-ray versus HD-DVD

Die DVD ist uns in einem Jahrzehnt richtig ans Herz gewachsen, doch schon bald könnte das lieb gewonnene Medium im Schrank verstauben. Zwei digitale Superscheiben wollen der Digital Versatile Disc nämlich an den Kragen. Sie sind leistungsfähiger als die DVD, und in ein paar Wochen soll in Europa die Hardware auf den Markt kommen.

Unendliche Datenmengen
Das hochauflösende Fernsehen HDTV verspricht brillante, messerscharfe Bilder. Herkömmliche VHS- und DVD-Rekorder müssen bei diesen Datenmengen allerdings passen. Erst neue Technologien wie Blu-ray und HD-DVD können Sendungen in HDTV-Qualität aufnehmen und hochauflösende Kinofilme beherbergen. Auf beide Disks passen wesentlich mehr Daten als auf eine DVD - und mehr Daten bedeutet: bessere Bild- und Tonqualität.

Es gibt zwei Speichertechnologien, die dafür in Frage kommen: die Blu-ray-Disc und die HD-DVD. Beide speichern 30 beziehungsweise 50 Gigabyte und verwenden blaues statt rotes (DVD) Laserlicht. Schon bald könnten sie die DVD als Wiedergabe- und Abspiel-Medium ersetzen – wenn der andauernde Format-Krieg ein Ende findet. Vorteil der HD-DVD: Sie ist einfacher herzustellen und benötigt im Gegensatz zur Blu-ray-Disc keine Schutzhülle. Außerdem können für ihre Herstellung die bestehenden Produktionsanlagen für DVDs genutzt werden.
Sowohl die Verfechter der HD-DVD als auch die Befürworter der Blu-ray-Disc halten an ihren Plänen fest, ihr Medium am Markt zu etablieren. Welche Scheibe das Rennen letztlich für sich entscheidet, steht noch in den Sternen. Sony unterstützt die Blu-ray-Disc und wird die Play Station 3 mit einem Blu-ray-Laufwerk ausliefern (im Frühjahr 2006 in Japan, im Herbst in Europa). Software-Riese Microsoft will dagegen gemeinsam mit Toshiba Laufwerke für HD-DVDs entwickeln. Eine Multinorm-Lösung wie bei DVD-Brennern ist technisch zu aufwändig. Das Nachsehen könnte wie immer der Verbraucher haben – schlimmstenfalls muss man sich auf eine jahrelange Auseinandersetzung wie Anfang der 80er Jahre zwischen VHS und Betamax einstellen.

DVD-Rekorder gehören noch nicht zum alten Eisen

Auf der IFA zeigen die Hersteller aber auch DVD-Rekorder mit eingebauter Harddisk. Dank sinkender Preise verkaufen sich die Geräte mit Festplatte gut und machen mittlerweile 40 Prozent des DVD-Rekorder-Marktes aus. "Im letzten Jahr haben wir erstmals mehr DVD-Rekorder als VHS-Rekorder verkauft. Wir werden dieses Jahr keine neuen VHS-Rekorder mehr auf den Markt bringen", so Michael Wagner, Produktmanager bei Panasonic. Hersteller wie Sony und Pioneer zeigen Rekorder, die auch Double-Layer-Rohlinge brennen können. Panasonic hat ein Gerät in petto, das auch im Longplay-Modus mit voller Zeilenauflösung arbeitet und bis zu 240 Minuten in sehr guter Qualität auf einen herkömmlichen Rohling brennen kann.

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