Vollständige Version anzeigen: Medion nutzt P2P-Technik für Filmvertrieb

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Auf der IFA hat Medion eine neue Downloadplattform vorgestellt, die auf der Grundlage von Peer-to-Peer-Tauschbörsen Filme und Musik im Internet gegen Bezahlung anbietet. Neu an dem Portal mit dem Namen "Medionbox" ist, dass sich Internetnutzer als Zwischenhändler an dem Vertriebsmodell beteiligen können und für jedes verkaufte Film- oder Musikfile eine Provision erhalten.

Das neue Vertriebsmodell von Medion, das gemeinsam mit den Partnern arvato mobile und dem Chiphersteller Intel entwickelt wurde, nutzt die Vorteile von P2P-Netzwerken: Dezentrale Verteilung von Daten über das Internet. Während die Betreiber von legalen Downloaddiensten für ihr Abrufangebot normalerweise riesige Serverfarmen bereitstellen müssen, um schnelle Downloadraten in hoher Qualität garantieren zu können, verzichtet Medion auf eine kostspielige Speicherinfrastruktur. Denn verteilt werden die Datenpakete von privaten Internetnutzern, die einen Teil ihrer Festplatte für Medion reservieren und über deren Rechner sich der Onlineeinkäufer legal und gegen Bezahlung Filme und Musik "zieht". Für seine Dienstleistung erhält der Internetnutzer eine Verkaufsprovision und wird mit einem Bonuspunktesystem belohnt.

Gegenüber Blickpunkt:Film zeigte sich eine Unternehmenssprecherin von Medion zuversichtlich, bis zum Start der Plattform alle Major-Filmstudios mit im Boot zu haben. Starten soll Medionbox Ende des Jahres. Integriert in "das erste massenfähige, lizenzierte Downloadportal für Filme und Musik in Deutschland" ist ein Digital-Rights-Management-System, das die Verwendung der Entertainmentdateien regelt. Geplant sei, dass die Musik- und Filmdateien auf CD und DVD gebrannt werden können. "Wir wollen mit unserem Angebot weit über dem von T-Online liegen", so die Medion-Sprecherin.

Don MacDonald, Vice President und General Manager der Digital Home Group, sagte auf der IFA in Berlin: "Die Verfügbarkeit hochwertiger Inhalte muss so überzeugend gestaltet werden, dass sie Piraterie unattraktiv werden lässt". Als Beispiel dafür führte MacDonald die Medionbox an.


Quelle: Blickpunkt:Film