Vollständige Version anzeigen: Aldi: Schickes Subnotebook in drei Farben

Roland
Aldi verkauft ab Mittwoch, 21. September, in den Nordfilialen ein zierliches Multimedia-Notebook. Das Medion MD 96400 ist in in drei Farbvarianten erhältlich, bietet einen 12-Zoll-Bildschirm im Breitformat und kostet samt TV/Radio-Steckmodul 999 Euro. Die Optik und die technischen Daten verraten es als engen Verwandten des seit einem halben Jahr erhältlichen MSI Megabook S270.



Aldi-Notebook für 999 Euro

Leicht und schnell
Das gut zwei Kilo leichte Medion-Gerät zählt zu den Subnotebooks. Das heißt, es ist ein vollwertiges Notebook, aber etwas kleiner und leichter als typische Desktop-Geräte. Herz des Rechners ist ein mit 1,6 Gigahertz getakteter Turion MT-30. Der Turion-Prozessor ist AMDs Antwort auf den erfolgreichen Intel Pentium M. Er ist zwar ein halbes Jahr nach seiner Vorstellung immer noch ein Exot, arbeitet jedoch flott und kann einem gleich getakteten Pentium M durchaus das Wasser reichen. Aktuelle 3D-Spiele laufen aber auf dem Medion-Rechner nicht flüssig, denn dem Notebook fehlt ein entsprechend starker Grafikchip. Dafür gefällt die übrige Ausstattung: 512 MB Arbeitsspeicher, 60-Gigabyte-Festplatte, WLAN, DVD-Brenner, Multikartenleser und Firewire-Buchse für den Anschluss von digitalen Camcordern.

Gute Noten für den Verwandten
Das etwas teurere Megabook S270 von MSI basiert auf dem gleichen Gerüst wie das Medion-Notebook. Es hat in diversen Tests bislang einen guten Eindruck hinterlassen. So lobt die Computer-Zeitschrift c't den sehr niedrigen Geräuschpegel, die angenehme, wenn auch an den Rändern verkleinerte Tastatur, und das stabile Gehäuse. Zudem gilt das S270 mit bis zu 3,5 Stunden Akkulaufzeit als für Subnotebook-Verhältnisse ausdauernd. Vermutlich verwendet Medion den gleichen Akku wie MSI. Bei Festplatte und DVD-Brenner setzt der Discounter aber auf ein jeweils anderes Modell. Kritik erntet das S270 für sein zwar helles, aber spiegelndes Display, den schlechten WLAN-Empfang und die fehlende Anschluss-Möglichkeit an einen Fernseher.

Clevere Alternativen
Subnotebooks wie das Aldi-Gerät sind leicht und handlich, doch im Vergleich zu "ausgewachsenen" 15-Zöllern muss man dafür einen kleineren Bildschirm mit schwerer lesbaren Schriftzeichen, meist schmalere Tasten und eine eher durchschnittliche Akkulaufzeit in Kauf nehmen. Immer noch ein Geheimtipp sind 14-Zoll-Notebooks. Sie stellen einen guten Kompromiss aus Gewicht und Leistungsfähigkeit dar. Welche Geräte besonders empfehlenswert sind, zeigt der Vergleichstest des Magazins PC Professionell.

Fazit
Wer ein kleines, leichtes und flüsterleises Notebook für unterwegs sucht, liegt mit dem Medion MD 96400 höchstwahrscheinlich goldrichtig. Das spiegelnde Display ist allerdings nicht jedermanns Sache. Soll das Gerät dagegen seinen festen Platz auf dem Schreibtisch finden, für längere Texteingaben, Spiele oder Videoschnitt taugen, eignen sich größere Notebooks mit 14-, 15- oder gar 17-Zoll-Bildschirm besser.

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