Vollständige Version anzeigen: Tauschbörse "eDonkey" gibt auf

Roland
Dramatische Auflösungs-Erscheinungen bei den Tauschbörsen: Nach "Kazaa" muss jetzt die wohl bekannteste Filmbörse "eDonkey" kapitulieren.

Aus für Tauschbörse "eDonkey"

Die Ära der illegalen Tauschbörsen neigt sich rasant dem Ende. Wenige Wochen nach "Kazaa" muss ein weiteres Schwergewicht der Tauschbörsen-Branche kapitulieren. Wie das Nachrichtenmagazin heise online meldet, hat der Entwickler der Tauschbörse "eDonkey" die Zusammenarbeit mit der Unterhaltungsindustrie angekündigt. eDonkey war vor allem bei Filmfans sehr beliebt.

In Zukunft nur noch kommerziell
Chef-Entwickler Sam Yagan akzeptiert damit die Unterlassungsaufforderung des Verbandes der US-Musikindustrie RIAA. Man wolle daran arbeiten, eDonkey in ein legales, kommerzielles System umzubauen. Der Verband hatte vor zwei Wochen sieben Briefe an die wichtigsten Tauschbörsen gesendet. Enthalten war die Aufforderung zum Unterbinden illegaler Tauschaktionen. Empfänger waren neben eDonkey auch die Börsen Bearshare, Limewire und WinMX.

Auch Grokster und WinMX am Ende
Nach mehreren höchstrichterlichen Urteilen der australischen und amerikanischen Justiz zeigt die ehemals blühende Tauschbörsen-Szene deutliche Auflösungserscheinung. Vergangene Woche hatte eDonkey bereits sein New Yorker Büro aufgelöst. Der Dienst Grokster steht vor der Übernahme durch den legalen Musik-Anbieter Mashboxx. Dieser hat Anfang September einen neuen Geschäftsführer ernannt, der zuvor für Universal Studios, Pressplay und Roxio (Napster) legale Online-Musikservices aufbaute. Einen Schritt weiter ist offenbar der Filesharing-Dienst WinMX. Seit einer Woche führen Anfragen ins Leere, das Netz ist wohl endgültig abgeschaltet

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