Roland
Intel will die indische Landbevölkerung mit billigen Rechnern versorgen. Weniger als 180 Euro sollen die Geräte kosten und schon im Dezember auf den Markt kommen. Am Massachusetts Institutes of Technology (MIT) plant man derweil einen 100-Dollar-Laptop mit Linux für die Kinder dieser Welt.
PC-Power aus der Autobatterie
Der stellvertretende Intel-Chef Patrick Gelsinger sagte, der von dem Chiphersteller geplante Computer werde neben den üblichen Anwendungen auch "einen kabellosen Internetzugang für die ländlichen und abgelegenen Regionen" haben. Weil die Stromversorgung in Indien unregelmäßig ist, sei der Rechner so gebaut worden, dass er auch mit einer Autobatterie betrieben werden könne. Während die herkömmlichen Computer mit 240 Volt liefen, reichten für den Landcomputer 80 Volt aus. Der PC werde außerdem ein staubsicheres Gehäuse haben, widerstandsfähig gegen Insekten sein und hohe Temperaturen aushalten.
Großer Nachholbedarf
In Indien sind Computer in der Bevölkerung bislang nur wenig verbreitet - nur etwa neun von tausend Indern besitzen einen PC. Die meisten können sich keinen Computer leisten. Intel hat im südindischen Bangalore einen großen Firmenstandort. Es sind dort mehr als 2000 Mitarbeiter mit der Entwicklung neuer Prozessoren und Halbleiter beschäftigt.
100-Dollar-Laptop aus Massachusetts
Ein Laptop für die Schulkinder auf der Welt, der nicht mehr als hundert Dollar kostet, ist das Ziel von Nicholas Negroponte. Der Leiter des Medialab des Massachusetts Institutes of Technology (MIT) gab kürzlich einen Zwischenstandsbericht: Zumindest in der Konzeption des Rechners sind die Forscher schon ein ganzes Stück weiter, ein Prototyp soll möglicherweise Ende des Jahres fertig sein, berichtet AP-Korrespondent Brian Bergstein.
Strom gibt's per Dynamo
Der Rechner wird robust und flexibel sein und über eine eigene Stromversorgung verfügen, bei der ein Akku über eine Handkurbel aufgeladen wird. Der Netzadapter soll gleichzeitig auch als Tragegurt dienen. Um auch im Freien lesen zu können, lässt sich der Bildschirm von Farbe auf schwarz-weiß umschalten. Eingepackt ist der Laptop in ein dichtes Gummigehäuse. "Er muss absolut unverwüstlich sein", sagt Negroponte.
Forschungsinitiative ins Leben gerufen
Auf die Idee für den 100-Dollar-Laptop kam er, nachdem er Kinder in Kambodscha gesehen und erlebt hatte, was für positive Auswirkungen es hat, wenn sie über einen Laptop verfügen, den sie mit nach Hause nehmen können. Bekommen hatten sie die Rechner von einer Stiftung, die Negroponte mit seiner Frau leitet.
100 bis 150 Millionen Rechner pro Jahr
Seine Organisation "One Laptop Per Child" will im ersten Jahr fünf bis 15 Millionen dieser Geräte produzieren lassen. Sie sollen an Kinder in Brasilien, China, Ägypten, Thailand und Südafrika gehen. Im zweiten Jahr - dann will der Gouverneur von Massachusetts alle 500.000 Schulkinder seines US-Staates mit einem dieser Rechner ausrüsten - sollen 100 bis 150 Millionen Rechner produziert werden. Ein ziemlich ehrgeiziges Ziel, bedenkt man, dass derzeit die weltweite Produktion aller Laptops bei 50 Millionen liegt.
Eine Minute kurbeln soll für zehn Minuten reichen
Der Rechner soll mit einem 500-MHz-Prozessor von AMD ausgestattet werden, als Betriebssystem soll Linux zum Einsatz kommen. Statt einer Festplatte wird der Computer Flash-Speicher bekommen. Die Laptops sollen netzwerkfähig sein und über WLAN sowie vier USB-Anschlüsse verfügen, um weiteren Speicher oder Multimediageräte anschließen zu können. Der Strom wird über eine Kurbel erzeugt, wobei eine Minute kurbeln für rund zehn Minuten reicht.
Design als Diebstahlschutz
Um zu verhindern, dass die Laptops gestohlen und weiterverkauft werden, sollen sie von ihrem Äußeren her sehr auffallend sein. Es müsse "sozial geächtet" sein, wenn man einen solchen Rechner habe und nicht Schüler oder Lehrer sei, sagte Negroponte. Und im Gegensatz zur heutigen Technikkultur sollen künftige PC-Generationen auch nicht mehr Funktionen bekommen, sondern weniger. Dadurch könne auch der Preis fallen. Denn, so sagt Negroponte, in großen Teilen der Welt seien auch hundert Dollar "immer noch viel zu viel".
Quelle
PC-Power aus der Autobatterie
Der stellvertretende Intel-Chef Patrick Gelsinger sagte, der von dem Chiphersteller geplante Computer werde neben den üblichen Anwendungen auch "einen kabellosen Internetzugang für die ländlichen und abgelegenen Regionen" haben. Weil die Stromversorgung in Indien unregelmäßig ist, sei der Rechner so gebaut worden, dass er auch mit einer Autobatterie betrieben werden könne. Während die herkömmlichen Computer mit 240 Volt liefen, reichten für den Landcomputer 80 Volt aus. Der PC werde außerdem ein staubsicheres Gehäuse haben, widerstandsfähig gegen Insekten sein und hohe Temperaturen aushalten.
Großer Nachholbedarf
In Indien sind Computer in der Bevölkerung bislang nur wenig verbreitet - nur etwa neun von tausend Indern besitzen einen PC. Die meisten können sich keinen Computer leisten. Intel hat im südindischen Bangalore einen großen Firmenstandort. Es sind dort mehr als 2000 Mitarbeiter mit der Entwicklung neuer Prozessoren und Halbleiter beschäftigt.
100-Dollar-Laptop aus Massachusetts
Ein Laptop für die Schulkinder auf der Welt, der nicht mehr als hundert Dollar kostet, ist das Ziel von Nicholas Negroponte. Der Leiter des Medialab des Massachusetts Institutes of Technology (MIT) gab kürzlich einen Zwischenstandsbericht: Zumindest in der Konzeption des Rechners sind die Forscher schon ein ganzes Stück weiter, ein Prototyp soll möglicherweise Ende des Jahres fertig sein, berichtet AP-Korrespondent Brian Bergstein.
Strom gibt's per Dynamo
Der Rechner wird robust und flexibel sein und über eine eigene Stromversorgung verfügen, bei der ein Akku über eine Handkurbel aufgeladen wird. Der Netzadapter soll gleichzeitig auch als Tragegurt dienen. Um auch im Freien lesen zu können, lässt sich der Bildschirm von Farbe auf schwarz-weiß umschalten. Eingepackt ist der Laptop in ein dichtes Gummigehäuse. "Er muss absolut unverwüstlich sein", sagt Negroponte.
Forschungsinitiative ins Leben gerufen
Auf die Idee für den 100-Dollar-Laptop kam er, nachdem er Kinder in Kambodscha gesehen und erlebt hatte, was für positive Auswirkungen es hat, wenn sie über einen Laptop verfügen, den sie mit nach Hause nehmen können. Bekommen hatten sie die Rechner von einer Stiftung, die Negroponte mit seiner Frau leitet.
100 bis 150 Millionen Rechner pro Jahr
Seine Organisation "One Laptop Per Child" will im ersten Jahr fünf bis 15 Millionen dieser Geräte produzieren lassen. Sie sollen an Kinder in Brasilien, China, Ägypten, Thailand und Südafrika gehen. Im zweiten Jahr - dann will der Gouverneur von Massachusetts alle 500.000 Schulkinder seines US-Staates mit einem dieser Rechner ausrüsten - sollen 100 bis 150 Millionen Rechner produziert werden. Ein ziemlich ehrgeiziges Ziel, bedenkt man, dass derzeit die weltweite Produktion aller Laptops bei 50 Millionen liegt.
Eine Minute kurbeln soll für zehn Minuten reichen
Der Rechner soll mit einem 500-MHz-Prozessor von AMD ausgestattet werden, als Betriebssystem soll Linux zum Einsatz kommen. Statt einer Festplatte wird der Computer Flash-Speicher bekommen. Die Laptops sollen netzwerkfähig sein und über WLAN sowie vier USB-Anschlüsse verfügen, um weiteren Speicher oder Multimediageräte anschließen zu können. Der Strom wird über eine Kurbel erzeugt, wobei eine Minute kurbeln für rund zehn Minuten reicht.
Design als Diebstahlschutz
Um zu verhindern, dass die Laptops gestohlen und weiterverkauft werden, sollen sie von ihrem Äußeren her sehr auffallend sein. Es müsse "sozial geächtet" sein, wenn man einen solchen Rechner habe und nicht Schüler oder Lehrer sei, sagte Negroponte. Und im Gegensatz zur heutigen Technikkultur sollen künftige PC-Generationen auch nicht mehr Funktionen bekommen, sondern weniger. Dadurch könne auch der Preis fallen. Denn, so sagt Negroponte, in großen Teilen der Welt seien auch hundert Dollar "immer noch viel zu viel".
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