Roland
Die im Auftrag der Film- und Softwareindustrie handelnde Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) soll nach einem Bericht der Zeitschrift "c't" angeblich die Raubkopiererszene unterstützt haben. "Uns liegen eindeutige Belege vor, wonach die GVU Raubkopierer finanziell gefördert hat", sagte Holger Bleich, Redakteur des Computermagazins.
Informanten in der Szene
Die Recherchen der "c't" und des Portals "onlinekosten.de" beziehen sich auf eine groß angelegte Razzia des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg gegen Raubkopierer. Bei der Aktion mit dem Codenamen "Boxenstopp" wurden am 24. Januar auch die Hamburger Geschäftsräume der GVU durchsucht und Aktenmaterial beschlagnahmt. Nach den Recherchen der Zeitschrift hat die GVU zum einen Informanten aus der Szene bezahlt, um an Informationen über Ersteller und Verbreiter von Raubkopien zu kommen. Zudem wurde der Vorwurf laut, die GVU solle selbst Filme zur Verbreitung zur Verfügung gestellt haben.
Finanziell unterstützte Lock-Server
"Um an Informationen über Ersteller und Verbreiter von Raubkopien zu kommen, bezahlte die GVU Informanten aus der Szene. Mit finanziellen Zuwendungen unterstützte sie außerdem den Betrieb von Raubkopierer-Servern", so die c't in einer Mitteilung unter Berufung auf die veröffentlichten Beweise. Weiter teilt das Magazin mit, die GVU habe mindestens einen Administrator dafür bezahlt Lock-Server mit Filmen und Musik zu betreiben.
Grenze überschritten?
Ein weiterer bezahlter Informant soll Verbindungsdaten der Nutzer dieser Server an die Gesellschaft weitergeleitet haben, zitiert das Magazin aus der eidesstattlichen Versicherung eines verurteilten Raubkopierers. Fraglich bleibt, ob die jeweiligen Urheber, deren Inhalte von der GVU teils selbst ins Netz gestellt worden sein sollen, ihr Einverständnis dazu gaben. "Mit dieser Art der Fallenstellerei hat die GVU die Rechte, für deren Schutz sie sorgen soll, selbst verletzt", kommentiert c't-Redakteur Holger Bleich. Sofern die Anschuldigungen gegen die GVU stimmen, hätte die GVU zumindest Beihilfe zur Urheberrechtsverletzung geleistet, was für sich genommen schon strafrechtlich relevant sei, wie ein von der c't zitierter Fachanwalt betonte.
Quelle und mehr dazu
Informanten in der Szene
Die Recherchen der "c't" und des Portals "onlinekosten.de" beziehen sich auf eine groß angelegte Razzia des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg gegen Raubkopierer. Bei der Aktion mit dem Codenamen "Boxenstopp" wurden am 24. Januar auch die Hamburger Geschäftsräume der GVU durchsucht und Aktenmaterial beschlagnahmt. Nach den Recherchen der Zeitschrift hat die GVU zum einen Informanten aus der Szene bezahlt, um an Informationen über Ersteller und Verbreiter von Raubkopien zu kommen. Zudem wurde der Vorwurf laut, die GVU solle selbst Filme zur Verbreitung zur Verfügung gestellt haben.
Finanziell unterstützte Lock-Server
"Um an Informationen über Ersteller und Verbreiter von Raubkopien zu kommen, bezahlte die GVU Informanten aus der Szene. Mit finanziellen Zuwendungen unterstützte sie außerdem den Betrieb von Raubkopierer-Servern", so die c't in einer Mitteilung unter Berufung auf die veröffentlichten Beweise. Weiter teilt das Magazin mit, die GVU habe mindestens einen Administrator dafür bezahlt Lock-Server mit Filmen und Musik zu betreiben.
Grenze überschritten?
Ein weiterer bezahlter Informant soll Verbindungsdaten der Nutzer dieser Server an die Gesellschaft weitergeleitet haben, zitiert das Magazin aus der eidesstattlichen Versicherung eines verurteilten Raubkopierers. Fraglich bleibt, ob die jeweiligen Urheber, deren Inhalte von der GVU teils selbst ins Netz gestellt worden sein sollen, ihr Einverständnis dazu gaben. "Mit dieser Art der Fallenstellerei hat die GVU die Rechte, für deren Schutz sie sorgen soll, selbst verletzt", kommentiert c't-Redakteur Holger Bleich. Sofern die Anschuldigungen gegen die GVU stimmen, hätte die GVU zumindest Beihilfe zur Urheberrechtsverletzung geleistet, was für sich genommen schon strafrechtlich relevant sei, wie ein von der c't zitierter Fachanwalt betonte.
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