Roland
Die Deutsche Umwelthilfe hat erneut die Chemikalie ITX in Fruchtsäften entdeckt. Der Stoff wird dazu verwendet, die Druckerfarbe beim Bedrucken der Getränkekartons schneller trocknen zu lassen.
Chemikalien in Fruchtsäften
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat erneut in verschiedenen Fruchtsäften und einem Milchprodukt hohe Konzentrationen der Chemikalie ITX nachgewiesen. Trauriger Spitzenreiter war mit 405 µg/kg der Multivitaminsaft "Hohes C" (0,2l Kinderpackung) von Eckes-Granini. Das Getränk ist in Kartons der Firma Tetra Pak abgefüllt, gekauft wurde der Saft bei einer Kaufland-Filiale. "Wir sind fassungslos über das Ausmaß an Dickfelligkeit und Zynismus, mit dem die Industrie nun schon seit Wochen auf Kosten der Verbraucher ihre Interessen erfolgreich durchsetzt", kommentiert der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, die Ergebnisse.

Belastete Altbestände werden aufgebraucht
Hintergrund der Anspielungen ist die Weigerung der Industrie, betroffene Produkte vom Markt zu nehmen. Acht von dreizehn getesteten Produkten waren mehr oder weniger stark betroffen. Damit erweist sich die Behauptung der Verpackungsindustrie, mit der Produktionsumstellung auf ITX-freie Druckverfahren sei das Problem spätestens seit Ende Januar 2006 gelöst, als Vernebelungstaktik. Laut Notizen eines Gesprächs im Bundesverbraucherministerium heißt es, dass Industrie und Ministerium den Abverkauf von ITX belasteten Produkten weiter zulassen wollen. Seit Januar 2006 verzichtet Tetra Pak auf die Verwendung von ITX. Allerdings liegen bei vielen Getränkeabfüllern Altbestände der Kartons vor, manche bereits abgefüllten Produkte sind mehr als ein Jahr haltbar.
Auswirkung der Druckchemikalie umstritten
Die Chemikalie ITX wir dazu verwendet, um Druckerfarbe beim Bedrucken von Getränkekartons schneller trocknen zu lassen. Bei der Produktion von Getränkeverpackungen kann der Farbstoff an die Innenseite des Kartons gelangen und sich später im Getränk lösen. Bis heute ist allerdings noch unklar, ob ITX gesundheitsschädlich ist. Experten schätzen den Stoff nach bisherigen Erkenntnissen in geringen Dosen als ungefährlich ein. Allerdings fehlen hinreichende Daten zur Toxizität. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hatte ITX bereits als "unerwünschten Stoff" bewertet. Es gebe Hinweise, dass ITX das Erbgut verändere.
Industrie zeigt sich uneinsichtig
Während sich die ITX-Belastungen jede Woche aufs Neue bestätigen, sieht die Industrie keinen Handlungsbedarf, da verschiedene Einrichtungen ITX in den vorliegenden Mengen als unbedenklich beschrieben. Die Deutsche Umwelthilfe kündigte an, die Aufklärungsarbeit solange fortsetzen, "bis Seehofer und seine Länderkollegen einen vorsorgenden Verbraucherschutz betreiben, der diesen Namen verdient". Es könne nicht sein, "dass das ITX-Problem aus Rücksicht auf die Gewinninteressen einiger Betriebe noch bis zum Jahresende durch die Kehlen der Konsumenten entsorgt wird," betonte Jürgen Resch von der DUH.
Wie können Sie sich schützen?
Einige betroffene Supermarktketten hatten in den vergangenen Wochen die entsprechenden Produkte aus den Regalen genommen und damit bewiesen, dass schnelles und effektives Handeln möglich ist. Eine Ausnahme bildete allerdings der Marken-Abfüller Eckes-Granini, von dem bereits drei hoch belastete Produkte bekannt wurden, ohne dass der Verkauf der Produkte nach Kenntnis der DUH gestoppt wurde. Wenn Sie sichergehen wollen, keine Schadstoffe unkontrolliert beim Trinken aufzunehmen, dann verzichten Sie auf Säfte aus Getränkekartons. Mit Säften aus der Flasche sind Sie auf dem sicheren Weg.
Quelle
Chemikalien in Fruchtsäften
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat erneut in verschiedenen Fruchtsäften und einem Milchprodukt hohe Konzentrationen der Chemikalie ITX nachgewiesen. Trauriger Spitzenreiter war mit 405 µg/kg der Multivitaminsaft "Hohes C" (0,2l Kinderpackung) von Eckes-Granini. Das Getränk ist in Kartons der Firma Tetra Pak abgefüllt, gekauft wurde der Saft bei einer Kaufland-Filiale. "Wir sind fassungslos über das Ausmaß an Dickfelligkeit und Zynismus, mit dem die Industrie nun schon seit Wochen auf Kosten der Verbraucher ihre Interessen erfolgreich durchsetzt", kommentiert der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, die Ergebnisse.

Belastete Altbestände werden aufgebraucht
Hintergrund der Anspielungen ist die Weigerung der Industrie, betroffene Produkte vom Markt zu nehmen. Acht von dreizehn getesteten Produkten waren mehr oder weniger stark betroffen. Damit erweist sich die Behauptung der Verpackungsindustrie, mit der Produktionsumstellung auf ITX-freie Druckverfahren sei das Problem spätestens seit Ende Januar 2006 gelöst, als Vernebelungstaktik. Laut Notizen eines Gesprächs im Bundesverbraucherministerium heißt es, dass Industrie und Ministerium den Abverkauf von ITX belasteten Produkten weiter zulassen wollen. Seit Januar 2006 verzichtet Tetra Pak auf die Verwendung von ITX. Allerdings liegen bei vielen Getränkeabfüllern Altbestände der Kartons vor, manche bereits abgefüllten Produkte sind mehr als ein Jahr haltbar.
Auswirkung der Druckchemikalie umstritten
Die Chemikalie ITX wir dazu verwendet, um Druckerfarbe beim Bedrucken von Getränkekartons schneller trocknen zu lassen. Bei der Produktion von Getränkeverpackungen kann der Farbstoff an die Innenseite des Kartons gelangen und sich später im Getränk lösen. Bis heute ist allerdings noch unklar, ob ITX gesundheitsschädlich ist. Experten schätzen den Stoff nach bisherigen Erkenntnissen in geringen Dosen als ungefährlich ein. Allerdings fehlen hinreichende Daten zur Toxizität. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hatte ITX bereits als "unerwünschten Stoff" bewertet. Es gebe Hinweise, dass ITX das Erbgut verändere.
Industrie zeigt sich uneinsichtig
Während sich die ITX-Belastungen jede Woche aufs Neue bestätigen, sieht die Industrie keinen Handlungsbedarf, da verschiedene Einrichtungen ITX in den vorliegenden Mengen als unbedenklich beschrieben. Die Deutsche Umwelthilfe kündigte an, die Aufklärungsarbeit solange fortsetzen, "bis Seehofer und seine Länderkollegen einen vorsorgenden Verbraucherschutz betreiben, der diesen Namen verdient". Es könne nicht sein, "dass das ITX-Problem aus Rücksicht auf die Gewinninteressen einiger Betriebe noch bis zum Jahresende durch die Kehlen der Konsumenten entsorgt wird," betonte Jürgen Resch von der DUH.
Wie können Sie sich schützen?
Einige betroffene Supermarktketten hatten in den vergangenen Wochen die entsprechenden Produkte aus den Regalen genommen und damit bewiesen, dass schnelles und effektives Handeln möglich ist. Eine Ausnahme bildete allerdings der Marken-Abfüller Eckes-Granini, von dem bereits drei hoch belastete Produkte bekannt wurden, ohne dass der Verkauf der Produkte nach Kenntnis der DUH gestoppt wurde. Wenn Sie sichergehen wollen, keine Schadstoffe unkontrolliert beim Trinken aufzunehmen, dann verzichten Sie auf Säfte aus Getränkekartons. Mit Säften aus der Flasche sind Sie auf dem sicheren Weg.
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