Roland
Eine mysteriöse eMail flattert derzeit in viele Postfächer. Wer sie weiterleitet, soll angeblich von Microsoft eine Belohnung erhalten. Was steckt wirklich dahinter?
Gates verschenkt kein Geld
Bill Gates verschenkt kein Geld – auch vor lauter Freude nicht! (Bild: dpa)
Bill Gates ist der reichste Mann der Welt. Und von seinem Reichtum möchte er einiges abgeben. Zumindest behauptet dies eine eMail, die sich derzeit rapide im Netz verbreitet. Alles was der Empfänger dazu tun müsse, ist die elektronische Botschaft an einige seiner Freunde und Bekannten weiterzuleiten. Pro Weiterleitung zahle Microsoft dem Absender knapp 240 Euro. Das ist natürlich alles blanker Unsinn – die eMail ist ein so genannter Hoax, eine Falschmeldung. Doch der Mail-Text ist dermaßen daneben, dass er fast schon wieder originell ist.
Leicht verdientes Geld soll locken
Geldgier und Sexualtrieb - meist ist es eine dieser beiden Grundeigenschaften des menschlichen Charakters, die sich Betrüger und Scherzkekse zunutze machen, wenn Sie eMails mit Schädlingen im Gepäck oder Hoaxes versenden. Im aktuellen Fall eines zur Zeit kursierenden Kettenbriefs vertraut der Absender auf den verständlichen Wunsch nach leicht verdientem Geld.
Alte Unsitte lebt wieder auf
Falschmeldungen, die sich per eMail wie ein Lauffeuer verbreiten, waren vor allem um die Jahrtausendwende eine Plage im Netz. Mit der Aufforderung, sie an alle Bekannten mit eMail-Adresse weiterzuleiten, enthalten solche Kettenmails in der Regel Unsinn. Im Unterschied zu Spam, Viren und anderen Plagen ließ die Unsitte vor Jahren erfreulich stark nach. Doch zumindest entsteht den Empfängern eines solchen Hoaxes kein Schaden, da sie keine Viren oder anderen Schädlinge mit sich bringen.
Für Verfolgung soll es Geld geben
Bereits 1999 fanden zahlreiche Surfer eine Nachricht in ihrem elektronischen Postfach, Bill Gates würde aufgrund einer bevorstehenden Fusion von AOL und Microsoft Geld verschenken. Damals allerdings war die eMail noch in englischer Sprache. Die aktuelle Version wurde eingedeutscht und inhaltlich leicht verändert: Nun sollen angeblich Microsoft und AOL an einem "eMail-Verfolgungssystem" arbeiten – für die Teilnahme am "Beta-Test" winkt Bares. Am Wahrheitsgehalt der Nachricht hat sich über die Jahre hinweg nichts geändert. Und auch nichts daran, das Bill Gates kein Geld verschenkt. Zumindest nicht für die simple Weiterleitung einer eMail.
Quelle
Gates verschenkt kein Geld
Bill Gates verschenkt kein Geld – auch vor lauter Freude nicht! (Bild: dpa)
Bill Gates ist der reichste Mann der Welt. Und von seinem Reichtum möchte er einiges abgeben. Zumindest behauptet dies eine eMail, die sich derzeit rapide im Netz verbreitet. Alles was der Empfänger dazu tun müsse, ist die elektronische Botschaft an einige seiner Freunde und Bekannten weiterzuleiten. Pro Weiterleitung zahle Microsoft dem Absender knapp 240 Euro. Das ist natürlich alles blanker Unsinn – die eMail ist ein so genannter Hoax, eine Falschmeldung. Doch der Mail-Text ist dermaßen daneben, dass er fast schon wieder originell ist.
Leicht verdientes Geld soll locken
Geldgier und Sexualtrieb - meist ist es eine dieser beiden Grundeigenschaften des menschlichen Charakters, die sich Betrüger und Scherzkekse zunutze machen, wenn Sie eMails mit Schädlingen im Gepäck oder Hoaxes versenden. Im aktuellen Fall eines zur Zeit kursierenden Kettenbriefs vertraut der Absender auf den verständlichen Wunsch nach leicht verdientem Geld.
Alte Unsitte lebt wieder auf
Falschmeldungen, die sich per eMail wie ein Lauffeuer verbreiten, waren vor allem um die Jahrtausendwende eine Plage im Netz. Mit der Aufforderung, sie an alle Bekannten mit eMail-Adresse weiterzuleiten, enthalten solche Kettenmails in der Regel Unsinn. Im Unterschied zu Spam, Viren und anderen Plagen ließ die Unsitte vor Jahren erfreulich stark nach. Doch zumindest entsteht den Empfängern eines solchen Hoaxes kein Schaden, da sie keine Viren oder anderen Schädlinge mit sich bringen.
Für Verfolgung soll es Geld geben
Bereits 1999 fanden zahlreiche Surfer eine Nachricht in ihrem elektronischen Postfach, Bill Gates würde aufgrund einer bevorstehenden Fusion von AOL und Microsoft Geld verschenken. Damals allerdings war die eMail noch in englischer Sprache. Die aktuelle Version wurde eingedeutscht und inhaltlich leicht verändert: Nun sollen angeblich Microsoft und AOL an einem "eMail-Verfolgungssystem" arbeiten – für die Teilnahme am "Beta-Test" winkt Bares. Am Wahrheitsgehalt der Nachricht hat sich über die Jahre hinweg nichts geändert. Und auch nichts daran, das Bill Gates kein Geld verschenkt. Zumindest nicht für die simple Weiterleitung einer eMail.
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