Roland
Nach Windows XP entflammt jetzt auch um Vista ein Streit zwischen Microsoft und der EU. Die Wettbewerbs-hüter fahren schwere Geschütze auf.
Brüssel droht mit Verkaufsverbot für Vista
Microsoft hat bislang kein Glück mit Windows Vista. Erst vor wenigen Tagen musste der Software-Riese eingestehen, dass der XP-Nachfolger doch nicht mehr 2006 erscheinen wird. Jetzt bahnt sich neuer Ärger aus Brüssel an. Wie das Wallstreet Journal berichtet, droht die Europäische Kommission mit einem Verkaufsverbot für Vista, falls Microsoft erneut seine Marktmacht missbrauche.
"Microsoft wäre dumm"
Dem Bericht nach wandte sich Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes in einem Brief an Microsoft-Boss Steve Ballmer. Die EU sei besorgt, es könne mit Vista die gleichen Probleme geben wie mit XP, über das Microsoft und die EU-Kommission seit Jahren streiten. Es wäre dumm von Microsoft, eine Software zu entwickeln, die nicht dem europäischen Wettbewerbsrecht entspricht, wird Kroes zitiert. Von einem solchem Brief wisse man nichts, sagte Microsoft-Sprecher Tom Brookes. Völlig abwegig ist eine solche offene Drohung der EU allerdings nicht. Immerhin steht Microsoft schon seit Monaten für seine Pläne mit Windows Vista in der Kritik.
Vista im Visier der Kritik
Microsoft will den in Vista integrierten Internet Explorer 7 mit einem speziellen Suchfeld zur Internetsuche ausstatten. Google und die EU-Kommission argwöhnen, der Software-Konzern könne das Feld dazu nutzen, Anfragen automatisch zum eigenen Suchdienst zu leiten. Auch andere Branchengrößen, darunter IBM, Sun und Oracle, haben gegenüber den Wettbewerbshütern offen ihre Befürchtungen ausgedrückt. Symantec, Hersteller der Norton-Sicherheitssoftware, rechnet damit, dass Microsoft in Vista ein Antiviren-Programm integrieren wird.
Microsoft nimmt's gelassen
Bislang können die Windows-Macher der Kritik noch gelassen entgegen treten, denn über die Einleitung eines formellen Verfahrens der EU-Kommission gegen Microsoft ist noch nicht entschieden. Die im Browser voreingestellte Suchmaschine lasse sich ändern, betont Microsoft, und eine integrierte Antiviren-Software werde es nicht geben. Lediglich ein Schutz gegen Spyware sei geplant. Die Beta-Version des Spyware-Killers Windows Defender steht bereits zum Download zur Verfügung.
Seit Jahren im Streit
Die EU hatte Microsoft im März 2004 wegen des Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung zu einer Rekordstrafe von 497 Millionen Euro verurteilt. Dazu kam noch die Auflage, Konkurrenten den Einblick in den Programmcode von Software-Schnittstellen (APIs) zu gewähren. Im Dezember entschied die Kommission dann, dass Microsoft die Auflage nicht ausreichend erfüllt habe. Sie stützte sich dabei auch auf die Aussage eines Experten, Neil Barrett, dessen Unabhängigkeit Microsoft nun anzweifelt.
Quelle und mehr Info
Brüssel droht mit Verkaufsverbot für Vista
Microsoft hat bislang kein Glück mit Windows Vista. Erst vor wenigen Tagen musste der Software-Riese eingestehen, dass der XP-Nachfolger doch nicht mehr 2006 erscheinen wird. Jetzt bahnt sich neuer Ärger aus Brüssel an. Wie das Wallstreet Journal berichtet, droht die Europäische Kommission mit einem Verkaufsverbot für Vista, falls Microsoft erneut seine Marktmacht missbrauche.
"Microsoft wäre dumm"
Dem Bericht nach wandte sich Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes in einem Brief an Microsoft-Boss Steve Ballmer. Die EU sei besorgt, es könne mit Vista die gleichen Probleme geben wie mit XP, über das Microsoft und die EU-Kommission seit Jahren streiten. Es wäre dumm von Microsoft, eine Software zu entwickeln, die nicht dem europäischen Wettbewerbsrecht entspricht, wird Kroes zitiert. Von einem solchem Brief wisse man nichts, sagte Microsoft-Sprecher Tom Brookes. Völlig abwegig ist eine solche offene Drohung der EU allerdings nicht. Immerhin steht Microsoft schon seit Monaten für seine Pläne mit Windows Vista in der Kritik.
Vista im Visier der Kritik
Microsoft will den in Vista integrierten Internet Explorer 7 mit einem speziellen Suchfeld zur Internetsuche ausstatten. Google und die EU-Kommission argwöhnen, der Software-Konzern könne das Feld dazu nutzen, Anfragen automatisch zum eigenen Suchdienst zu leiten. Auch andere Branchengrößen, darunter IBM, Sun und Oracle, haben gegenüber den Wettbewerbshütern offen ihre Befürchtungen ausgedrückt. Symantec, Hersteller der Norton-Sicherheitssoftware, rechnet damit, dass Microsoft in Vista ein Antiviren-Programm integrieren wird.
Microsoft nimmt's gelassen
Bislang können die Windows-Macher der Kritik noch gelassen entgegen treten, denn über die Einleitung eines formellen Verfahrens der EU-Kommission gegen Microsoft ist noch nicht entschieden. Die im Browser voreingestellte Suchmaschine lasse sich ändern, betont Microsoft, und eine integrierte Antiviren-Software werde es nicht geben. Lediglich ein Schutz gegen Spyware sei geplant. Die Beta-Version des Spyware-Killers Windows Defender steht bereits zum Download zur Verfügung.
Seit Jahren im Streit
Die EU hatte Microsoft im März 2004 wegen des Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung zu einer Rekordstrafe von 497 Millionen Euro verurteilt. Dazu kam noch die Auflage, Konkurrenten den Einblick in den Programmcode von Software-Schnittstellen (APIs) zu gewähren. Im Dezember entschied die Kommission dann, dass Microsoft die Auflage nicht ausreichend erfüllt habe. Sie stützte sich dabei auch auf die Aussage eines Experten, Neil Barrett, dessen Unabhängigkeit Microsoft nun anzweifelt.
Quelle und mehr Info
jawoll! so etwas brauch m$... derart eine monopolstellung auszunutzen find ich sehr bedenklich.. immerhin gibt es regulierungsbehörden und marktgesetze nicht umsonst.
, das ging voll in die Hose.