Vollständige Version anzeigen: Gefälschte BBC-Webseite zockt Surfer ab

Roland
Online-Kriminelle versenden zur Zeit massenhaft eMails mit dem Auszug einer BBC-Meldung. Ihr Ziel ist es, neugierige Empfänger auf eine täuschend echt wirkende Webseite zu locken, die vermeintlich zum britischen Fernsehsender gehört. Surfer sollten auf keinen Fall dem Link folgen, denn der Besuch dieser Webseite reicht aus, um sich einen Spionage-Trojaner der übelsten Art einzufangen.

Bankdaten in Gefahr
Die gefälschte Webseite schiebt dem Surfer absolut unauffällig einen so genannten Keylogger unter. Der virtuelle Spion zeichnet die Tastatureingaben beim Aufruf verschiedener Online-Banking-Portale auf und versendet die gewonnen Informationen via Internet an seine kriminellen Auftraggeber. Einfallstor des Spions ist eine Sicherheitslücke im Internet Explorer, für die es bislang kein Gegenmittel von Microsoft gibt.

Finanzielle Nöte als Lockmittel

Die bislang abgefangenen eMails verweisen immer auf dieselbe Nachricht: "Yuan hits new high against dollar" vom 27. März diesen Jahres. Die Wahl der Meldung über den derzeitigen Hochstand der chinesischen Währung gegenüber dem US-Dollar zielt dabei geschickt auf die finanziellen Sorgen der Bevölkerung, um eine möglichst breite Zielgruppe anzusprechen.

"Extrem kritisch"
Der Keylogger schmuggelt sich über eine offene Sicherheitslücke im Internet Explorer auf den PC ein, für deren Schließung bislang kein Patch von Microsoft veröffentlicht wurde. Sicherheitsexperten stufen das Problem als extrem kritisch ein, denn selbst Windows XP-System mit Service Pack 2 inklusiver aller Folgepatches ist davon betroffen. Zudem ist keine Aktion des Anwenders nötig, um einen auf diese Lücke zielenden Schädling auf das System zu holen. Das ist geradezu ein gefundenes Fressen für Online-Kriminelle.

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