Vollständige Version anzeigen: US-Justiz greift Spyware-Riesen an

Roland
Der Staat New York will einen der größten Verbreiter von Spyware in die Knie zwingen. Auch hierzulande sind viele PC mit den Produkten dieser Firma verseucht.

Computer-Spionen geht es an den Kragen

Die amerikanische Justiz fährt schwere Geschütze gegen Spyware auf. Der Generalstaatsanwalt von New York, Eliot Spitzer, reicht Klage gegen den wohl weltweit größten Spyware-Verbreiter "Direct Revenue" ein. Spitzer wirft dem Unternehmen vor, in ausgedehntem Umfang Spionage-Software verteilt zu haben. Tatsächlich hat die Firma immer wieder mit teils unglaublichen Tricks PC-Nutzern ihre schädliche Software untergejubelt. Betroffen sind auch viele Nutzer in Deutschland.

Bombardement von Pop-ups
Spitzer nimmt 21 Webseiten unter Beschuss, die freie Downloads wie "VX2", "Aurora" und "OfferOptimizer" anbieten, bei denen es sich angeblich um nützliche Software wie Spiele oder Browser-Optimierer handelt. Gemeinsam mit der herunter geladenen Software wird heimlich nur extrem schwer aufzuspürende Spyware installiert, die das Surfverhalten der Nutzer ausforscht, um sie mit Werbe-Pop-ups zu bombardieren, heißt es von Spitzers Behörde.

Spyware verbeißt sich im System


Anwalt der Anwender: Eliot Spitzer. (Bild: spitzer2006.com)
Bei seinen Nachforschungen stellte Spitzer fest, dass es nicht möglich war, die Werbe-Software wieder zu entfernen, ohne dass das komplette Betriebssystem neu aufgesetzt werden musste. Direct Revenue muss nun mit einem Verbot seiner Software und einer Millionen-Strafe rechnen.
Tauschbörsen-Software verseucht
Brisanterweise gehört unter anderem die auch hierzulande bekannte Tauschbörsensoftware Kazaa zu den Programmen, die Direct Revenues Spyware-Programm auf die Rechner der Nutzer schleust. Und dies, obwohl die Betreiberfirma von Kazaa behauptet, ihre Software sei frei von Spionage-Software. Doch nicht nur Tauschbörsen-Nutzer gingen dem Unternehmen ins Netz. Mit aberwitzigen Tricks gelang es sogar, besonders sicherheitsbewusste Anwender, die sich gerade vor Spyware schützen wollen, hinters Licht zu führen.

Anti-Spyware-Programm spioniert

So fiel erst vor kurzem ein angebliches Anti-Spyware-Programm namens "Spy-Shield" negativ auf: Statt Spyware zu entfernen installiert die Software seinerseits ein Spionage-Programm. Für den Anwender ist die Software ist völlig nutzlos. Der vermeintliche Spyware-Killer erkennt kein einziges Spionage-Programm.

Perfide Tricks
Damit nicht genug: Selbst Anwender, die versuchten, den falschen Spyware-Killer mit einem speziell dafür angebotenen Entfernungsprogramm loszuwerden, blieben in den Fängen der Werbe-Spione. Auch diese Software erwies sich als Falle. Nach der Deinstallation fanden Anwender die Spyware weiterhin auf ihren Rechnern. Dafür wurden die Anwender aufgefordert, vor dem Download ihre Firewall auf dem PC abzuschalten – nur um weitere Spionagesoftware auf dem Rechner absetzen zu können.

Quelle
Roland
Zitat:
Anti-Spyware-Programm spioniert

So fiel erst vor kurzem ein angebliches Anti-Spyware-Programm namens "Spy-Shield" negativ auf: Statt Spyware zu entfernen installiert die Software seinerseits ein Spionage-Programm. Für den Anwender ist die Software ist völlig nutzlos. Der vermeintliche Spyware-Killer erkennt kein einziges Spionage-Programm.


Gibt es bald gar kein Vertrauen mehr.
Jetzt fehlt nur noch, daß Antivirenprogramme sich selbst Viren Installieren. unglücklich