Vollständige Version anzeigen: Flavio streckt seine Fühler aus

Roland
Geht Schumi zu Renault? Teamchef Flavio Briatore hat schon einmal bei Michael Schumachers Manager vorgefühlt und Interesse signalisiert. Immerhin begann Schumis Karriere auch bei dem Italiener.

Schumi ist Briatores Wunschfahrer



In der Formel 1 bahnt sich eine Überraschung an. Nachdem in den vergangen Tagen eifrig darüber spekuliert wurde, ob Michael Schumacher seine Karriere fortsetzt, rückt nun die Frage in den Vordergrund, wo er seine Karriere fortsetzt. Denn Renault-Teamchef Flavio Briatore hat sein Interesse an einer Verpflichtung des Ferrari-Piloten bekundet. Zwar polterte der 54-jährige Italiener unlängst, Schumi sei kein Siegertyp mehr, doch das darf eher als Ablenkungsmanöver gewertet werden. Schumachers Manager Willi Weber bestätigte gegenüber der "Bild-Zeitung", dass es einen Kontakt mit dem Renault Teamchef gab. Kehrt Michael Schumacher zu den Wurzeln seiner Erfolge zurück? 1994 und 1995 wurde der 37-Jährige mit Benetton Weltmeister, der Teamchef hieß damals Flavio Briatore.

Interesse ist da
Weber sagte der Zeitung: "Wir kennen uns ja nun schon lange und reden auch viel miteinander. Flavio hat jetzt mal durchklingen lassen, dass wir vor einer möglichen Unterschrift bei Ferrari noch mal mit ihm reden sollten. Er hätte wohl Interesse." Allerdings stellte Weber in dem Gespräch mit dem Renault-Chef auch klar, dass es zunächst eine andere Entscheidung zu treffen gilt: "Ich habe Flavio klar gesagt, dass wir mit gar keinem reden, bevor Michael sich nicht entschieden hat, ob er überhaupt noch weiterfahren möchte." Briatore sucht eine neue Nummer eins für sein Team, da der Spanier Fernando Alonso 2007 zu McLaren-Mercedes wechselt.

Alles eine Frage des Geldes?

Ex-Weltmeister Niki Lauda hält einen Schumi-Wechsel zu Renault eher für unwahrscheinlich. "Da muss der Flavio dem Michael in einem ganz schwachen Moment erwischen", sagte der Österreicher der Zeitschrift "auto, motor und sport". Und selbst Briatore gibt zu: "Michael müsste uns bei dem Geld sehr entgegen kommen." Die Frage ist, wie wichtig Michael Schumacher Geld noch ist. Der Kerpener hat mit einem geschätzten Jahresgehalt von 50 Millionen Euro längst ausgesorgt. Das Beispiel Ayrton Senna zeigt, dass Geld nicht immer alles ist. Der Brasilianer kassierte 1994 bei Williams ein deutlich geringeres Gehalt - kämpfte dafür aber noch einmal um die WM.

Kommt Kimi zu Ferrari?
Der sportliche Erfolg könnte tatsächlich den Ausschlag für einen Wechsel geben. Renault hat ein schnelles Auto, Flavio Briatore machte in der vergangen Saison Fernando Alonso zum jüngsten Weltmeister aller Zeiten. Dem Renault-Chef könnte zudem eine Ferrari-Personalie in die Karten spielen. Seit einiger Zeit halten sich hartnäckig Gerüchte, dass Ferrari in der nächsten Saison mit Kimi Räikkönen an den Start gehen wird. Schumacher weiß, was ihm in Kimi blüht. Einen so starken Teamkollegen hatte der Kerpener noch nie. Noch dementieren Ferrari und Räikkönen diese Wechselgerüchte, doch eine Verpflichtung des finnischen Überfliegers könnte Schumi zurück zu seinen Wurzeln führen.


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Schumi bleibt den Roten treu. Renault-Chef Briatore will ihn eh nicht: "Das wäre, als würde man mich fragen, ob ich mit einer 90-Jährigen ausgehen würde." grinser

Briatore lästert über Schumi

Noch vor einigen Tagen war ernsthaft im Gespräch, dass Michael Schumacher wieder bei seinem ehemaligen Teamchef Flavio Briatore und Renault anheuern könnte - insbesondere, wenn Kimi Räikkönen tatsächlich zu Ferrari wechseln sollte. Briatore hat dieses Gerücht jetzt äußerst uncharmant dementiert: "Das wäre, als würde man mich fragen, ob ich mit einer 90-Jährigen ausgehen würde" sagte er der italienschen Fachzeitschrift "Autosprint".

Schumi: Ferrari ist einzige Option
Die Anzeichen für eine Vertragsverlängerung von Michael Schumacher bei Ferrari verdichten sich. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass ich bei der Farbe Rot bleiben werde", sagte der siebenmalige Weltmeister in einem Interview mit der englischen Zeitung "The Times". "Es gibt auch andere Optionen, aber in der jetzigen Situation ziehe ich diese nicht in Betracht." Nicht nur Red-Bull-Teambesitzer Dietrich Mateschitz hat ein Auge auf Schumacher geworfen. Der Vertrag des 37-Jährigen bei dem italienischen Formel-1-Rennstall läuft zu Saisonende aus.

Konkurrenzfähiges Auto ist Voraussetzung
Die Vertragsverlängerung mit Ferrari sei aber längst noch nicht unter Dach und Fach. "Es gibt eine Menge Faktoren, die wichtig sind, wie beispielsweise die Frage, ob das Team erfolgreich sein kann. Diese muss ich erst noch klären", sagte Schumacher weiter. "Ich bin so glücklich hier. Wir haben eine gute Beziehung", betonte Schumacher. "Wir arbeiten jetzt so lange zusammen, da müsste es schon sehr gute Gründe geben, dass ich zu einem anderen Team wechseln würde." Ferraris Technischer Direktor Ross Brawn hatte am Wochenende die Überzeugung geäußert, dass Schumacher weiter für das Team aus Maranello fährt, wenn er ein konkurrenzfähiges Auto bekomme.

"Ich riskiere gar nichts"
Spekulationen über ein mögliches Karriereende wies Schumacher zurück. "Ich habe zwar eine Menge Hobbys. Aber keines davon veranlasst mich, die Formel 1 zu verlassen. Denn nichts anderes gibt mir soviel Leidenschaft und Freude." Im "Times"-Gespräch wies Schumacher auch den Vorwurf von Ex-Weltmeister Jackie Stewart zurück, er würde zu viele Risiken eingehen. "Ich riskiere gar nichts", meinte Schumacher. "Wenn ich glauben würde, ich riskiere etwas, würde ich mit angezogener Handbremse fahren."

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