Roland
Wirtschaftsvertreter fordern Abschaffung des Feiertags.
1. Mai: Urlaubstag statt Feiertag
Die Wirtschaftsverbände haben die Abschaffung des 1. Mai als gesetzlichen Feiertag gefordert. Das berichtet die "Bild" in ihrer Freitagausgabe. Mit diesem erneuten Vorstoß setzen die Vertreter eine langjährige Debatte um die hohe Zahl an Urlaubs- und Feiertagen in Deutschland fort, die immer wieder aufflammt.
Arbeitnehmer sollen Urlaub nehmen
Die Hauptgeschäftsführerin des Unternehmerverbands mittelständische Wirtschaft, Ursula Frerichs, erklärte: "Der Tag heißt zwar Tag der Arbeit, ist für viele aber ein reiner Theken- und Ausflugstag. Wer ihn als Aktionstag der Gewerkschaften würdigen will, kann ja Urlaub nehmen." Der Präsident des Bundesverbands des Deutschen Groß- und Außenhandels BGA, Anton Börner, verlangte ebenfalls die Abschaffung des Feiertags 1. Mai: "Dieser Tag sollte seinem Namen gerecht und immer am ersten Mai-Sonntag begangen werden."
Clement wollte 3. Oktober kippen
Der Gedanke, gesetzliche Feiertage abzuschaffen, ist nicht ganz neu. Im November 2004 preschte der damalige Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) mit dem Vorschlag vor, den Tag der Einheit am 3. Oktober als Feiertag zu streichen. "Das ist keine Idee, das wird realisiert", sagte der Minister damals gegenüber den Medien. Nach massiven Protesten von Politik, Gesellschaft und Verbänden distanzierte sich Clement von seinen Plänen.
Quelle
metallipar
Na klar, Feiertage brauchen wir nicht, wer geht zB noch Weihnachten in die Kirche.
Urlaubstage haben wir auch zu viele, die meisten Arbeitnehmer kommen nach langer Urlaubszeit sehr schwer wieder in den Schwung.
Jeder Arbeitslohn sollte gleich zu 2/3 vom Staat einbehalten werden, damit wir auch keine Angst vor unserer Rentenzeit haben müssen.
Dann brauchen wir nur noch die 45 Stundenwoche und schon gehts unserer Wirtschaft noch besser, ämmmm wieder einigermaßen gut !
Aber noch sind wir ja Deutschland.
Hankx
Vergesst dies bitte nicht bei der "Erbsensuppe" zum 1. Mai:
Sozialdemokraten haben für unser Wertesystem ihr Leben gegeben.
Gewerkschaften haben für Arbeiterrechte Blut und Wasser vergossen.
Solidarnosc hat in Polen den Untergang des kommunistischen Regimes im Osten Europas eingeleitet und den "Kalten Krieg" beerdigt.
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...Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht... - Otto Wels
Roland
| Zitat: |
| ...Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht... - Otto Wels |
Sehr gute Antwort.
Aber Trotzdem wird man Verärgert, denn der Wirklich Malochen muß, sei es auf dem Bau, oder sonst eine schwere Arbeit verrichten muß, der will Bestimmt nicht auf einen Tag Erholung Verzichten, oder.
Tramp
Das wir alle Abstriche machen müssen bei der katastophalen Wirtschaftslage
ist schon klar, aber langsam reicht es. Der kleine Mann muss ja immer ausbaden
was sich die kranken Hirne in Politik und Wirtschaft einfallen lassen. Die
Franzosen lassen sich sowas nicht so schnell gefallen. Mit uns Deutschen
kann man so was ja machen
Hankx
Es geht nicht um einen Tag mehr Urlaub, sondern darum, dass wir unsere demokratischen Traditionen ehren sollten.
Vor 20 Jahren haben wir die "35-Stunden-Woche" auf der Straße erkämpft. Und jetzt?
Kannst in 2006 diesen Gedanken in die politische Abfalltonne schmeißen.
Der Arbeiter auf dem "Bau" will nicht nur seine Lohntüte gefüllt sehen, sondern wissen, dass er stolz auf seine tägliche Maloche sein darf.
Dazu gehört eine vernüftige Tarifpolitik mit Unterstützung der zuständigen Gewerkschaft und dem Wissen, dass ein Betriebsschlosser sich an einem 1. Mai mal selbst feiern darf und am 15. Dezember einen Sonderumschlag mit Weihnachtsgeld zugesteckt bekommt.
Das wird keinen Arbeitgeber finanziell in den Ruin treiben, er hält aber damit seine Arbeiter "bei Laune".
Bin grundsätzlich für den "Europäischen Gedanken", nur sollten unsere Politiker in Straßburg landespolitische Interessen respektieren und nicht ihr ideologisches "EU-Recht" von oben draufstopfen.
"Europa" kann man nicht am Reißbrett konstruieren, es muss wachsen, damit wir nicht die Menschen vergessen, die es am Ende betreffen wird.
Roland
| Zitat: |
| Vor 20 Jahren haben wir die "35-Stunden-Woche" auf der Straße erkämpft. Und jetzt? |
Damals gab es auch noch genügend Arbeit.
Aber heutzutage ist doch jeder Froh darüber eine Arbeit zu finden und wenn dann ein Tag gestrichen wird, oder sogar zwei ist, wenn jemand deswegen einen Job bekommt auch Egal.
Die Hauptsache ist, daß man Arbeit hat und ganz Ehrlich, es wird einem Teilweise das Messer auf die Brust gesetzt, dann heißt es: Was wollt Ihr denn? Draußen vor der Tür stehen zig Leute wo Warten, die auf Euren Job auch ohne Feiertag Arbeiten.
Hab das Leider schon viel zu oft hören müssen, auch von Arbeitskollegen, da traut sich doch keiner mehr Aufzumucken, denn die Retourkutsche kommt gleich darauf.
Selbst bei über 20 Jährigen Betriebszugehörigkeit ist man Hinterher als Rentner, oder wenn einer eine Krankheit bekommt, daß es nicht mehr geht immer noch eine Nummer, die einfach gelöscht wird.
Das hat mit Traditionen nichts mehr zu tun.
metallipar
| Zitat: |
Original von Roland
dann heißt es: Was wollt Ihr denn? Draußen vor der Tür stehen zig Leute wo Warten, die auf Euren Job auch ohne Feiertag Arbeiten.
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Hatten sich denn damals, als JEDER genommen wurde, viele Ausländer geholt wurden, einer der Arbeitnehmer sich zurück gelehnt und gesagt "Dann gehe ich halt zum Nächsten ?"
Natürlich nicht, aber was mitlerweile hier abgeht ist fast schon Erpressung: Friss oder stirb !
Hankx
Haut nicht Personalpolitik eines Unternehmens mit Regierungsarbeit durcheinander.
Die "Politik" steht Entscheidungen eines Großkonzerns genauso fragend gegenüber, wie der Arbeitnehmer.
Was willst du gegen "Opel", "Agfa", "Siemens"... unternehmen, wenn der Subventionierungsplan steht?
Generalstreik? --> Kostet die verantwortliche Chefetage ein müdes Lächeln.
Das ganze System krankt an fehlender Verhältnismäßigkeit:
Ansprüche des Arbeitnehmers <--> Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens
Jetzt wieder ein gesundes Gleichgewicht herzustellen ist natürlich ganz klar Aufgabe der Politiker.
Nur wer ist fähig, vor dem Hintergrund der EU-Osterweiterung, sinnige Lösungsansätze zu präsentieren... "Angie" wohl eher nicht.