Roland
Das Magazin PC-Welt hat das aktuelle Aldi-Notebook ausführlich getestet. Auf dem Prüfstand zeigte der Discounter-PC einige Schwächen.
Aldi verkauft seit dieser Woche deutschlandweit ein Einsteiger-Notebook mit AMD-Prozessor für 799 Euro. Das Magazin PC-Welt hat das Medion MD97400 ausführlich getestet.
PC-Welt hat den Test um zwei Notebooks erweitert, die auch in dieser Preisklasse liegen: Das Asus A6U (rund 750 Euro) arbeitet mit einem Mobile Sempron 3000+ (1,8 GHz), das Dell Inspiron 1300 (rund 850 Euro) setzt auf Intels Sparprozessor Celeron M 360J. Wie das MD97400 im Vergleich zur neuesten Centrino-Generation abschneidet, lässt sich am Beispiel des rund 1000 Euro teuren Gericom Phantom Duo erkennen, das Intels neuer Doppelkern-Chip Core Duo T2300 (1,67 GHz) antreibt.
In den Anwendungstests erzielt das Aldi-Gerät eine ordentliche Rechenleistung. Aufgrund des höheren Prozessortaktes und des größeren Arbeitsspeichers ist das Aldi-Notebook deutlich schneller als das Asus A6U mit dem Mobile Sempron 3000+ (1,8 GHz) und das Dell Inspiron mit dem Celeron 360J (1,4 GHz). Daher eignet es sich für die meisten Anwendungen: Selbst hoch aufgelöstes Videomaterial (720 Zeilen) spielt das MD97400 ruckelfrei ab – die Prozessorlast beträgt bei dieser Anwendung rund 60 Prozent. Die Einsteigermodelle der neuesten Centrino-Duo-Generation wie das Gericom Phantom Duo sind allerdings mindestens rund 30 Prozent schneller als das Aldi-Notebook. Das bringt besonders bei rechenintensiven Anwendungen wie Bild- und Videobearbeitung eine deutliche Zeitersparnis.
Aktuelle Spiele laufen schlecht
Zum Spielen ist das MD97400 kaum geeignet: Der im Chipsatz ATI Radeon Xpress 200M integrierte Grafikkern eignet sich höchstens für Spiele, die nur wenige Effekte bieten. Bei anspruchsvolleren Spielen müssen Sie Auflösung und Effekte meist soweit reduzieren, dass der Spielspaß auf der Strecke bleibt.
Hardware okay, aber nicht überragend
Die Hardware-Ausstattung des MD97400 kann sich sehen lassen – zum Beispiel besitzt das Aldi-Notebook eine 80-GB-Festplatte und einen DVD-Brenner, der auch Dual-Layer- und -RAM-Medien beschreibt. Auch das Schnittstellen-Angebot geht in Ordnung: Allerdings bietet das MD97400 mit unter anderem drei USB-Ports - davon einer bequem zugänglich an der Gehäusevorderseite -, Firewire und TV-Ausgang auch nicht mehr als andere Notebooks dieser Preisklasse. Auf einen integrierten Speicherkartenleser verzichtet Medion: Stattdessen liegt ein Leseadapter im Karton, der sich in den PC-Card-Steckplatz einsetzen lässt.
Kein echter Media-Center-PC
Zwar ist auf dem MD97400 die Windows Media Center Edition (MCE) 2005 installiert: Allerdings fehlt passende Hardware zum Fernsehschauen - etwa ein DVB-T-Stick - und eine Fernbedienung. Erst nach einer zusätzlichen Investition wird aus dem MD97400 also ein komplettes Multimedia-Notebook. Immerhin die Audioausstattung ist multimediatauglich: Das MD97400 besitzt einen digitalen Audioausgang zum Anschluss eines Digital-Decoders. Außerdem lassen sich die drei Audioports im Soundkartentreiber zum Anschluss eines analogen 5.1-Lautsprecher-Sets umkonfigurieren.
Eingeschränkt reisetauglich
Wie die meisten sehr günstigen Notebooks ist das MD97400 nur bedingt reisetauglich - es wiegt 3,14 Kilogramm, das Netzteil bringt noch mal 440 Gramm auf die Waage. Der Akku bringt mit 73 Wh eine ordentliche Kapazität mit, ragt aber hinten übers Gehäuse hinaus. Im Akkutest von PC Welt lief das Aldi-Notebook 3:06 Stunden, das ist ein gutes Ergebnis, allerdings mit Einschränkungen. Der Verbrauch lag im Akkubetrieb mit rund 23,5 Watt deutlich höher als bei einem vergleichbar ausgestatteten Centrino- oder Celeron-M-Notebook. Das Dell Inspiron 1300 zum Beispiel schluckte nur rund 19 Watt.
Mit Akku weniger Leistung
Außerdem arbeitet der Mobile Sempron im Aldi-Notebook ohne Netzstrom nur mit angezogener Handbremse: Im Mobile Mark 2005 erzielte er 150 Leistungspunkte. Zum Vergleich: Das Asus A6U schaffte mit vergleichbarem Prozessor aber kleinerem Akku (65 Wh) eine Laufzeit von 2:21 Stunden und 183 Leistungspunkte.
Lauter Propeller
Die Tastatur des MD97400 überzeugt auch beim schnellen Schreiben: Sie ist stabil und leise. Nicht ganz so leise ist dagegen der Lüfter: Unter voller Last dreht er bis auf 1,6 Sone auf. In ruhiger Umgebung ist er damit deutlich zu hören. Auch wenn das Notebook nur wenig oder gar nichts zu tun hat, arbeitet der Lüfter hörbar.
Quelle und mehr dazu
Aldi verkauft seit dieser Woche deutschlandweit ein Einsteiger-Notebook mit AMD-Prozessor für 799 Euro. Das Magazin PC-Welt hat das Medion MD97400 ausführlich getestet.
PC-Welt hat den Test um zwei Notebooks erweitert, die auch in dieser Preisklasse liegen: Das Asus A6U (rund 750 Euro) arbeitet mit einem Mobile Sempron 3000+ (1,8 GHz), das Dell Inspiron 1300 (rund 850 Euro) setzt auf Intels Sparprozessor Celeron M 360J. Wie das MD97400 im Vergleich zur neuesten Centrino-Generation abschneidet, lässt sich am Beispiel des rund 1000 Euro teuren Gericom Phantom Duo erkennen, das Intels neuer Doppelkern-Chip Core Duo T2300 (1,67 GHz) antreibt.
In den Anwendungstests erzielt das Aldi-Gerät eine ordentliche Rechenleistung. Aufgrund des höheren Prozessortaktes und des größeren Arbeitsspeichers ist das Aldi-Notebook deutlich schneller als das Asus A6U mit dem Mobile Sempron 3000+ (1,8 GHz) und das Dell Inspiron mit dem Celeron 360J (1,4 GHz). Daher eignet es sich für die meisten Anwendungen: Selbst hoch aufgelöstes Videomaterial (720 Zeilen) spielt das MD97400 ruckelfrei ab – die Prozessorlast beträgt bei dieser Anwendung rund 60 Prozent. Die Einsteigermodelle der neuesten Centrino-Duo-Generation wie das Gericom Phantom Duo sind allerdings mindestens rund 30 Prozent schneller als das Aldi-Notebook. Das bringt besonders bei rechenintensiven Anwendungen wie Bild- und Videobearbeitung eine deutliche Zeitersparnis.
Aktuelle Spiele laufen schlecht
Zum Spielen ist das MD97400 kaum geeignet: Der im Chipsatz ATI Radeon Xpress 200M integrierte Grafikkern eignet sich höchstens für Spiele, die nur wenige Effekte bieten. Bei anspruchsvolleren Spielen müssen Sie Auflösung und Effekte meist soweit reduzieren, dass der Spielspaß auf der Strecke bleibt.
Hardware okay, aber nicht überragend
Die Hardware-Ausstattung des MD97400 kann sich sehen lassen – zum Beispiel besitzt das Aldi-Notebook eine 80-GB-Festplatte und einen DVD-Brenner, der auch Dual-Layer- und -RAM-Medien beschreibt. Auch das Schnittstellen-Angebot geht in Ordnung: Allerdings bietet das MD97400 mit unter anderem drei USB-Ports - davon einer bequem zugänglich an der Gehäusevorderseite -, Firewire und TV-Ausgang auch nicht mehr als andere Notebooks dieser Preisklasse. Auf einen integrierten Speicherkartenleser verzichtet Medion: Stattdessen liegt ein Leseadapter im Karton, der sich in den PC-Card-Steckplatz einsetzen lässt.
Kein echter Media-Center-PC
Zwar ist auf dem MD97400 die Windows Media Center Edition (MCE) 2005 installiert: Allerdings fehlt passende Hardware zum Fernsehschauen - etwa ein DVB-T-Stick - und eine Fernbedienung. Erst nach einer zusätzlichen Investition wird aus dem MD97400 also ein komplettes Multimedia-Notebook. Immerhin die Audioausstattung ist multimediatauglich: Das MD97400 besitzt einen digitalen Audioausgang zum Anschluss eines Digital-Decoders. Außerdem lassen sich die drei Audioports im Soundkartentreiber zum Anschluss eines analogen 5.1-Lautsprecher-Sets umkonfigurieren.
Eingeschränkt reisetauglich
Wie die meisten sehr günstigen Notebooks ist das MD97400 nur bedingt reisetauglich - es wiegt 3,14 Kilogramm, das Netzteil bringt noch mal 440 Gramm auf die Waage. Der Akku bringt mit 73 Wh eine ordentliche Kapazität mit, ragt aber hinten übers Gehäuse hinaus. Im Akkutest von PC Welt lief das Aldi-Notebook 3:06 Stunden, das ist ein gutes Ergebnis, allerdings mit Einschränkungen. Der Verbrauch lag im Akkubetrieb mit rund 23,5 Watt deutlich höher als bei einem vergleichbar ausgestatteten Centrino- oder Celeron-M-Notebook. Das Dell Inspiron 1300 zum Beispiel schluckte nur rund 19 Watt.
Mit Akku weniger Leistung
Außerdem arbeitet der Mobile Sempron im Aldi-Notebook ohne Netzstrom nur mit angezogener Handbremse: Im Mobile Mark 2005 erzielte er 150 Leistungspunkte. Zum Vergleich: Das Asus A6U schaffte mit vergleichbarem Prozessor aber kleinerem Akku (65 Wh) eine Laufzeit von 2:21 Stunden und 183 Leistungspunkte.
Lauter Propeller
Die Tastatur des MD97400 überzeugt auch beim schnellen Schreiben: Sie ist stabil und leise. Nicht ganz so leise ist dagegen der Lüfter: Unter voller Last dreht er bis auf 1,6 Sone auf. In ruhiger Umgebung ist er damit deutlich zu hören. Auch wenn das Notebook nur wenig oder gar nichts zu tun hat, arbeitet der Lüfter hörbar.
Quelle und mehr dazu