Roland
Im Kampf gegen den illegalen Tausch von Musiktiteln im Internet ist der Staatsanwaltschaft in Köln nach eigenen Angaben der deutschlandweit größte Schlag gelungen. Wie die Ermittler am Dienstag mitteilten, gab es bundesweit 130 Hausdurchsuchungen. Dabei wurden insgesamt 3500 Verdächtige identifiziert, die jeweils bis zu 8000 Dateien über die Tauschbörse eDonkey angeboten haben sollen. Gegen alle Beschuldigte wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
"Uploader" sind das Ziel
Vorausgegangen waren monatelange Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden in Zusammenarbeit mit dem Branchenverband der deutschen Musikindustrie IFPI. Ziel der Aktion seien insbesondere so genannte "Uploader" – Personen, die Musikstücke in Tauschbörsen anbieten.
Deutsche Tauschbörsen-Nutzer im Visier
In der Vergangenheit haben bereits mehrere Aktionen gegen deutsche Tauschbörsen-Nutzer für Aufsehen gesorgt. So wurde Ende Mai 2004 ein 22-jähriger Auszubildender vom Cottbusser Amtsgericht verurteilt. Der Mann muss insgesamt 8400 Euro zahlen, davon allein 8000 als Schadensersatz an die deutsche Musikindustrie. Ein Stuttgarter Lehrer hat sich Zahlung von 10.000 Euro an die deutschen Phonoverbände verpflichtet. Im Juni 2004 hat die Polizei in Nürnberg den Server eines 56jährigen Netzwerktechnikers sichergestellt, der mehr als 60.000 Songs im Internet per FTP zum Download bereitgestellt hatte.
Weltweiter Kampf
Auch in Ländern außerhalb Deutschlands geht die Musikindustrie hart gegen Tauschbörsen-Nutzer vor. Innerhalb der letzten Jahre stieg die Zahl der Verfahren außerhalb der USA auf über 5500. Neben der Zahlung von Geldbußen finden die Gerichte noch weitere Wege, um Musik-Piraterie wirksam einzudämmen. So gab es etwa in Dänemark und Frankreich Fälle, in denen der Internetzugang der Tauschbörsen-Nutzer gerichtlich verordnet einfach gekappt wurde.
Griechen und Chinesen kopieren am meisten
Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts IDC variiert die Verbreitung von Raubkopien auf der Welt sehr stark. In Deutschland ist der Anteil der genutzten illegalen Softwarekopien im Jahr 2004 um einen Prozentpunkt auf 29 Prozent zurückgegangen. Zumindest Im EU-weiten Vergleich nimmt Griechenland mit 62 Prozent illegaler Kopien die "Spitzenposition" ein, während Österreich die niedrigste Quote Europas aufweist.
Brave Amerikaner
Im weltweiten Vergleich gibt es noch deutlichere Unterschiede. Noch schlechtere Karten als in Österreich haben Raubkopierer offensichtlich in den USA - dort verzeichnen die Forscher die weltweit niedrigste Quote von 21 Prozent, Tendenz fallend. Das umgekehrte Bild ergibt sich in China und Vietnam: Dort geht das Institut von 90 Prozent Raubkopien aus.
Quelle
"Uploader" sind das Ziel
Vorausgegangen waren monatelange Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden in Zusammenarbeit mit dem Branchenverband der deutschen Musikindustrie IFPI. Ziel der Aktion seien insbesondere so genannte "Uploader" – Personen, die Musikstücke in Tauschbörsen anbieten.
Deutsche Tauschbörsen-Nutzer im Visier
In der Vergangenheit haben bereits mehrere Aktionen gegen deutsche Tauschbörsen-Nutzer für Aufsehen gesorgt. So wurde Ende Mai 2004 ein 22-jähriger Auszubildender vom Cottbusser Amtsgericht verurteilt. Der Mann muss insgesamt 8400 Euro zahlen, davon allein 8000 als Schadensersatz an die deutsche Musikindustrie. Ein Stuttgarter Lehrer hat sich Zahlung von 10.000 Euro an die deutschen Phonoverbände verpflichtet. Im Juni 2004 hat die Polizei in Nürnberg den Server eines 56jährigen Netzwerktechnikers sichergestellt, der mehr als 60.000 Songs im Internet per FTP zum Download bereitgestellt hatte.
Weltweiter Kampf
Auch in Ländern außerhalb Deutschlands geht die Musikindustrie hart gegen Tauschbörsen-Nutzer vor. Innerhalb der letzten Jahre stieg die Zahl der Verfahren außerhalb der USA auf über 5500. Neben der Zahlung von Geldbußen finden die Gerichte noch weitere Wege, um Musik-Piraterie wirksam einzudämmen. So gab es etwa in Dänemark und Frankreich Fälle, in denen der Internetzugang der Tauschbörsen-Nutzer gerichtlich verordnet einfach gekappt wurde.
Griechen und Chinesen kopieren am meisten
Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts IDC variiert die Verbreitung von Raubkopien auf der Welt sehr stark. In Deutschland ist der Anteil der genutzten illegalen Softwarekopien im Jahr 2004 um einen Prozentpunkt auf 29 Prozent zurückgegangen. Zumindest Im EU-weiten Vergleich nimmt Griechenland mit 62 Prozent illegaler Kopien die "Spitzenposition" ein, während Österreich die niedrigste Quote Europas aufweist.
Brave Amerikaner
Im weltweiten Vergleich gibt es noch deutlichere Unterschiede. Noch schlechtere Karten als in Österreich haben Raubkopierer offensichtlich in den USA - dort verzeichnen die Forscher die weltweit niedrigste Quote von 21 Prozent, Tendenz fallend. Das umgekehrte Bild ergibt sich in China und Vietnam: Dort geht das Institut von 90 Prozent Raubkopien aus.
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