Roland
Microsoft führt in Deutschland die umstrittene erweiterte Echtheitsüberprüfung ein. XP-Nutzer sollen ein "wichtiges Update" installieren, das es in sich hat.
Im Kampf gegen Software-Piraten legt Microsoft eine härtere Gangart ein. Der Software-Riese setzt ab sofort auch in Deutschland die erweiterte Echtheitsprüfung für Windows ein. Bislang konnten XP-Nutzer nur beim Besuch von Microsofts Download-Seiten manuell überprüfen, ob ihr System mit einer legalen Windows-Version ausgerüstet ist. Wer den Test verweigerte oder gar nicht bestand, dem blieb lediglich der Zugang zu bestimmten Downloads versperrt. Über die Update-Funktion von Windows lässt sich jetzt eine neue Benachrichtigungsfunktion namens "WGA Notifications" installieren, die Nutzer einer Raubkopie zusätzlich bereits beim Einloggen mit Einblendungen auf dem Desktop traktiert.
Händler im Visier
Laut Microsoft soll die Funktion "WGA Notifications beim Automatischen Update" Anwendern helfen, die unwissentlich in den Besitz einer illegalen Version von Windows gelangt sind. "Microsoft möchte mit der WGA-Validierung Anwendern erleichtern, illegale Windows-Versionen zu erkennen und dadurch legale Kunden zu schützen", heißt es in der offiziellen Pressemitteilung. Die Prüfung geschehe völlig anonym. Microsoft frage keine Daten ab, durch die sich der Nutzer identifizieren ließe oder es möglich wäre, ihn zu kontaktieren.
Spion oder nicht? Was Microsoft über Sie erfährt
Sicherheits-Updates weiter frei
Microsoft betont, dass Sicherheits-Updates weiter ohne Echtheitsprüfung möglich sind und die Teilnahme an dem Programm freiwillig ist. Ungeachtet dessen stuft Microsoft das Tool als "wichtiges Update" ein, so dass weniger versierte Anwender dazu neigen könnten, vorschnell dem Download zuzustimmen. Der Nutzen für den Anwender bleibt allerdings fraglich. Wer eine legale Windows-Version einsetzt, wird von den Änderungen ohnehin nichts bemerken und kann wie bisher auf sämtliche Microsoft-Downloads zugreifen. Nutzer einer Raubkopie – ob selbstverschuldet oder nicht –, müssen zwar nicht damit rechnen, dass nach fehlgeschlagener Prüfung die Polizei vor der Tür steht. Sie handeln sich allerdings penetrante Aufforderungen ein, auf eine legale Version umzusteigen.
"Möglicherweise sind Sie ein Opfer"
Besitzer einer legalen Version, die die Prüfung mit Erfolg über sich ergehen lassen, werden nicht weiter behelligt und bekommen grünes Licht, Programme wie den Windows Defender oder den Internetx Explorer 7 herunterzuladen. Endet die Prüfung hingegen mit einem negativen Ergebnis, muss man fortan nervige Einblendungen auf dem Desktop ertragen: "Möglicherweise sind Sie Opfer einer Softwarefälschung geworden", heißt es vermeintlich wohlwollend in dem Fenster. Über einen Button erhält der Nutzer die Möglichkeit, eine Originalversion zu erwerben.
Quelle und mehr dazu
Im Kampf gegen Software-Piraten legt Microsoft eine härtere Gangart ein. Der Software-Riese setzt ab sofort auch in Deutschland die erweiterte Echtheitsprüfung für Windows ein. Bislang konnten XP-Nutzer nur beim Besuch von Microsofts Download-Seiten manuell überprüfen, ob ihr System mit einer legalen Windows-Version ausgerüstet ist. Wer den Test verweigerte oder gar nicht bestand, dem blieb lediglich der Zugang zu bestimmten Downloads versperrt. Über die Update-Funktion von Windows lässt sich jetzt eine neue Benachrichtigungsfunktion namens "WGA Notifications" installieren, die Nutzer einer Raubkopie zusätzlich bereits beim Einloggen mit Einblendungen auf dem Desktop traktiert.
Händler im Visier
Laut Microsoft soll die Funktion "WGA Notifications beim Automatischen Update" Anwendern helfen, die unwissentlich in den Besitz einer illegalen Version von Windows gelangt sind. "Microsoft möchte mit der WGA-Validierung Anwendern erleichtern, illegale Windows-Versionen zu erkennen und dadurch legale Kunden zu schützen", heißt es in der offiziellen Pressemitteilung. Die Prüfung geschehe völlig anonym. Microsoft frage keine Daten ab, durch die sich der Nutzer identifizieren ließe oder es möglich wäre, ihn zu kontaktieren.
Spion oder nicht? Was Microsoft über Sie erfährt
Sicherheits-Updates weiter frei
Microsoft betont, dass Sicherheits-Updates weiter ohne Echtheitsprüfung möglich sind und die Teilnahme an dem Programm freiwillig ist. Ungeachtet dessen stuft Microsoft das Tool als "wichtiges Update" ein, so dass weniger versierte Anwender dazu neigen könnten, vorschnell dem Download zuzustimmen. Der Nutzen für den Anwender bleibt allerdings fraglich. Wer eine legale Windows-Version einsetzt, wird von den Änderungen ohnehin nichts bemerken und kann wie bisher auf sämtliche Microsoft-Downloads zugreifen. Nutzer einer Raubkopie – ob selbstverschuldet oder nicht –, müssen zwar nicht damit rechnen, dass nach fehlgeschlagener Prüfung die Polizei vor der Tür steht. Sie handeln sich allerdings penetrante Aufforderungen ein, auf eine legale Version umzusteigen.
"Möglicherweise sind Sie ein Opfer"
Besitzer einer legalen Version, die die Prüfung mit Erfolg über sich ergehen lassen, werden nicht weiter behelligt und bekommen grünes Licht, Programme wie den Windows Defender oder den Internetx Explorer 7 herunterzuladen. Endet die Prüfung hingegen mit einem negativen Ergebnis, muss man fortan nervige Einblendungen auf dem Desktop ertragen: "Möglicherweise sind Sie Opfer einer Softwarefälschung geworden", heißt es vermeintlich wohlwollend in dem Fenster. Über einen Button erhält der Nutzer die Möglichkeit, eine Originalversion zu erwerben.
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