Roland
Die Polizei hat eines der größten Tauschbörsen-Netzwerke der Welt still gelegt. Die Server wurden beschlagnahmt, die Betreiber festgenommen.
Piratenbucht trocken gelegt
Der schwedischen Polizei ist ein gewaltiger Schlag gegen die Raubkopierszene gelungen. Eine der größten und bekanntesten Server des BitTorrent-Netzwerks wurde von den Ermittlungsbehörden stillgelegt. Drei Administratoren des Servers wurden von den Behörden verhört, aber danach wieder auf freien Fuß gesetzt, erklärte die zuständige Stockholmer Landeskriminalpolizei. In der Szene gilt der stillgelegte Server als einer der Dreh- und Angelpunkte des Netzwerks.
Filmindustrie ist begeistert
Am Mittwoch Morgen beschlagnahmten 50 Polizisten sämtliche Computer der Betreiber von "PirateBay.org". Es soll nun überprüft werden, ob illegale Dateien auf den Servern nachgewiesen werden können, teilte ein Sprecher der Tauschbörsen-Seite mit. Im Zuge der Razzia wurden auch die Server der Pro-Piraterie-Lobby-Organisation "Piratbyrån" (Piratenbüro) beschlagnahmt, die in Schweden als Sprachrohr der Filesharer auftritt. Ein schwedischer Vertreter der amerikanischen Filmindustrie (MPAA) beglückwünschte unterdessen die Polizei über den geglückten Schlag gegen die Raubkopierszene. "PirateBay war seit Jahren eines unserer primären Ziele", fügte er hinzu.
Illegale Daten oder nicht?
Die Prüfung der Serverinhalte ist notwendig, da auf Webseiten wie "PirateBay" im Normalfall keine Film- oder Musikdateien zum direkten Download zur Verfügung stehen. Lediglich kleine Dateien, die Auskunft darüber geben, welche Nutzer die Dateien verteilen werden auf derartigen Webseiten angeboten. Der eigentliche Datenaustausch findet ausschließlich zwischen den Nutzern statt. Finden die Ermittlungsbehörden keine illegalen Dateien auf den beschlagnahmten Computern, dürfte es nach geltendem schwedischen Recht schwierig werden etwaige Verstöße gegen das Urheberrecht nachzuweisen.
Bis zu drei Millionen Nutzer
Nachdem die Polizei Ende 2004 die Torrent-Suchmaschine "SuprNova.org" aus dem Verkehr zog, wurde "PirateBay.org" zu einem der Haupt-Anlaufpunkte für Internet-Surfer auf der Suche nach Torrent-Downloads. Die Zahl der Anwender, die Informationen über die "PirateBay"-Server austauschen wird von Experten auf zwei bis drei Millionen geschätzt. Nun scheint jedoch auch für die "Piratenbucht" das Ende gekommen zu sein. Ein ähnliches Schicksal erlitt im Februar einer der größten Server des eDonkey-Netzwerks.
Quelle
Piratenbucht trocken gelegt
Der schwedischen Polizei ist ein gewaltiger Schlag gegen die Raubkopierszene gelungen. Eine der größten und bekanntesten Server des BitTorrent-Netzwerks wurde von den Ermittlungsbehörden stillgelegt. Drei Administratoren des Servers wurden von den Behörden verhört, aber danach wieder auf freien Fuß gesetzt, erklärte die zuständige Stockholmer Landeskriminalpolizei. In der Szene gilt der stillgelegte Server als einer der Dreh- und Angelpunkte des Netzwerks.
Filmindustrie ist begeistert
Am Mittwoch Morgen beschlagnahmten 50 Polizisten sämtliche Computer der Betreiber von "PirateBay.org". Es soll nun überprüft werden, ob illegale Dateien auf den Servern nachgewiesen werden können, teilte ein Sprecher der Tauschbörsen-Seite mit. Im Zuge der Razzia wurden auch die Server der Pro-Piraterie-Lobby-Organisation "Piratbyrån" (Piratenbüro) beschlagnahmt, die in Schweden als Sprachrohr der Filesharer auftritt. Ein schwedischer Vertreter der amerikanischen Filmindustrie (MPAA) beglückwünschte unterdessen die Polizei über den geglückten Schlag gegen die Raubkopierszene. "PirateBay war seit Jahren eines unserer primären Ziele", fügte er hinzu.
Illegale Daten oder nicht?
Die Prüfung der Serverinhalte ist notwendig, da auf Webseiten wie "PirateBay" im Normalfall keine Film- oder Musikdateien zum direkten Download zur Verfügung stehen. Lediglich kleine Dateien, die Auskunft darüber geben, welche Nutzer die Dateien verteilen werden auf derartigen Webseiten angeboten. Der eigentliche Datenaustausch findet ausschließlich zwischen den Nutzern statt. Finden die Ermittlungsbehörden keine illegalen Dateien auf den beschlagnahmten Computern, dürfte es nach geltendem schwedischen Recht schwierig werden etwaige Verstöße gegen das Urheberrecht nachzuweisen.
Bis zu drei Millionen Nutzer
Nachdem die Polizei Ende 2004 die Torrent-Suchmaschine "SuprNova.org" aus dem Verkehr zog, wurde "PirateBay.org" zu einem der Haupt-Anlaufpunkte für Internet-Surfer auf der Suche nach Torrent-Downloads. Die Zahl der Anwender, die Informationen über die "PirateBay"-Server austauschen wird von Experten auf zwei bis drei Millionen geschätzt. Nun scheint jedoch auch für die "Piratenbucht" das Ende gekommen zu sein. Ein ähnliches Schicksal erlitt im Februar einer der größten Server des eDonkey-Netzwerks.
Quelle