Roland
Ein hartes Stück Arbeit zum Auftakt. Die deutsche Nationalmannschaft gewann das WM-Eröffnungsspiel vor 66.000 Zuschauern im Fifa-WM-Stadion in München gegen Costa Rica mit 4:2, offenbarte dabei aber erneut viele Schwächen in der Abwehr. Philipp Lahm, Torsten Frings und dessen Bremer Mannschaftskollege - Geburtstagskind Miroslav Klose (zwei) - brachten das Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann allerdings auf Kurs. Für die Gäste erzielte der ehemalige England-Legionär Paulo Wanchope einen Doppelpack.
Lahm weltmeisterlich
Nach einer kurzen Begrüßungsparty auf bayerisch hatte Bundespräsident Horst Köhler die 18. Fußball-WM offiziell eröffnet und Schiedsrichter Horacio Elizondo aus Argentinien die Partie angepfiffen. Danach machte die DFB-Elf ihr Versprechen wahr, auch ohne Michael Ballack von der erste Minute an Vollgas zu geben. Ein früher Warnschuss von Torsten Frings ging noch über den Kasten von Gäste-Keeper Jose Porras (3.). Doch gegen Philipp Lahms Zauberschuss nur drei Minuten später war der Schlussmann machtlos. Vom linken Strafraumeck in den Torwinkel gezirkelt: So treffen sonst nur brasilianische Weltmeister. Lahm kopierte in dieser Szene Andreas Brehmes entscheidendes 2:1 aus dem WM-Achtelfinale 1990 gegen die Niederlande.
Lehmann beim Ausgleich ohne Chance
Allerdings gibt es ja auch noch die deutsche Abwehr. Auch gegen den 26. der Fifa-Weltrangliste zeigte sich immer wieder, wie wackelig die Viererkette sein kann. Zweimal ging der Versuch gut, gegen den Außenseiter auf Abseits zu spielen. Einmal aber nicht. Paulo Wanchope nutzte Arne Friedrichs Stellungsfehler schamlos aus und hatte keine Mühe, den überraschenden Ausgleich für Costa Rica zu erzielen. Da waren gerade mal 12 Minuten gespielt. Torwart Jens Lehmann, der im Heimstadion seines Dauerrivalen Oliver Kahn freundlich empfangen wurde, war dabei ohne Abwehrchance.
Klose wie vor vier Jahren gleich da
Die Klinsmänner zeigten sich nur kurz geschockt. Nach einer wunderbaren Kombination über Kapitän Bernd Schneider und Schweinsteiger bedankte sich Torjäger Miroslav Klose an seinem 28. Geburtstag für die perfekte Vorlage zum 2:1 (17.).
Borowski enttäuscht in der Ballack-Rolle
Nach dem Wechsel hatte die deutsche Mannschaft Mühe, ins Rollen zu kommen. Trotz 63 Prozent Ballbesitzes hatte die vom Ersatz-Ballack Tim Borowski nur leidlich inspirierte Elf Probleme mit dem kompakt stehenden Gegner. Mit einer defensiven Viererreihe vor der Abwehr vermauerte das Team von Alexander Guimaraes den Weg zum Tor.
Kloses zweiter Streich bringt keine Beruhigung
Miroslav Klose schien es vorbehalten, letzte Zweifel am 51. Sieg der DFB-Geschichte zu beseitigen. Nach toller Vorarbeit des bärenstarken Lahm drückte der Bremer Torschützenkönig den Ball im Nachsetzen in die Maschen (60.). Es war bereits der 26. Länderspieltreffer des Bundesliga-Torschützenkönigs. Doch nach einem erneuten Aussetzer der DFB-Abwehr und Wanchopes Anschlusstreffer zum 2:3 hieß es: Zittern bis zum Schluss. Daran änderte auch die durch TV-Bilder belegte Tatsache nichts, dass Wanchope seinen zweiten Treffer aus Abseitsposition heraus markierte.
Frings' Schuss verjagt alle Zweifel
Erst Torsten Frings' fulminanter Weitschuss beseitigte nach 87 Minuten alle Zweifel am erfolgreichen Start in die Heim-WM. Der Zwei-Tore-Vorsprung bewog Klinsmann sogar, der Sensationsnominierung David Odonkor in der 91. Minute zum schnellen WM-Debüt zu verhelfen. Der Dortmunder Flügelflitzer ersetzte in seinem zweiten A-Länderspiel Ersatz-Kapitän Bernd Schneider.
Viel Lob seitens des Bundestrainers
Klinsmann sah "ein tolles Auftaktspiel mit sechs Toren. Wir wollten den Leuten etwas bieten, wollten sie mitreißen. Natürlich wollten wir zu null spielen. Aber ein Schuss Nervosität war mit dabei. Die geht erst mit der Zeit etwas weg. Wir sind froh, dass wir einen solchen Start hingelegt haben. Die Mannschaft ist ein sehr hohes Tempo gegangen. Da kann es immer zu Abstimmungsproblemen kommen. Es wird immer so sein, dass der Gegner seine Chancen auch bekommt. Toll, wie Philipp Lahm auf der linken Seite gespielt hat. Jetzt hat er es mal allen Leuten gezeigt, die ihn auf den rechten Verteidiger schieben wollten. Auch Miro (Klose) hat eine sehr starke Leistung gebracht." Auch mit Tim Borowski, den der Bundestrainer in der 71. Minute gegen Sebastian Kehl austauschte, "war ich absolut zufrieden. Er ist viel in Bewegung, ackert viel, gibt uns die Qual der Wahl, er will rein. Er macht sich gut. Wir kennen seine Fähigkeiten. Er gibt immer das Maximum."
Vier Tage Zeit bis zum Vergleich mit Polen
Nach dem Auftakt regenerieren die Sieger nun vier Tage im Quartier in Berlin. Zeit auch, um neue taktische Kniffe einzuüben oder Standardsituationen zu verfeinern. Weiter geht es am Mittwochabend mit dem vermeintlichen Spitzenspiel der Gruppe A. Dann trifft die DFB-Elf in Dortmund auf Polen.
Quelle
Lahm weltmeisterlich
Nach einer kurzen Begrüßungsparty auf bayerisch hatte Bundespräsident Horst Köhler die 18. Fußball-WM offiziell eröffnet und Schiedsrichter Horacio Elizondo aus Argentinien die Partie angepfiffen. Danach machte die DFB-Elf ihr Versprechen wahr, auch ohne Michael Ballack von der erste Minute an Vollgas zu geben. Ein früher Warnschuss von Torsten Frings ging noch über den Kasten von Gäste-Keeper Jose Porras (3.). Doch gegen Philipp Lahms Zauberschuss nur drei Minuten später war der Schlussmann machtlos. Vom linken Strafraumeck in den Torwinkel gezirkelt: So treffen sonst nur brasilianische Weltmeister. Lahm kopierte in dieser Szene Andreas Brehmes entscheidendes 2:1 aus dem WM-Achtelfinale 1990 gegen die Niederlande.
Lehmann beim Ausgleich ohne Chance
Allerdings gibt es ja auch noch die deutsche Abwehr. Auch gegen den 26. der Fifa-Weltrangliste zeigte sich immer wieder, wie wackelig die Viererkette sein kann. Zweimal ging der Versuch gut, gegen den Außenseiter auf Abseits zu spielen. Einmal aber nicht. Paulo Wanchope nutzte Arne Friedrichs Stellungsfehler schamlos aus und hatte keine Mühe, den überraschenden Ausgleich für Costa Rica zu erzielen. Da waren gerade mal 12 Minuten gespielt. Torwart Jens Lehmann, der im Heimstadion seines Dauerrivalen Oliver Kahn freundlich empfangen wurde, war dabei ohne Abwehrchance.
Klose wie vor vier Jahren gleich da
Die Klinsmänner zeigten sich nur kurz geschockt. Nach einer wunderbaren Kombination über Kapitän Bernd Schneider und Schweinsteiger bedankte sich Torjäger Miroslav Klose an seinem 28. Geburtstag für die perfekte Vorlage zum 2:1 (17.).
Borowski enttäuscht in der Ballack-Rolle
Nach dem Wechsel hatte die deutsche Mannschaft Mühe, ins Rollen zu kommen. Trotz 63 Prozent Ballbesitzes hatte die vom Ersatz-Ballack Tim Borowski nur leidlich inspirierte Elf Probleme mit dem kompakt stehenden Gegner. Mit einer defensiven Viererreihe vor der Abwehr vermauerte das Team von Alexander Guimaraes den Weg zum Tor.
Kloses zweiter Streich bringt keine Beruhigung
Miroslav Klose schien es vorbehalten, letzte Zweifel am 51. Sieg der DFB-Geschichte zu beseitigen. Nach toller Vorarbeit des bärenstarken Lahm drückte der Bremer Torschützenkönig den Ball im Nachsetzen in die Maschen (60.). Es war bereits der 26. Länderspieltreffer des Bundesliga-Torschützenkönigs. Doch nach einem erneuten Aussetzer der DFB-Abwehr und Wanchopes Anschlusstreffer zum 2:3 hieß es: Zittern bis zum Schluss. Daran änderte auch die durch TV-Bilder belegte Tatsache nichts, dass Wanchope seinen zweiten Treffer aus Abseitsposition heraus markierte.
Frings' Schuss verjagt alle Zweifel
Erst Torsten Frings' fulminanter Weitschuss beseitigte nach 87 Minuten alle Zweifel am erfolgreichen Start in die Heim-WM. Der Zwei-Tore-Vorsprung bewog Klinsmann sogar, der Sensationsnominierung David Odonkor in der 91. Minute zum schnellen WM-Debüt zu verhelfen. Der Dortmunder Flügelflitzer ersetzte in seinem zweiten A-Länderspiel Ersatz-Kapitän Bernd Schneider.
Viel Lob seitens des Bundestrainers
Klinsmann sah "ein tolles Auftaktspiel mit sechs Toren. Wir wollten den Leuten etwas bieten, wollten sie mitreißen. Natürlich wollten wir zu null spielen. Aber ein Schuss Nervosität war mit dabei. Die geht erst mit der Zeit etwas weg. Wir sind froh, dass wir einen solchen Start hingelegt haben. Die Mannschaft ist ein sehr hohes Tempo gegangen. Da kann es immer zu Abstimmungsproblemen kommen. Es wird immer so sein, dass der Gegner seine Chancen auch bekommt. Toll, wie Philipp Lahm auf der linken Seite gespielt hat. Jetzt hat er es mal allen Leuten gezeigt, die ihn auf den rechten Verteidiger schieben wollten. Auch Miro (Klose) hat eine sehr starke Leistung gebracht." Auch mit Tim Borowski, den der Bundestrainer in der 71. Minute gegen Sebastian Kehl austauschte, "war ich absolut zufrieden. Er ist viel in Bewegung, ackert viel, gibt uns die Qual der Wahl, er will rein. Er macht sich gut. Wir kennen seine Fähigkeiten. Er gibt immer das Maximum."
Vier Tage Zeit bis zum Vergleich mit Polen
Nach dem Auftakt regenerieren die Sieger nun vier Tage im Quartier in Berlin. Zeit auch, um neue taktische Kniffe einzuüben oder Standardsituationen zu verfeinern. Weiter geht es am Mittwochabend mit dem vermeintlichen Spitzenspiel der Gruppe A. Dann trifft die DFB-Elf in Dortmund auf Polen.
Quelle
RESPEKT, hatte eigentlich 3 zu 2 getippt.