Roland
Microsoft neues Tool zur Echtheitsüberprüfung der XP-Lizenz stößt auf massive Kritik bei vielen Anwendern. Jetzt will der Software-Riese einlenken.
Und täglich grüßt das WGA-Tool
Ein kleines Programm, das nach dem Willen von Microsoft jeder Nutzer von Windows XP herunterladen soll, sorgt unter Anwendern für Proteste. Das Windows Genuine Advantage-Tool (WGA) nimmt bei jedem Systemstart Kontakt mit Servern des Software-Giganten auf – ungefragt. Eigentlich ist es dazu gedacht, Raubkopien zu entlarven. Doch weil es nicht richtig funktioniert, fühlen sich auch ehrliche Käufer gegängelt.
Rechner-Infos übermittelt
Schätzungen zufolge haben schon zwei Drittel aller XP-Nutzer das WGA-Tool installiert. Bis Ende des Jahres soll es sich auf allen Windows-Rechnern eingenistet haben. Es vergleicht beim ersten Start und jedem Update den Produktschlüssel auf dem PC mit den Einträgen einer Zentraldatenbank. Daneben übermittelt es Infos zu dem Rechner, dem Betriebssystem und aus dem Bios – bis hin zur Seriennummer der Festplatte und den lokalen Einstellungen. Ende Mai führte Microsoft in Deutschland eine verschärfte WGA-Version ein, bislang auf freiwilliger Basis. Sie ist nun auch mit einer Benachrichtigungsfunktion ausgestattet.
Ehrliche Kunden gebrandmarkt
Die "WGA Notification" traktiert Raubkopierer mit Warn-Einblendungen. Windows startet gar nicht erst, außer man klickt die erste weg. Sie erscheint auf dem "Begrüßungsbildschirm". Weitere Dialoge prangen auf dem Desktop. In vielen Fällen nervt Microsoft so die Falschen: User aus Großbritannien etwa berichteten, ihr Internet Explorer habe ActiveX-Controls rundweg blockiert. Trotz legaler Windows-Kopie bekamen sie Hinweise-Fenster zu lesen – das WGA-Tool hielt sie für Raubkopierer.
Abfrage angeblich anonym
Dass WGA täglich "nach Hause telefoniert", damit hielt Microsoft bislang hinter dem Berg. Das Tool könne so im Fall einer Fehlfunktion deaktiviert werden, denn noch befinde es sich in der der Entwicklungsphase, lautet Microsofts Begründung. Der Software-Riese beruhigte zwar, bei dem täglichen Kontakt würden – anders als bei der WGA-Installation – keine wichtigen Daten übertragen. Dennoch erfährt das Unternehmen die IP-Adresse des Nutzers. Offenbar übermittelt das Tool jedes Mal den Produktschlüssel – und auch, ob auf einem Rechner Warnhinweise aktiviert sind. Dennoch werden angeblich keine Daten abgefragt, durch die sich Nutzer identifizieren lassen.
Quelle
Und täglich grüßt das WGA-Tool
Ein kleines Programm, das nach dem Willen von Microsoft jeder Nutzer von Windows XP herunterladen soll, sorgt unter Anwendern für Proteste. Das Windows Genuine Advantage-Tool (WGA) nimmt bei jedem Systemstart Kontakt mit Servern des Software-Giganten auf – ungefragt. Eigentlich ist es dazu gedacht, Raubkopien zu entlarven. Doch weil es nicht richtig funktioniert, fühlen sich auch ehrliche Käufer gegängelt.
Rechner-Infos übermittelt
Schätzungen zufolge haben schon zwei Drittel aller XP-Nutzer das WGA-Tool installiert. Bis Ende des Jahres soll es sich auf allen Windows-Rechnern eingenistet haben. Es vergleicht beim ersten Start und jedem Update den Produktschlüssel auf dem PC mit den Einträgen einer Zentraldatenbank. Daneben übermittelt es Infos zu dem Rechner, dem Betriebssystem und aus dem Bios – bis hin zur Seriennummer der Festplatte und den lokalen Einstellungen. Ende Mai führte Microsoft in Deutschland eine verschärfte WGA-Version ein, bislang auf freiwilliger Basis. Sie ist nun auch mit einer Benachrichtigungsfunktion ausgestattet.
Ehrliche Kunden gebrandmarkt
Die "WGA Notification" traktiert Raubkopierer mit Warn-Einblendungen. Windows startet gar nicht erst, außer man klickt die erste weg. Sie erscheint auf dem "Begrüßungsbildschirm". Weitere Dialoge prangen auf dem Desktop. In vielen Fällen nervt Microsoft so die Falschen: User aus Großbritannien etwa berichteten, ihr Internet Explorer habe ActiveX-Controls rundweg blockiert. Trotz legaler Windows-Kopie bekamen sie Hinweise-Fenster zu lesen – das WGA-Tool hielt sie für Raubkopierer.
Abfrage angeblich anonym
Dass WGA täglich "nach Hause telefoniert", damit hielt Microsoft bislang hinter dem Berg. Das Tool könne so im Fall einer Fehlfunktion deaktiviert werden, denn noch befinde es sich in der der Entwicklungsphase, lautet Microsofts Begründung. Der Software-Riese beruhigte zwar, bei dem täglichen Kontakt würden – anders als bei der WGA-Installation – keine wichtigen Daten übertragen. Dennoch erfährt das Unternehmen die IP-Adresse des Nutzers. Offenbar übermittelt das Tool jedes Mal den Produktschlüssel – und auch, ob auf einem Rechner Warnhinweise aktiviert sind. Dennoch werden angeblich keine Daten abgefragt, durch die sich Nutzer identifizieren lassen.
Quelle