Roland
Kettenmails zeigen Bilder mit Katzen im Glas, drohen mit Flüchen und warnen vor Viren, die es nicht gibt. Wir stellen die erfolgreichsten "Hoax"-Mails vor.
"Bill Gates verschenkt sein Geld. Und wenn Du nicht dabei bist, wird es Dir später sicherlich leid tun. Also leite diese Mail an möglichst viele Leute weiter. Verschiedene Autoritäten haben bestätigt, dass es funktioniert!" Eine eMail mit etwa diesem Inhalt fanden in den letzten Wochen viele Internet-Nutzer in Ihrem Postfach. Ungeachtet vieler Ungereimtheiten lassen sich etliche Leute dazu verleiten, sie weiterzuleiten. Und das, obwohl die Mail bereits 1999 in ähnlicher Form die Runde machte. Hoax nennt man eine solche Falschmeldung. Das bedeutet Scherz oder Schwindel und steckt auch in dem Ausdruck "Hokus Pokus".
Fauler Zauber mit Virenwarnungen
Nicht nur Geld oder Wertsachen für die eigene Tasche, auch Spenden für todkranke Kinder sollen durch immer wieder weitergeleitete Mails zusammenkommen. Zudem kursieren falsche Virenwarnungen, (Un-)Glücksbriefe, vermeintliche Lebensweisheiten und dumme Witze auf diese Weise seit vielen Jahren. Und die Invasion dieses Unsinns nimmt kein Ende.
"Das sind alles Hoaxes!"
Natürlich überprüft keine Firma, wer wieviele Mails weiterleitet. Technisch ist das gar nicht möglich. Und erst recht macht niemand die finanzielle Unterstützung eines kranken Kindes von weitergeleiteten Mails abhängig. Was Virenwarnungen angeht, sagt Frank Ziemann, Autor von hoax-info.de: "Es werden generell nie echte, offizielle Virus-Warnungen als Kettenbriefe in die weite Welt geschickt, das sind alles Hoaxes!"
Der eigentliche Virus ist der Datenmüll
Hoaxes sind unter anderem an ihren Übertreibungen zu erkennen. So warnen sie zum Beispiel vor reinen Text-Mails, die de facto keinen Schaden anrichten können. Allenfalls das Öffnen von Anhängen kann gefährlich sein. Darum sollte man nur vertrauenswürdige Anhänge öffnen und kein Mailprogramm benutzen, das angehängte Mini-Programme automatisch startet, so wie Outlook Express es tut. Ansonsten gilt: Die eigentlichen Viren sind die Kettenmails selbst. Denn sie sorgen für unnötigen Datenverkehr und verschwenden die Zeit von jedem, der sie liest.
Zeitverschwendung mit schwachen Witzchen
Selbst weitergeleitete Witzchen oder mehr oder weniger lustige Anhänge können zu Datenmüll werden, wenn sie einem die Zeit rauben, die man mit Sinnvollerem oder Schönerem verbringen könnte. Das gilt auch für solche Kettenmails, die verschiedene Hoaxes parodieren. Nicht jeder findet die Millionste "Elvis lebt!"-Meldung lustig.
"Späße" mit dem Glück und der Angst
Glücksbriefe, die nicht ganz so weit gehen, kursieren schon länger, als es das Internet gibt. Bis heute werden sie von vielen Nutzern ernst genommen. Die Verfasser ziehen alle typischen Register: Sie berufen sich auf Autoritäten, maßen sich Authentizität an - und schaden könne es ja sowieso nicht. Es wird nicht nur Glück versprochen, sondern auch Unglück angedroht, falls man die Mail nicht weiterleite. Genauso wie die eMails, in denen es um das Einheimsen von Belohnungen oder Retten von Kindern geht, enthalten sie Zeitangaben wie "in einer Woche" oder "vor einem Jahr". Dabei verschweigen die Mails jedoch, zu welchem Zeitpunkt diese Aussage überhaupt gemacht wurde.
Gefährliches auf der Festplatte
Die spaßig eVariante einer Virus-Mail bittet den Leser, selbst seine Festplatte zu löschen, da der Virus-Autor nicht über genügend Programmier-Kenntnisse verfüge, um einen richtigen Virus zu schreiben. Allerdings gibt es ganz ähnliche Mails, die genau so funktionieren: Sie warnen vor Viren auf der Festplatte und fordern dazu auf, ganz bestimmte Dateien zu löschen. In Wahrheit sind diese "Viren" wichtige System-Dateien. Wer einer solchen Aufforderung Folge leistet, beschädigt sein Betriebssystem anstatt es zu schützen.
Hoaxes erobern Instant Messenger
Inzwischen haben Hoax-Autoren auch Instant Messenger für ihre skurillen Botschaften entdeckt. Wie einst bei den eMails, machten auch hier falsche Warnungen den Anfang: Bestimmte Versionen der Chat-Programme seien mit Viren verseucht. Oder bestimmte Chat-Teilnehmer selbst seien getarnte Viren. Dann hieß es, der Messenger solle kostenpflichtig werden - für alle, die diese wichtige Mitteilung nicht weiterleiteten. Andere Hoaxes versprechen für die Weiterleitung neue Smileys und Spenden für Hungernde. Oder sie drohen bei Nichtweiterleitung mit der Löschung des Zugangs - oder gar dem Erscheinen des Geistes eines verstorbenen Kindes.
Quelle und mehr dazu
"Bill Gates verschenkt sein Geld. Und wenn Du nicht dabei bist, wird es Dir später sicherlich leid tun. Also leite diese Mail an möglichst viele Leute weiter. Verschiedene Autoritäten haben bestätigt, dass es funktioniert!" Eine eMail mit etwa diesem Inhalt fanden in den letzten Wochen viele Internet-Nutzer in Ihrem Postfach. Ungeachtet vieler Ungereimtheiten lassen sich etliche Leute dazu verleiten, sie weiterzuleiten. Und das, obwohl die Mail bereits 1999 in ähnlicher Form die Runde machte. Hoax nennt man eine solche Falschmeldung. Das bedeutet Scherz oder Schwindel und steckt auch in dem Ausdruck "Hokus Pokus".
Fauler Zauber mit Virenwarnungen
Nicht nur Geld oder Wertsachen für die eigene Tasche, auch Spenden für todkranke Kinder sollen durch immer wieder weitergeleitete Mails zusammenkommen. Zudem kursieren falsche Virenwarnungen, (Un-)Glücksbriefe, vermeintliche Lebensweisheiten und dumme Witze auf diese Weise seit vielen Jahren. Und die Invasion dieses Unsinns nimmt kein Ende.
"Das sind alles Hoaxes!"
Natürlich überprüft keine Firma, wer wieviele Mails weiterleitet. Technisch ist das gar nicht möglich. Und erst recht macht niemand die finanzielle Unterstützung eines kranken Kindes von weitergeleiteten Mails abhängig. Was Virenwarnungen angeht, sagt Frank Ziemann, Autor von hoax-info.de: "Es werden generell nie echte, offizielle Virus-Warnungen als Kettenbriefe in die weite Welt geschickt, das sind alles Hoaxes!"
Der eigentliche Virus ist der Datenmüll
Hoaxes sind unter anderem an ihren Übertreibungen zu erkennen. So warnen sie zum Beispiel vor reinen Text-Mails, die de facto keinen Schaden anrichten können. Allenfalls das Öffnen von Anhängen kann gefährlich sein. Darum sollte man nur vertrauenswürdige Anhänge öffnen und kein Mailprogramm benutzen, das angehängte Mini-Programme automatisch startet, so wie Outlook Express es tut. Ansonsten gilt: Die eigentlichen Viren sind die Kettenmails selbst. Denn sie sorgen für unnötigen Datenverkehr und verschwenden die Zeit von jedem, der sie liest.
Zeitverschwendung mit schwachen Witzchen
Selbst weitergeleitete Witzchen oder mehr oder weniger lustige Anhänge können zu Datenmüll werden, wenn sie einem die Zeit rauben, die man mit Sinnvollerem oder Schönerem verbringen könnte. Das gilt auch für solche Kettenmails, die verschiedene Hoaxes parodieren. Nicht jeder findet die Millionste "Elvis lebt!"-Meldung lustig.
"Späße" mit dem Glück und der Angst
Glücksbriefe, die nicht ganz so weit gehen, kursieren schon länger, als es das Internet gibt. Bis heute werden sie von vielen Nutzern ernst genommen. Die Verfasser ziehen alle typischen Register: Sie berufen sich auf Autoritäten, maßen sich Authentizität an - und schaden könne es ja sowieso nicht. Es wird nicht nur Glück versprochen, sondern auch Unglück angedroht, falls man die Mail nicht weiterleite. Genauso wie die eMails, in denen es um das Einheimsen von Belohnungen oder Retten von Kindern geht, enthalten sie Zeitangaben wie "in einer Woche" oder "vor einem Jahr". Dabei verschweigen die Mails jedoch, zu welchem Zeitpunkt diese Aussage überhaupt gemacht wurde.
Gefährliches auf der Festplatte
Die spaßig eVariante einer Virus-Mail bittet den Leser, selbst seine Festplatte zu löschen, da der Virus-Autor nicht über genügend Programmier-Kenntnisse verfüge, um einen richtigen Virus zu schreiben. Allerdings gibt es ganz ähnliche Mails, die genau so funktionieren: Sie warnen vor Viren auf der Festplatte und fordern dazu auf, ganz bestimmte Dateien zu löschen. In Wahrheit sind diese "Viren" wichtige System-Dateien. Wer einer solchen Aufforderung Folge leistet, beschädigt sein Betriebssystem anstatt es zu schützen.
Hoaxes erobern Instant Messenger
Inzwischen haben Hoax-Autoren auch Instant Messenger für ihre skurillen Botschaften entdeckt. Wie einst bei den eMails, machten auch hier falsche Warnungen den Anfang: Bestimmte Versionen der Chat-Programme seien mit Viren verseucht. Oder bestimmte Chat-Teilnehmer selbst seien getarnte Viren. Dann hieß es, der Messenger solle kostenpflichtig werden - für alle, die diese wichtige Mitteilung nicht weiterleiteten. Andere Hoaxes versprechen für die Weiterleitung neue Smileys und Spenden für Hungernde. Oder sie drohen bei Nichtweiterleitung mit der Löschung des Zugangs - oder gar dem Erscheinen des Geistes eines verstorbenen Kindes.
Quelle und mehr dazu