Vollständige Version anzeigen: Schumi macht es spannend

Roland
Die WM ist wieder offen: Michael Schumacher gewinnt den Großen Preis der USA vor seinem Teamkollegen Felipe Massa. Der Führende in der Fahrerwertung, Weltmeister Fernando Alonso, landet nur auf Rang fünf und verliert dadurch wichtige Zähler im Kampf um die WM-Krone.

Mit einem eindrucksvollen Doppelerfolg auf dem Indianapolis Motor Speedway melden sich Michael Schumacher und Felipe Massa zurück im Titelrennen. Während es auf der Piste zahlreiche heikle Unfälle gab, fuhr Schumacher an der Spitze ein tadelloses und fehlerfreies Rennen. Der dritte Platz ging an Giancarlo Fisichella, der das Rennen zwei Plätze vor seinem Teamkollegen Fernando Alonso beendete. Mit seinem dritten Sieg im zehnten Rennen der Saison verkürzte Schumacher den Rückstand zu Fernando Alonso auf 19 Punkte, was für den Rest der Saison noch einiges

Verheerender Crash gleich nach dem Start

Keine zehn Sekunden war das Rennen alt, da waren von den 22 gestarteten Boliden nur noch 15 auf der Strecke. Eine wahre Kettenreaktion setzte ausgangs der Start- und Zielgeraden ein, der gleich beide Silberpfeil-Piloten (Räikkönen und Montoya), Mark Weber, Scott Speed, Christian Klien und Franck Montagny zum Opfer fielen. Am schlimmsten erwischte es aber Nick Heidfeld, der sich in seinem BMW-Sauber gleich mehrfach überschlug. "Das war mein erster Überschlag, es war aber harmlos", so Heidfeld. "Es war kein harter Einschlag."

Alonso greift Schumacher an
Abseits des verheerenden Crashs machte Weltmeister Fernando Alonso beim Start gleich zwei Plätze gut und attackierte Schumacher. Der musste seinen Teamkollegen passieren lassen, so dass Alonso plötzlich auf der Außenbahn neben Schumacher auftauchte. Einen Weg vorbei fand der Spanier aber nicht, die ausgerufene Safety-Car-Phase machte dem Duell der Duelle erst einmal den Garaus. Beim Restart konnten sich die beiden Ferrari-Piloten dann schnell absetzen, während Giancarlo Fisichella Alonso mächtig einheizte.

Fisichella auf Ferrari-Jagd
Nach 14 Runden gab es für Fisichella dann kein Halten mehr. Alonso nahm auf der Start- und Zielgeraden den Fuß vom Gas und ließ den Teamkollegen passieren. Fisichella wurde dann vom Kommando-Stand auf Ferrari-Jagd geschickt - über sechs Sekunden Rückstand galt es zu diesem Zeitpunkt aufzuholen. Und der Italiener gab Gas, kam aber an die stark auftrumpfenden Roten nicht heran. In der 29. Runde ging Schumacher dann - zeitgleich mit Fisichella - zum ersten Stopp in die Box. Und genau hier ging die Ferrari-Rechnung auf, denn Massa kam nach seinem Tankstopp erst hinter Schumacher zurück auf die Strecke, fungierte damit wieder als Bremsklotz für das Renault-Duo.

Trulli spült es ganz nach vorn
Unglaublich: Plötzlich fand sich Jarno Trulli hinter Felipe Massa auf Platz drei liegend auf einem Podiums-Platz wieder. Dabei war der italienische Toyota-Fahrer aus der Boxengasse ins Rennen gefahren, nachdem seine Mechaniker Reparaturen am Fahrzeug außerhalb des Parc Fermés vornahmen. Die Strategie, mit der Trulli ins Rennen geschickt wurde, machte sich - gepaart mit den zahlreichen Ausfällen - bezahlt. Am Ende belegte Trulli einen mehr als respektablen vierten Platz.

Alonso verhindert mit Glück das totale Fiasko
Bei Fernando Alonso lief es in Indianapolis so gar nicht rund. Der Spanier baute immer weiter ab, wurde nach seinem zweiten und letzten Tankstopp bis auf Platz sechs durchgereicht - hinter dem Toyota-Duo Trulli/Schumacher. Ein kleines Fiasko, welches nur dadurch geschönt wurde, dass es zehn Runden vor Ende des Rennens auch noch Ralf Schumacher erwischte. Damit rückte Alonso auf Platz fünf vor und hielt den Schaden ein wenig mehr in Grenzen.

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