Roland
Microsoft zieht erste Bilanz des öffentlichen Beta-Tests von Vista: Der XP-Erbe strotzt nur so vor Fehlern – auf die Entwickler kommt jede Menge Arbeit zu.
Die ersten Vorab-Versionen des XP-Nachfolgers Windows Vista strotzten nur so vor Fehlern. Ein Experte der Seite Longhornblogs analysierte Report-Daten von Microsoft. Danach meldeten die Beta-Tester bis zum 3. Juli 2006 ganze 27 479 Bugs. Allerdings ist ein Großteil bereits korrigiert, nur 5 743 Schwachstellen müssen sich die Entwickler noch vornehmen. Darunter dürften sich allerdings viele Duplikate befinden: Einsendungen der User, die sich auf dieselben Probleme beziehen. Und: Nur rund 250 Datensätze liegen länger als zwei Monate auf Halde. Zum Teil habe Microsoft bewusst nicht reagiert, heißt es: Bestimmte Vista-Eigenschaften, die unangenehm auffielen, seien durchaus beabsichtigt.
Betas werden besser
Vista ist das bisher komplexeste Betriebssystem aus Redmond. Die Fehlerzahl hat sich mit jeder Beta-Version verringert. Über die Build 5270 wurden die meisten Klagen laut. Sie erschien bereits im Dezember 2005. Innerhalb von nur zwei Tagen gingen damals knapp 700 Bug-Meldungen ein. Inzwischen sind es nur noch rund achtzig pro Tag. Vista soll nicht nur mehr Features bieten und sicherer sein als der Vorgänger, sondern sich vor allem leichter bedienen lassen. Die Oberfläche fällt auf durch halbtransparente Fenster und dynamische Effekte. Unter massive Kritik ist der Benutzerkonten-Schutz geraten: Systemeinstellungen lassen sich nur noch mühsam ändern.
Microsoft stoppt Vista-Download
Microsoft schloss am 30. Juni überraschend die Tore für interessierte Windows-Vista-Tester. Ian Moulster, verantwortlicher Produktmanager bei Microsoft UK, hatte das bevorstehende Ende des Download-Angebots kurz zuvor in seinem Weblog angekündigt. "Wir haben nur eine begrenzte Zahl an Kopien vorgesehen", so die Begründung. Deutsche Tester hatten aufgrund der Zeitverschiebung noch einige Stunden Gnadenfrist. Doch nun nimmt Microsoft auch von deutschen Nutzern keine neuen Download-Anfragen für die Beta 2 an. Auch die Bestellmöglichkeit einer CD ist damit ausgelaufen.
Moderne Hardware gefragt
Der XP-Erbe glänzt mit einer runderneuerten Oberfläche und vielen neuen Funktionen. Das Betriebssystem ist jedoch leistungshungrig: Ein Prozessor mit mindestens 1,5 Gigahertz, 512 Megabyte Hauptspeicher und eine Grafikkarte mit mindestens 64 Megabyte RAM sind notwendig, um das schwergewichtige Windows der Zukunft zu testen – auf einem PC mit schwächerer Hardware lohnt sich die Installation kaum. Wer Vista in voller Grafik-Pracht erleben möchte, sollte einen Hauptprozessor mit 2,0 Gigahertz oder mehr in seinem PC haben sowie ein Gigabyte Hauptspeicher und eine DirectX9-fähige Grafikkarte mit mindestens 128 MB Speicher. Ein DVD-Laufwerk ist zudem Pflicht.
Alle, die eine von knapp 2,3 Millionen "Beta 2"-Kopien von Windows Vista ergattern konnten, können diese bis zum 1. Juni 2007 uneingeschränkt einsetzen. Anschließend, so Microsoft, stellt das Betriebssystem seine Arbeit ein. Windows Vista soll Anfang kommenden Jahres in sieben verschiedenen Versionen auf den Markt kommen. Wobei für Heim-Anwender vornehmlich die so genannte "Home Premium"-Version interessant sein dürfte, die das volle Vista-Erlebnis bietet, ohne mit Administrations-Werkzeugen überfrachtet zu sein, die für den Einsatz in großen Firmen nötig sind.
Keine ausgereifte Software
Da es sich bei der Vorabversion um kein voll ausgereiftes Betriebsystem handelt, könnten Fehler mit dem System auftreten. Zwar bringt Vista bereits eine recht gute Hardware-Unterstützung mit, doch nicht für jedes Computer-Bauteil gibt es bereits kompatible Treiber – gerade etwas exotischere Hardware könnte unter der Vista-Betaversion nicht funktionsfähig sein. Doch zumindest die großen Grafikkartenhersteller ATI und Nvidia sowie Soundkarten-Spezialist Creative haben bereits reagiert und bieten Treiber für ihre Produkte an, die speziell auf Windows Vista abgestimmt sind.
Quelle
Die ersten Vorab-Versionen des XP-Nachfolgers Windows Vista strotzten nur so vor Fehlern. Ein Experte der Seite Longhornblogs analysierte Report-Daten von Microsoft. Danach meldeten die Beta-Tester bis zum 3. Juli 2006 ganze 27 479 Bugs. Allerdings ist ein Großteil bereits korrigiert, nur 5 743 Schwachstellen müssen sich die Entwickler noch vornehmen. Darunter dürften sich allerdings viele Duplikate befinden: Einsendungen der User, die sich auf dieselben Probleme beziehen. Und: Nur rund 250 Datensätze liegen länger als zwei Monate auf Halde. Zum Teil habe Microsoft bewusst nicht reagiert, heißt es: Bestimmte Vista-Eigenschaften, die unangenehm auffielen, seien durchaus beabsichtigt.
Betas werden besser
Vista ist das bisher komplexeste Betriebssystem aus Redmond. Die Fehlerzahl hat sich mit jeder Beta-Version verringert. Über die Build 5270 wurden die meisten Klagen laut. Sie erschien bereits im Dezember 2005. Innerhalb von nur zwei Tagen gingen damals knapp 700 Bug-Meldungen ein. Inzwischen sind es nur noch rund achtzig pro Tag. Vista soll nicht nur mehr Features bieten und sicherer sein als der Vorgänger, sondern sich vor allem leichter bedienen lassen. Die Oberfläche fällt auf durch halbtransparente Fenster und dynamische Effekte. Unter massive Kritik ist der Benutzerkonten-Schutz geraten: Systemeinstellungen lassen sich nur noch mühsam ändern.
Microsoft stoppt Vista-Download
Microsoft schloss am 30. Juni überraschend die Tore für interessierte Windows-Vista-Tester. Ian Moulster, verantwortlicher Produktmanager bei Microsoft UK, hatte das bevorstehende Ende des Download-Angebots kurz zuvor in seinem Weblog angekündigt. "Wir haben nur eine begrenzte Zahl an Kopien vorgesehen", so die Begründung. Deutsche Tester hatten aufgrund der Zeitverschiebung noch einige Stunden Gnadenfrist. Doch nun nimmt Microsoft auch von deutschen Nutzern keine neuen Download-Anfragen für die Beta 2 an. Auch die Bestellmöglichkeit einer CD ist damit ausgelaufen.
Moderne Hardware gefragt
Der XP-Erbe glänzt mit einer runderneuerten Oberfläche und vielen neuen Funktionen. Das Betriebssystem ist jedoch leistungshungrig: Ein Prozessor mit mindestens 1,5 Gigahertz, 512 Megabyte Hauptspeicher und eine Grafikkarte mit mindestens 64 Megabyte RAM sind notwendig, um das schwergewichtige Windows der Zukunft zu testen – auf einem PC mit schwächerer Hardware lohnt sich die Installation kaum. Wer Vista in voller Grafik-Pracht erleben möchte, sollte einen Hauptprozessor mit 2,0 Gigahertz oder mehr in seinem PC haben sowie ein Gigabyte Hauptspeicher und eine DirectX9-fähige Grafikkarte mit mindestens 128 MB Speicher. Ein DVD-Laufwerk ist zudem Pflicht.
Alle, die eine von knapp 2,3 Millionen "Beta 2"-Kopien von Windows Vista ergattern konnten, können diese bis zum 1. Juni 2007 uneingeschränkt einsetzen. Anschließend, so Microsoft, stellt das Betriebssystem seine Arbeit ein. Windows Vista soll Anfang kommenden Jahres in sieben verschiedenen Versionen auf den Markt kommen. Wobei für Heim-Anwender vornehmlich die so genannte "Home Premium"-Version interessant sein dürfte, die das volle Vista-Erlebnis bietet, ohne mit Administrations-Werkzeugen überfrachtet zu sein, die für den Einsatz in großen Firmen nötig sind.
Keine ausgereifte Software
Da es sich bei der Vorabversion um kein voll ausgereiftes Betriebsystem handelt, könnten Fehler mit dem System auftreten. Zwar bringt Vista bereits eine recht gute Hardware-Unterstützung mit, doch nicht für jedes Computer-Bauteil gibt es bereits kompatible Treiber – gerade etwas exotischere Hardware könnte unter der Vista-Betaversion nicht funktionsfähig sein. Doch zumindest die großen Grafikkartenhersteller ATI und Nvidia sowie Soundkarten-Spezialist Creative haben bereits reagiert und bieten Treiber für ihre Produkte an, die speziell auf Windows Vista abgestimmt sind.
Quelle