Roland
Revolution in der Computer-Branche: Minutenlanges Hochfahren des PC gehört der Vergangenheit an - eine neue Technologie macht die Rechner sofort startklar. Das amerikanische Unternehmen Freescale hat mit der Serienproduktion der ersten Magnet-Speicherchips begonnen. Herkömmliche RAM-Bausteine in PC oder Flash-Speicher in Digitalkameras und MP3-Playern wirken im Vergleich zur neuen Technologie veraltet.
Windows XP auf Knopfdruck
Die Vorteile des Magnetspeichers (MRAM) sind fast zu schön um wahr zu sein. Die Chips sind nichtflüchtig, d.h. gespeicherten Daten sind stets vorhanden und gehen nicht verloren. Wird der Rechner heruntergefahren oder durch einen Stromausfall jäh ausgeschaltet, sind die Daten bei einem Neustart weiterhin verfügbar. Ein Betriebssystem wie Windows XP muss beim Start nicht mehr von der Festplatte in den Arbeitsspeicher geladen werden. Der nervende Bootvorgang ist damit nicht mehr erforderlich. Seine weiteren Vorteile spielt der MRAM besonders bei mobilen Endgeräten wie Handys oder Digitalkameras aus.
Schneller, effizienter, besser
Auch Digitalkameras wären mit MRAM schneller.
Im Vergleich zu dem im Mobil-Bereich eingesetzten Flash-Speicher, wie er auf SD-Karten Verwendung findet, arbeitet der MRAM flotter. Daten können schneller gelesen und geschrieben werden. Eine Digitalkamera speichert einen Schnappschuss schneller. MRAM verbraucht weniger Energie - gut für den Akku - und entwickelt zudem weniger Hitze. Außerdem: Magnetische Speicher sind im Gegensatz zu Flash unbegrenzt beschreibbar. Der einzige Nachteil ist der derzeit hohe Preis von 25 Dollar pro 4-MBit-Chip. Ein Preisverfall ist bei einer stärkeren Verbreitung der Technologie absehbar.
Und so funktioniert's!
Freescale-Ingenieur Saied Tehrani sagte, dass sein Unternehmen fast zehn Jahre an der MRAM-Entwicklung gearbeitet habe. Anderen Herstellern wie IBM ist die Serienproduktion solcher Speicher bislang nicht gelungen. MRAM steht für Magnetoresistive Random Access Memory. Diese Technologie speichert Daten magnetisch und nicht durch elektronische Aufladung der Bausteine. Das Verfahren ist mit dem einer Festplatte vergleichbar, die ebenfalls auf magnetische Speicherung setzt. Bevor die MRAM-Chips in PCs und Digicams zum Einsatz kommen, werden sie wohl im Verkehrswesen, beispielsweise Flugzeug-Blackboxen, verbaut.
Intel beschleunigt Systemstart
Auch Intel will dem langen Booten mit einer "Robson" getauften Technologie entgegenwirken. Ein PC, der mit der neuen Technologie ausgestattet ist, startet im Idealfall in gut drei Sekunden. Die Systemdateien befinden sich auf einer eingebauten Speicherkarte, die bis zu 4 GB Daten fasst, und können somit schneller geladen werden. Auch Anwendungen öffnen sich in einem "Robson"-System erheblich schneller.
Neuer Chip XP startet in drei Sekunden
Intel möchte künftig seine "Centrino"-Architektur, die schon heute in den meisten mobilen Rechnern steckt, um "Robson" erweitern. Es wird aber noch bis zum ersten Halbjahr 2007 dauern, bis die ersten Notebooks mit diesem Flash-Speicher auf den Markt kommen. Hingegen ist noch unklar, bis wann die ersten MRAM-Bausteine in Endgeräten auftauchen werden.
Quelle
Windows XP auf Knopfdruck
Die Vorteile des Magnetspeichers (MRAM) sind fast zu schön um wahr zu sein. Die Chips sind nichtflüchtig, d.h. gespeicherten Daten sind stets vorhanden und gehen nicht verloren. Wird der Rechner heruntergefahren oder durch einen Stromausfall jäh ausgeschaltet, sind die Daten bei einem Neustart weiterhin verfügbar. Ein Betriebssystem wie Windows XP muss beim Start nicht mehr von der Festplatte in den Arbeitsspeicher geladen werden. Der nervende Bootvorgang ist damit nicht mehr erforderlich. Seine weiteren Vorteile spielt der MRAM besonders bei mobilen Endgeräten wie Handys oder Digitalkameras aus.
Schneller, effizienter, besser
Auch Digitalkameras wären mit MRAM schneller.
Im Vergleich zu dem im Mobil-Bereich eingesetzten Flash-Speicher, wie er auf SD-Karten Verwendung findet, arbeitet der MRAM flotter. Daten können schneller gelesen und geschrieben werden. Eine Digitalkamera speichert einen Schnappschuss schneller. MRAM verbraucht weniger Energie - gut für den Akku - und entwickelt zudem weniger Hitze. Außerdem: Magnetische Speicher sind im Gegensatz zu Flash unbegrenzt beschreibbar. Der einzige Nachteil ist der derzeit hohe Preis von 25 Dollar pro 4-MBit-Chip. Ein Preisverfall ist bei einer stärkeren Verbreitung der Technologie absehbar.
Und so funktioniert's!
Freescale-Ingenieur Saied Tehrani sagte, dass sein Unternehmen fast zehn Jahre an der MRAM-Entwicklung gearbeitet habe. Anderen Herstellern wie IBM ist die Serienproduktion solcher Speicher bislang nicht gelungen. MRAM steht für Magnetoresistive Random Access Memory. Diese Technologie speichert Daten magnetisch und nicht durch elektronische Aufladung der Bausteine. Das Verfahren ist mit dem einer Festplatte vergleichbar, die ebenfalls auf magnetische Speicherung setzt. Bevor die MRAM-Chips in PCs und Digicams zum Einsatz kommen, werden sie wohl im Verkehrswesen, beispielsweise Flugzeug-Blackboxen, verbaut.
Intel beschleunigt Systemstart
Auch Intel will dem langen Booten mit einer "Robson" getauften Technologie entgegenwirken. Ein PC, der mit der neuen Technologie ausgestattet ist, startet im Idealfall in gut drei Sekunden. Die Systemdateien befinden sich auf einer eingebauten Speicherkarte, die bis zu 4 GB Daten fasst, und können somit schneller geladen werden. Auch Anwendungen öffnen sich in einem "Robson"-System erheblich schneller.
Neuer Chip XP startet in drei Sekunden
Intel möchte künftig seine "Centrino"-Architektur, die schon heute in den meisten mobilen Rechnern steckt, um "Robson" erweitern. Es wird aber noch bis zum ersten Halbjahr 2007 dauern, bis die ersten Notebooks mit diesem Flash-Speicher auf den Markt kommen. Hingegen ist noch unklar, bis wann die ersten MRAM-Bausteine in Endgeräten auftauchen werden.
Quelle