Vollständige Version anzeigen: Zeitung: Schumi hört diese Saison auf

Roland
Angeblich hat sich der Ferrari-Pilot bereits entschieden

Wie die italienische "Gazzetta dello Sport" berichtet, soll sich Michael Schumacher bereits entschieden haben, seine Karriere an den Nagel zu hängen.

Michael Schumachers furiose Aufholjagd in der Formel-1-Weltmeisterschaft wird von neuen heftigen Rücktritts-Spekulationen begleitet. Kurz vor dem Großen Preis von Ungarn ist sich "La Gazzetta dello Sport" sicher, dass der Rekord-Champion zum Saisonschluss seine einmalige Karriere beenden wird. "Die Entscheidung ist Schumacher schwer gefallen, sie ist aber wohl überlegt", schreibt die italienische Sportzeitung.

Entscheidung in Monza
Schumacher-Manager Willi Weber sagte dagegen: "Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen." Erst beim Großen Preis von Italien (8. bis 10. September) in Monza wird die Zukunftsfrage beantwortet. "Wir haben schon vor langem festgelegt, dass wir dann unsere Fahrer für 2007 bekannt geben", erklärte Ferrari-Teamchef Jean Todt.

Webers Ratschlag
Weber hat seinem Schützling, der in der Fahrer-Wertung nur noch elf Punkte hinter seinem spanischen Renault-Rivalen Fernando Alonso liegt, bereits geraten, auf dem Höhepunkt abzutreten: "Wenn Michael zum achten Mal Weltmeister wird, rate ich ihm aufzuhören." Laut des italienischen Fachblattes hat der 37 Jahre alte Rheinländer diesen Schritt bereits vollzogen: "Schumacher scheint sich entschlossen zu haben, seine wunderbare Karriere zu beenden und sich anderem zu widmen."

Troika vor Trennung?
Mit ein Grund für Schumachers möglichen Sinneswandel soll die Amtsmüdigkeit von Todt und Ross Brawn sein. Nach Meinung des Blattes hat sich die bislang unzertrennliche Ferrari-Troika Schumacher, Todt und Brawn bereits auf eine gemeinsame Strategie geeinigt. Angeblich wollen sie nach dieser bislang außergewöhnlich verlaufenen Saison getrennte Wege gehen. Todt wolle sich mehr ins Privatleben zurückziehen. Außerdem widme er den Projekten von Professor Saillant immer mehr Zeit. Der französische Arzt, der Michael Schumacher nach dessen Rennunfall von Silverstone 1999 operiert hatte, forscht auch dank Todts Unterstützung, um Kinder mit Gehirnerkrankungen besser behandeln zu können.

Todt bleibt bei Ferrari
Fiat- und Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hat in der vergangene Woche vielleicht auch deshalb angekündigt, dass Todt Ferrari erhalten bleibe und damit für Spekulationen gesorgt. "La Gazzetta dello Sport" erwartet, dass der Franzose in der Firmenhierarchie weiter aufsteigen und dem Rennteam damit nicht mehr wie bisher zur Verfügung stehen werde. Brawn soll es zurück nach England ziehen. Nach einer Auszeit im Kreise seiner Familie wolle er für Ferrari weiterarbeiten, aber nicht mehr in vorderster Front. Ein weiterer Grund für Schumachers Rückzug soll sein, dass ihm der Finne Kimi Raikkönen in der nächsten Saison im Nacken sitzen könnte.

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