Roland
Die Aufgabe, der sich Schwergewichts-Boxer Axel Schulz nach sieben Jahren Ringpause gestellt hat, war einfach zu groß, zu schnell und zu variabel. So hatte sich der Publikumsliebling sein Comebackversuch nicht vorgestellt. "Ich habe gegen mich selbst verloren", erklärte der 38-Jährige sichtlich enttäuscht nach der K.-o.-Niederlage gegen den US-Amerikaner Brian Minto. "Ich habe gedacht ich kommen besser klar. Ich habe mich überschätzt, da gibt es keine Ausreden", kommentierte Schulz das Ende seiner Boxkarriere noch im Ringviereck. Geplatzt war der Traum von der Rückkehr in die Weltspitze. Besonders bitter: Nach dem Kampf wurde er mit einem gellenden Pfeifkonzert aus der Halle gejagt.

Eine Menge Rost angesetzt
Im Duell gegen Minto konnte Schulz fast nichts von seinen Vorsätzen und Plänen umsetzen. Es schien phasenweise fast so, als wollte der "Weiche Riese" zu schnell zu viel. Nichts klappte. Es zeigte sich mit zunehmender Kampfdauer, dass sich in sieben Jahren Kampfpause eine Menge Rost beim Schwergewicht aus Frankfurt/Oder angesetzt hat. Aber noch schlimmer: Schulz übernahm fast nie die Initiative. Ihm fehlte die Sicherheit in seinen Aktionen. Überhaupt war er zu abwartend in dem Duell gegen den US-Amerikaner aus Pennsylvania.
Was hat Schulz ein Jahr lang in den USA gemacht?
Besonders Schulz' linke Führhand kam nur selten zum Einsatz. Mit dieser hätte der elf Zentimeter größere Schulz gegenüber Minto deutlich mehr wagen müssen. Der Deutsche nutzte zu keiner Zeit des Kampfes seine Größenvorteile aus, um Minto wirkungsvoll zu treffen. Sein Gegner hingegen gewann Runde um Runde mehr Sicherheit. Und je besser der US-Boy in den Kampf fand, desto kurzatmiger wurde Schulz. Nach dem Niederschlag in der vierten Runde, boxte Schulz fast nur noch mit offenem Mund. Konditionelle Probleme waren nun klar zu sehen und der ehemalige Box-Rüpel Graciano Rocchigiani, der den Fight im Gerry-Weber-Stadion verfolgte fragte sich, was Schulz ein Jahr lang während der Kampfvorbereitung in den USA gemacht habe?
"Keine zwei Boxer im Ring"
Ähnliches dürfte die Mehrzahl der Zuschauer gedacht haben, nachdem der Ringrichter Joachim Jacobsen den Kampf in der sechsten Runde abbrach und der Fight als technische K.-o.-Niederlage gegen Schulz gewertet wurde. Mit großen Hoffnungen waren über 12.000 Zuschauer ins westfälische Halle gereist, um bei Schulz' Comeback dabei zu sein. "Aber man konnte hier nicht von einem Kampf sprechen, da zu einem Fight immer zwei Kontrahenten gehören. Und die habe ich im Ring nicht gesehen", brachte es Schauspieler Thomas Heinze auf den Punkt. So quittieren zahlreiche Zuschauer Schulz' Ende im Ring mit Pfiffen.
"Ich kann nur noch einmal 'danke' sagen"
Schulz selbst waren nicht nur die Spuren des Kampfes ins Gesicht geschrieben, auch die Enttäuschung spiegelte sich in seinen Augen wider. "Ich bin wahnsinnig enttäuscht von dem was ich da abgeliefert habe", zeigte sich Schulz selbstkritisch. "Mir tut es leid für die Leute, die mir die Daumen gedrückt haben. Ich kann nur noch einmal 'danke' sagen", erklärte Schulz später in den Katakomben des Gerry-Weber-Stadions.
Quelle

Eine Menge Rost angesetzt
Im Duell gegen Minto konnte Schulz fast nichts von seinen Vorsätzen und Plänen umsetzen. Es schien phasenweise fast so, als wollte der "Weiche Riese" zu schnell zu viel. Nichts klappte. Es zeigte sich mit zunehmender Kampfdauer, dass sich in sieben Jahren Kampfpause eine Menge Rost beim Schwergewicht aus Frankfurt/Oder angesetzt hat. Aber noch schlimmer: Schulz übernahm fast nie die Initiative. Ihm fehlte die Sicherheit in seinen Aktionen. Überhaupt war er zu abwartend in dem Duell gegen den US-Amerikaner aus Pennsylvania.
Was hat Schulz ein Jahr lang in den USA gemacht?
Besonders Schulz' linke Führhand kam nur selten zum Einsatz. Mit dieser hätte der elf Zentimeter größere Schulz gegenüber Minto deutlich mehr wagen müssen. Der Deutsche nutzte zu keiner Zeit des Kampfes seine Größenvorteile aus, um Minto wirkungsvoll zu treffen. Sein Gegner hingegen gewann Runde um Runde mehr Sicherheit. Und je besser der US-Boy in den Kampf fand, desto kurzatmiger wurde Schulz. Nach dem Niederschlag in der vierten Runde, boxte Schulz fast nur noch mit offenem Mund. Konditionelle Probleme waren nun klar zu sehen und der ehemalige Box-Rüpel Graciano Rocchigiani, der den Fight im Gerry-Weber-Stadion verfolgte fragte sich, was Schulz ein Jahr lang während der Kampfvorbereitung in den USA gemacht habe?
"Keine zwei Boxer im Ring"
Ähnliches dürfte die Mehrzahl der Zuschauer gedacht haben, nachdem der Ringrichter Joachim Jacobsen den Kampf in der sechsten Runde abbrach und der Fight als technische K.-o.-Niederlage gegen Schulz gewertet wurde. Mit großen Hoffnungen waren über 12.000 Zuschauer ins westfälische Halle gereist, um bei Schulz' Comeback dabei zu sein. "Aber man konnte hier nicht von einem Kampf sprechen, da zu einem Fight immer zwei Kontrahenten gehören. Und die habe ich im Ring nicht gesehen", brachte es Schauspieler Thomas Heinze auf den Punkt. So quittieren zahlreiche Zuschauer Schulz' Ende im Ring mit Pfiffen.
"Ich kann nur noch einmal 'danke' sagen"
Schulz selbst waren nicht nur die Spuren des Kampfes ins Gesicht geschrieben, auch die Enttäuschung spiegelte sich in seinen Augen wider. "Ich bin wahnsinnig enttäuscht von dem was ich da abgeliefert habe", zeigte sich Schulz selbstkritisch. "Mir tut es leid für die Leute, die mir die Daumen gedrückt haben. Ich kann nur noch einmal 'danke' sagen", erklärte Schulz später in den Katakomben des Gerry-Weber-Stadions.
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