Roland
In einer dramatischen Partie setzt sich das Team von Heiner Brand im Halbfinale gegen Frankreich durch und greift jetzt nach der Goldmedaille.
Das Spiel in der Kölnarena war schon lange vorbei, die deutsche Mannschaft war soeben ins Finale der Heim-WM eingezogen. Die Truppe von Bundestrainer Heiner Brand ließ sich auf dem Feld von den 19.000 begeisterten Fans feiern. Dann setzten sie sich im Mittelkreis zusammen und stimmten an: "Gebt mir ein H, gebt mir ein U, gebt mir ein M, gebt mir ein B, gebt mir ein A". Die Zuschauer stimmten ein – und alle sprangen auf und sangen "Wir singen Humba, Humba, Humba, tätärääää".
Fritz rettet den Sieg
Diese Szene war das i-Tüpfelchen auf einen mehr als spannenden Handball-Abend. Nach zwei Verlängerungen besiegte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes den Europameister aus Frankreich. Gegen die starken Gäste sah es streckenweise so aus, als würde das viel zitierte Wintermärchen in Köln ein jähes Ende finden. Erst ein Siebenmeter von Markus Baur und etliche Paraden von Henning Fritz machten den ersehnten Sieg perfekt. Im Finale treffen die deutschen Handballer am Sonntag auf Polen.
Erleichterung bei Roggisch
"Wir haben eine sensationelle Truppe. Das war Kampf, Herz und sich durchbeißen", sagte der vom Spiel der Nerven gezeichnete Brand. "Ich habe es genossen; auch wenn man nicht sagen kann, dass wir spielerisch besser waren." Der Magdeburger Abwehrchef Oliver Roggisch atmete erleichtert auf: "Wir waren eigentlich schon weg. Das war wie Karussell fahren."
Nervöse Aktionen auf deutscher Seite
Die Neuauflage des Hauptrundenspiels war für die deutsche Mannschaft alles andere als ein erneuter Spaziergang durch die französische Abwehr. Das Team von Trainer Claude Onesta stand so, wie man es von den Spitzenleuten um Bertrand Gille hatte erwarten können. Die Euphorie war schnell verflogen und durch die harte Realtät ersetzt worden. Christian Zeitz, Pascal Hens und Co. agierten nervös, suchten ihr Glück immer wieder in überstürzten Aktionen mit wenig Aussicht auf Erfolg.
Narcisse und Karabatic bereiten Kopfschmerzen
Die Franzosen ließen sich nicht wieder so überrennen wie bei der ersten Begegnung der beiden Teams. Einzig Henning Fritz verhinderte mit einer erneuten Weltklasse-Leistung, dass die Gäste noch vor der Pause auf mehr als ein Tor davonziehen konnten. Vor allem die beiden Superstars Daniel Narcisse und Nikola Karabatic stellten die deutsche Abwehr vor schier unlösbare Probleme.
Frenetische Fans bejubeln Glandorfs Führung
Die Franzosen antworteten auf jeden Treffer der Brand-Truppe mit einem eigenen. Durch einen verwandelten Siebenmeter (Baur) und einen Tempogegenstoß (Kehrmann) glichen die Deutschen in der zweiten Hälfte zum 17:17 aus. Holger Glandorf brachte sein Team in der 52. Minute dann sogar in Führung – und die Halle stand Kopf. Keinen der 19.000 Fans hielt es noch auf seinem Sitz.
Baur mit dem Schlussakt in der regulären Spielzeit
49 Sekunden standen noch auf der Uhr, als der wieder genesene Markus Baur sich über links kraftvoll durchsetzte und den Ausgleich zum 21:21 erzielte. Henning Fritz rettete die Mannschaft mit einer tollen Parade in die Verlängerung. Und hier begann die Nervenschlacht erst so richtig.
Glandorf wirft Deutschland in die zweite Verlängerung
Die Franzosen erwischten den besseren Start. Ein Treffer von Narcisse, und das deutsche Team lief erneut einem Rückstand hinterher. Zwar konnten Klein und Baur immer wieder ausgleichen, doch Frankreichs Guigou traf zum 24:25 Halbzeitstand in der ersten Verlängerung. Die Brand-Truppe steckte nicht auf, kämpfte, biss – und Glandorfs Tor zum 27:27 war die Eintrittskarte in die zweite Overtime.
Fritz hält in der letzten Sekunde
Ein schöner Treffer von Torsten Jansen und eine Parade von Fritz hätten die Grundlage für einen furiosen Spurt bedeuten können, doch Frankreichs Narcisse und Abati drehten das Blatt. Kehrmann glich zum 29:29 aus, noch ehe die erste Hälfte der zweiten Verlängerung beendet war. In der zweiten Häfte ging die DHB-Auswahl zwei Mal in Führung (Glandorf, Kaufmann), doch die Equipe Tricolore glich immer wieder aus. Erst der Siebenmeter-Treffer von Markus Baur und eine Parade von Henning Fritz in der letzten Sekunde des Spiels brachten den so knappen 32:31-Sieg – und damit den Einzug ins WM-Finale.
Quelle
Das Spiel in der Kölnarena war schon lange vorbei, die deutsche Mannschaft war soeben ins Finale der Heim-WM eingezogen. Die Truppe von Bundestrainer Heiner Brand ließ sich auf dem Feld von den 19.000 begeisterten Fans feiern. Dann setzten sie sich im Mittelkreis zusammen und stimmten an: "Gebt mir ein H, gebt mir ein U, gebt mir ein M, gebt mir ein B, gebt mir ein A". Die Zuschauer stimmten ein – und alle sprangen auf und sangen "Wir singen Humba, Humba, Humba, tätärääää".
Fritz rettet den Sieg
Diese Szene war das i-Tüpfelchen auf einen mehr als spannenden Handball-Abend. Nach zwei Verlängerungen besiegte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes den Europameister aus Frankreich. Gegen die starken Gäste sah es streckenweise so aus, als würde das viel zitierte Wintermärchen in Köln ein jähes Ende finden. Erst ein Siebenmeter von Markus Baur und etliche Paraden von Henning Fritz machten den ersehnten Sieg perfekt. Im Finale treffen die deutschen Handballer am Sonntag auf Polen.
Erleichterung bei Roggisch
"Wir haben eine sensationelle Truppe. Das war Kampf, Herz und sich durchbeißen", sagte der vom Spiel der Nerven gezeichnete Brand. "Ich habe es genossen; auch wenn man nicht sagen kann, dass wir spielerisch besser waren." Der Magdeburger Abwehrchef Oliver Roggisch atmete erleichtert auf: "Wir waren eigentlich schon weg. Das war wie Karussell fahren."
Nervöse Aktionen auf deutscher Seite
Die Neuauflage des Hauptrundenspiels war für die deutsche Mannschaft alles andere als ein erneuter Spaziergang durch die französische Abwehr. Das Team von Trainer Claude Onesta stand so, wie man es von den Spitzenleuten um Bertrand Gille hatte erwarten können. Die Euphorie war schnell verflogen und durch die harte Realtät ersetzt worden. Christian Zeitz, Pascal Hens und Co. agierten nervös, suchten ihr Glück immer wieder in überstürzten Aktionen mit wenig Aussicht auf Erfolg.
Narcisse und Karabatic bereiten Kopfschmerzen
Die Franzosen ließen sich nicht wieder so überrennen wie bei der ersten Begegnung der beiden Teams. Einzig Henning Fritz verhinderte mit einer erneuten Weltklasse-Leistung, dass die Gäste noch vor der Pause auf mehr als ein Tor davonziehen konnten. Vor allem die beiden Superstars Daniel Narcisse und Nikola Karabatic stellten die deutsche Abwehr vor schier unlösbare Probleme.
Frenetische Fans bejubeln Glandorfs Führung
Die Franzosen antworteten auf jeden Treffer der Brand-Truppe mit einem eigenen. Durch einen verwandelten Siebenmeter (Baur) und einen Tempogegenstoß (Kehrmann) glichen die Deutschen in der zweiten Hälfte zum 17:17 aus. Holger Glandorf brachte sein Team in der 52. Minute dann sogar in Führung – und die Halle stand Kopf. Keinen der 19.000 Fans hielt es noch auf seinem Sitz.
Baur mit dem Schlussakt in der regulären Spielzeit
49 Sekunden standen noch auf der Uhr, als der wieder genesene Markus Baur sich über links kraftvoll durchsetzte und den Ausgleich zum 21:21 erzielte. Henning Fritz rettete die Mannschaft mit einer tollen Parade in die Verlängerung. Und hier begann die Nervenschlacht erst so richtig.
Glandorf wirft Deutschland in die zweite Verlängerung
Die Franzosen erwischten den besseren Start. Ein Treffer von Narcisse, und das deutsche Team lief erneut einem Rückstand hinterher. Zwar konnten Klein und Baur immer wieder ausgleichen, doch Frankreichs Guigou traf zum 24:25 Halbzeitstand in der ersten Verlängerung. Die Brand-Truppe steckte nicht auf, kämpfte, biss – und Glandorfs Tor zum 27:27 war die Eintrittskarte in die zweite Overtime.
Fritz hält in der letzten Sekunde
Ein schöner Treffer von Torsten Jansen und eine Parade von Fritz hätten die Grundlage für einen furiosen Spurt bedeuten können, doch Frankreichs Narcisse und Abati drehten das Blatt. Kehrmann glich zum 29:29 aus, noch ehe die erste Hälfte der zweiten Verlängerung beendet war. In der zweiten Häfte ging die DHB-Auswahl zwei Mal in Führung (Glandorf, Kaufmann), doch die Equipe Tricolore glich immer wieder aus. Erst der Siebenmeter-Treffer von Markus Baur und eine Parade von Henning Fritz in der letzten Sekunde des Spiels brachten den so knappen 32:31-Sieg – und damit den Einzug ins WM-Finale.
Quelle