Roland
Es war die Pay-TV-Sensation zu Beginn dieses Jahres: Die einstigen Konkurrenten arena und Premiere gingen auf Schmusekurs, um die eigenen Programmpakete in einer engen Kooperation besser vermarkten zu können. Das Bundeskartellamt äußerte starke Bedenken und kündigte eine umfangreiche Prüfung der Zusammenarbeit an. Diese Überprüfung hat jetzt Folgen für Satelliten-Neukunden.
Deal mit Folgen
Der Mega-Deal sah vor, dass Premiere die Satellitenvermarktung von arena übernimmt, während die arena-Muttergesellschaft Unity Media in den firmeneigenen Kabelnetzen von ish und iesy in Nordrhein-Westfalen und Hessen die Premiere-Programme direkt vermarkten darf. Für Kunden hatte diese Lösung den Vorteil, dass nur noch eine Smartcard im Digitalreceiver notwendig war, um sowohl arena als auch Premiere empfangen zu können.
Schon früh wurde allerdings klar, dass die Kooperation zwischen den ehemals harten Rivalen im Poker um die Übertragungsrechte für die Bundesligaspiele auf wackeligen Beinen steht. Noch am gleichen Tag nach Bekanntgabe der Zusammenarbeite schaltete sich das Bundeskartellamt ein und kündigte eine umfangreiche Prüfung des Deals an. Damals hatten sowohl Premiere als auch arena versichert, keine rechtlichen Bedenken fürchten zu müssen. Jetzt hat sich das Blatt gedreht.
Zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, wenige Spieltage vor dem wohl spannendsten Bundesliga-Finale seit Jahren, gab Premiere heute bekannt, die Bundesliga-Vermarktung für Satelliten-Neukunden bis auf weiteres auszusetzen. Grund sind offensichtlich neue Erkenntnisse nach weiteren Gesprächen mit dem Bundeskartellamt.
Kofler sieht Chancen für alle
"Die Prüfung durch das Bundeskartellamt ist langwieriger und umfassender als erwartet", sagte Premiere-Chef Georg Kofler in einer ersten Stellungnahme. "Duch die Aussetzung der Vermarktung gewinnen alle Beteiligten den nötigen Spielraum, die Transaktion detailliert zu bewerten und gegebenenfalls anzupassen", so Kofler weiter.
Wie es weiter heißt, werden sich alle Beteiligten bemühen, die Bedenken des Kartellamtes so schnell wie möglich auszuräumen. Spätestens bis zum 31. Mai wollen die Vertragspartner ein kartellrechtlich unbedenkliches Modell entwickeln, um die bisherige Kooperation fortführen zu können, so Premiere.
Keine Folgen für Bestandskunden
Für Premiere-Bestandskunden, die arena über Satellit empfangen, hat die heutige Entscheidung derweil keine Folgen. Sie können arena weiterhin ohne Einschränkungen empfangen. Ebenfalls voll erhalten bleiben die Vermarktungsmöglichkeiten im Kabel: Premiere wird auch künftig in 13 von 16 Bundesländern arena anbieten und über das Kabelnetz ausstrahlen.
Quelle
Deal mit Folgen
Der Mega-Deal sah vor, dass Premiere die Satellitenvermarktung von arena übernimmt, während die arena-Muttergesellschaft Unity Media in den firmeneigenen Kabelnetzen von ish und iesy in Nordrhein-Westfalen und Hessen die Premiere-Programme direkt vermarkten darf. Für Kunden hatte diese Lösung den Vorteil, dass nur noch eine Smartcard im Digitalreceiver notwendig war, um sowohl arena als auch Premiere empfangen zu können.
Schon früh wurde allerdings klar, dass die Kooperation zwischen den ehemals harten Rivalen im Poker um die Übertragungsrechte für die Bundesligaspiele auf wackeligen Beinen steht. Noch am gleichen Tag nach Bekanntgabe der Zusammenarbeite schaltete sich das Bundeskartellamt ein und kündigte eine umfangreiche Prüfung des Deals an. Damals hatten sowohl Premiere als auch arena versichert, keine rechtlichen Bedenken fürchten zu müssen. Jetzt hat sich das Blatt gedreht.
Zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, wenige Spieltage vor dem wohl spannendsten Bundesliga-Finale seit Jahren, gab Premiere heute bekannt, die Bundesliga-Vermarktung für Satelliten-Neukunden bis auf weiteres auszusetzen. Grund sind offensichtlich neue Erkenntnisse nach weiteren Gesprächen mit dem Bundeskartellamt.
Kofler sieht Chancen für alle
"Die Prüfung durch das Bundeskartellamt ist langwieriger und umfassender als erwartet", sagte Premiere-Chef Georg Kofler in einer ersten Stellungnahme. "Duch die Aussetzung der Vermarktung gewinnen alle Beteiligten den nötigen Spielraum, die Transaktion detailliert zu bewerten und gegebenenfalls anzupassen", so Kofler weiter.
Wie es weiter heißt, werden sich alle Beteiligten bemühen, die Bedenken des Kartellamtes so schnell wie möglich auszuräumen. Spätestens bis zum 31. Mai wollen die Vertragspartner ein kartellrechtlich unbedenkliches Modell entwickeln, um die bisherige Kooperation fortführen zu können, so Premiere.
Keine Folgen für Bestandskunden
Für Premiere-Bestandskunden, die arena über Satellit empfangen, hat die heutige Entscheidung derweil keine Folgen. Sie können arena weiterhin ohne Einschränkungen empfangen. Ebenfalls voll erhalten bleiben die Vermarktungsmöglichkeiten im Kabel: Premiere wird auch künftig in 13 von 16 Bundesländern arena anbieten und über das Kabelnetz ausstrahlen.
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