Vollständige Version anzeigen: Das Fernsehen von morgen...

Alex
Kleine Einsteiger Info:

Das Fernsehen von morgen ist digital, aber was bedeutet das?
Zunächst ist dies eine neue Übertragungstechnik.
Sie wird die analogen Übertragungswege laut Kabinettbeschluss der Bundesregierung bis spätestens 2010 ablösen.

Durch die Einführung der digitalen Technik wird sich im Fernsehen viel verändern:
Gemeinsam mit den Fernseh- und Hörfunkprogrammen können nun neuentwickelte Multimedia-Angebote, wie man sie bisher eher aus dem Internet kennt, über den Digital-Decoder auf dem Fernsehgerät präsentiert werden.
Die Übertragungskosten sinken, neuartige Programmformen wie Sparten- oder Special-Interest-Kanäle werden angeboten.
Zu den klassischen Programmangeboten kommen Dienste, die die technischen Möglichkeiten für neue inhaltliche Entwicklungen nutzen.

Im zukünftigen Haushalt spielt nicht mehr das althergebrachte Fernsehgerät die tragende Rolle, sondern der Decoder, der in der Regel eher einem Computer gleicht.

Für die Zuschauer bedeutet das digitale Fernsehen vor allem:
- Mehr Fernseh- und Hörfunkprogramme als heute.
- Multimediale, interaktive Angebote, die über Fernsehen und Radio hinausgehen.
- Unverschlüsseltes Free-TV und verschlüsselte Pay-TV-Angebote, die zum Teil auch die Nutzung einzelner Sendungen vorsehen.

Und so funktioniert die neue Übertragungstechnik:
Die Signale der gesendeten Fernseh- und Hörfunkprogramme werden komprimiert und in kleine »Pakete« verpackt.
So wird eine bessere Ausnutzung der Übertragungswege möglich.
Während beim analogen Verfahren ein Fernsehprogramm genau einen Satellitenkanal belegt, finden dort nun die Inhalte von bis zu neun Fernsehprogrammen Platz.
Die Datenreduktion wird mithilfe einer internationalen Norm, dem MPEG2-Standard, vorgenommen; dabei werden redundante Daten nur einmal übertragen.
Bei einem als Multiplexing bezeichneten Vorgang werden alle Datenpakete – auch die neuer Zusatzangebote – zu einem Sendesignal zusammengefasst und übertragen.
Der Decoder kann dieses Sendesignal wieder auseinanderrechnen und die einzelnen Angebote darstellen.