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Alex
Brummen - Ursachen und Abhilfe

Ein Blick in Service-Statistiken zeigt: Brummen ist eines der am häufigsten auftretenden Störphänomene bei Audio-Geräten. Doch auch das sagt die Statistik: Nur in etwa 20% der Fälle wird die Störung durch einen Fehler in den betroffenen Komponenten selbst verursacht. Besonders ärgerlich wird's dann, wenn Sie Ihr Gerät zum Kundendienst gegeben haben, es dem Vermerk "Im Dauertest geprüft - kein Fehler feststellbar" zurückerhalten und das Brummen nach wie vor da ist. Grund genug für uns, ein Paar Tipps zu geben, wie Sie das Problem Schritt für Schritt eingrenzen und lösen können.

1. Schritt: Prüfen Sie die Verbindungsstellen zwischen Stecker und Kabel an Ihren Netz-, Cinch-, Scart- und Lautsprecher-Verbindungen. Sogenannte "kalte Lötstellen", das sind Lötverbindungen, bei denen die Bleiverbindung angebrochen ist, führen zwar (noch) nicht zu einem Totalausfall der Verbindung, können aber bereits die heimtückischen Brummgeräusche verursachen. Wir empfehlen, nicht mit dem Lötkolben zu basteln, sondern das Kabel von einer Fachwerkstatt reparieren zu lassen - oder den Austausch in ein hochwertiges Kabel. Letzteres hat mitunter schon zu überraschenden Ergebnissen hinsichtlich verbesserter Klangqualität geführt.

2. Schritt: Auch Coax-Digitalkabel mit unzureichender Abschirmung können Brummen verursachen. Typischeweise eher schlecht abgeschirmt sind Beipackkabel aus der Originalverpackung von AV-Receivern oder DVD-Playern. Zwar wird hier ein digitaler Datenstrom mit Fehlerkorrekturalgorithmen übertragen, doch es ist ein verbreiteter Irrglaube, dass dabei mangels analoger Übertragung keine Störsignale entstehen können. Allein die elektrische Art der digitalen Übertragung (anders als z.B. die optische Übertragung via Lichtleiter-Verbindung) kann zum Entstehen einer Brummschleife führen. Ein gut geschirmtes Coax-Digitalkabel muss nicht teuer sein. Informieren Sie sich in unserem Kabelshop über Preise und Qualitäten.

3. Schritt: Häufig entsteht Brummen, wenn sich im Haustromnetz oder bei den Stromversorgern irgendetwas ändert. Die Gründe für dieses "irgendetwas" können sehr diffus sein. Vereinfacht ausgedrückt stellt sich das so dar: Durch elektromagnetische (EMI) und hochfrequente Störungen (RFI) im Netz können optische und akustische Störungen auf Bildschirmen und in Lautsprechern erzeugt werden. Solche Störungen können durch fehlerhafte oder schlecht abgeschirmte Geräte entstehen, sowie häufig durch Regelelektronik (Licht- oder Drehzahlregler). Dies hier technisch tiefergehend zu erklären, würde hier zu weit führen. Jedenfalls tritt als Folge bei Ihrer Anlage die sogenannte Brummschleife auf. Typische Fehlerbeschreibung: "Die Anlage hatte nie etwas, aber plötzlich brummt es, wenn ich den Subwoofer einschalte". Kaufen Sie sich im Rundfunk- und Fernsehfachhandel (oder bei HIFI-REGLER - siehe Produktübersicht Netzdosenleisten) eine gute Mehrfachsteckdosenleiste (mehr Infos unter Netzleiste) mit Netzfilter (ca. 25,00 bis 35,00 Euro) und hängen Sie alle Geräte an diese Netzleiste, also auch Geräte, die vom Brummen nicht betroffen sind. Meist ist in diesen Leisten auch ein Überspannungsschutz (z.B. gegen indirekten Blitzeinschlag) eingebaut, was ohnehin bei hochwertigen Anlagen eine sinnvolle Sicherheitseinrichtung ist.

4. Schritt: Haben weder Schritt 1 noch Schritt 2 Abhilfe gebracht, könnte die Ursache in der Antennenleitung liegen. Auch hier wollen wir Ihnen eine Erklärung der tieferen technischen Ursachen ersparen. Das Phänomen tritt immerhin so häufig auf, dass die Industrie ein Zubehörteil namens Mantelstromfilter erfunden hat, das im Handel - häufig in Verbindung mit einem teuren Technikereinsatz - recht gern verkauft wird. Auch den Mantelstromfilter erhalten Sie im Rundfunk- und Fernsehfachhandel (etwa 5,00 bis 7,50 Euro). Es handelt sich dabei um eine Art Adapter bzw. Aufsteckbuchse für die Antennensteckdosen, in die die Antennenstecker Ihres Antennenkabels eingesteckt werden. Auch dies macht im Sinne einer Vorsorge Sinn, da diese Störströme eigenartigerweise von heute auf morgen auftreten (und auch wieder verschwinden) können.

5. Schritt: Eigentlich unglaublich, aber wir hatten schon Fälle, in denen der Kunde Schritt 1 bis 3 durchgeführt hatte, das Gerät vom Service zweifelsfrei als fehlerfrei diagnostiziert war, und dennoch das Brummen nach wie vor auftrat - in manchen Fällen auch intermittierend, d.h. nicht immer. Der Kunde hatte einen Freund in einer Nachbarwohnung im gleichen Haus. Umzug der gesamten Anlage dorthin: Brummen. Umzug der Anlage in ein anderes Haus: Plötzlich war das Brummen verschwunden und trat auch im Dauerbetrieb nicht mehr auf. Mikrowellen, das Gigahertz-Pulsen drahtloser Telefonanlagen oder sonstiger Elektrosmog - was letztlich der Auslöser solcher Störungen ist, wird sich selten zweifelsfrei ermitteln lassen. Aber das ist ein anderes Problem ...

6. Schritt: Man muss nicht unbedingt Schritt 4 durchführen, um festzustellen, dass ein Gerät ein Fall für den Kundendienst ist. Tritt z.B. nach einigen Stunden Betrieb eine ungewöhnliche Erhitzung am Gerät (z.B. am Trafo) auf oder geht das Brummen mit anderen akustischen Störungen einher, liegt der Verdacht nahe, dass ein Bauteil seinen Geist aufgegeben hat.

Von einem Kunden erhielten wir kürzlich diese Mail: "Vielen Dank für Ihre schnelle Hilfe. Ihre Analyse mit der Brummschleife war korrekt. Eine Steckdosenleiste mit Netzfilter war nicht nötig, da das Problem mittels einer geänderten Erdung gelöst werden konnte." Wir empfehlen allerdings nachdrücklich, solche Arbeiten nur von einem Elektrofachbetrieb oder einem ausgewiesenen Fachmann durchführen zulassen.

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Wir Danken für die Freundliche Unterstützung smile .
labamba
Habe diese Problemchen mit dem Brummen auch schon des öfteren
behoben.

Hierzu ein kleiner Trick:

Oftmals genügt das Gehaüse des AV Verstärker an der vogesehenen Schraube an der Rückseite zu "erden".

Hat schon vielen Freunden geholfen smile
Demolition
Hi

Ich bin auch Brummgeschädigt egal welchen Receiver ich an meinem Fernseher habe brummt der Fernseher. Das Brummen wird deutlich lauter beim Aufrufen von Favoritenlisten oder dem Configmenü. Bei meinem Deltasat war es am schlimmsten bis zur Beseitigung des allseits bekannten Problems bei Multikom. Bei meinem Technisat Digibox Beta 2 ist es jedoch auch nicht ganz weg. Somit liegt für mich der Verdacht nahe, das es ein grundsätzliches Problem ist, welches von meinem Stromnetz, dem Antennenkabel, dem Scartkabels oder sonst einem Verbindungskabel ausgelöst wird. Doch da waren Sie wieder meine drei Probleme
1. Ich bin Beamter unglücklich
2. Strom ist nichts zum anfassen fragend
3. Ich habe absolut keine Ahnung mit welchem gerät ich etwas überprüfen könnte. unglücklich
labamba
hi Demolition,

erst mal ne Frage vorab, da ich das so verstanden habe das bei Dir das Brummen vom Sat Receiver kommt.

Hast Du einen Mehrfachanschluß über Multiswitch oder hast Du die Boxen direkt mit dem LNB verbunden?


Solltest Du über einen Mehrfachanschluß verfügen versuch mal die ganzen Antennenkabel zu erden ( ist bei Mehrfachanlagen laut VDE eh
Vorschrift) somit sind automatisch über die Abschirmung alle angeschlossenen Gerätegehause geerdet.
Demolition
Hi labamba

Ich habe einen Multiswitch mit 9 Eingängen und 12 Ausgängen. Die Anlage ist geerdet. Ob das Brummen von der Box kommt oder nur verstärkt wird, keine Ahnung. Ich werde auf jeden Fall, als nächstes komplett alle Kabel gegen hochwertigste Kabel austauschen. Angefangen beim Antennenkabel und aufgehört beim Cinch-Kabel der Stereoanlage. Kannst du mir was gutes empfehlen?
labamba
Also Demolition nicht so schnell !

Musst wahrscheinlich gar nicht alle Kabel gleich austauschen.

Versuch einfach mal etwas rumzuprobieren indem du z.B. einen anderen Fernseher probierst, wenn möglich.
oder mal einfach einen anderen Deiner 9 SAT Ausgänge probierst.
Dann kannste mal die Kabel probieren einfach mal untereinander tauschen.

Als Antennenkabel würde ich ein doppelt abgeschirmtes Kabel mit einem Mindestdurchmesser des Innenleiters von 1mm² und 90 OHM
Impedanz verwenden.
Bitspyer
Moin!

Neu im Forum und gleich ein schwieriges Problem:

Ich wohne in einem Mehrfamilienhaus. Wir haben eine SAT-Anlage für 20 Wohnparteien, mit je 2 Anschlüssen pro Wohnung.

Ich habe jetzt festgestellt, das wenn ich meinen SAT-Reciever an die Anlage anschliesse (man will ja Filme in DolbyDigital geniessen...) dann brummt es.

Alle Geräte sind Schutzkreisisoliert (Euro-Stecker) bis auf den aktiven Sub, der hat noch Erde.

Im Büro das selbe... will ich mal Radio direkt aufem PC aufnehmen: brummen! Auch dort: HiFi-Anlage alles Euro-Stecker, PC hat ja Erde.

Nun war ich mal oben aufem SPeicher und hab mir mal die Anlage angeschaut. (Hab gelesen, das es daran liegen könnte, das die Antennen-Anlage nicht geerdet ist.) Tja, viiiiiiele Kabel und verschiedene Module... Erdungskabel??? Hmm, die Module werden auch über Euro-Stecker versorgt. Weiter geschaut... Nix Erde! (Ob die Schüssel geerdet ist.... k.A., bin nicht aufs Dach geklettert!)

Dazu kommt noch ein Phänomen: Also, im Wohnzimmer (eigene Sicherung) Brummschleife ausgelöst. Macht man jetzt das Licht an --> BÄNG! Sicherung fliegt raus und eventuell hat es dabei ein Elektronikgerät das Leben gekostet. (2 Verstärker, 1 Sat Reciever und 1 Gamecube mussten schon dran glauben, die zu dem Zeitpunkt im WOhnzimmer an der ANlage angeschlossen waren.)
Ist die Brummschleife nicht "aktiviert", auch keine Ausfälle und keine Sicherung fliegt. (Liegt also nicht an Überlastung des Netzes wegen zu vieler Geräte! )

Tja, für Hilfe wäre ich dann mal sehr Dankbar!

Gruss,
Bitspyer
Spectacle
Bei mir brummt es auch ... und zwar die Bassbox und mein Schädel. Die Schmerztablette hat zwar beim Kopf gewirkt, jedoch nicht bei der Box. Ist auch nur diese eine Box. Hab's schon mit anderem Kabel probiert, Steckerleiste, Antennenanschluß hat sich von Kabel zu Sat verändert ... und es brummt trotzdem. Scheint wohl ein boxinternes Problem zu sein. kotz
dago
hallo bitspyer,

erkläre dein problem doch mal etwas genauer, was hast du denn alles im wohnzimer?
was für lampen hast du in dem zimmer? halogen oder glühlampen oder oder oder?

welche geräte hast du in deinem wohnzimmer angeschlossen und wann hast du das brummen? erkläre einfach mal etwas genauer.

vielleicht kann ich dir ja helfen.

gruss
dago
dago
hallo spectacle,

was hast du denn für eine bassbox? aktiv oder passiv?
also ich nehme mal an einen aktivsubwoofer. so, und wann brummt der generell oder nur wenn er ein signal von deinem verstärker bekommt?

wenn er immer brummt dann könntest du das problem eventuell mit einem besseren chinchkabel aus der welt schaffen, wenn du ihn mit chinchkabel verkabelt hast!?!?

viele fragen, kannst ja mal antworten!

gruss
dago
Spectacle
Hallo dago,

ich hab einen aktiven Subwoofer und der brummt generell, egal ob ich ein Kabel angeschlossen habe oder nicht.
Angeschlossen ist er über ein Chinch-Kabel am LFE aber das hat ja wie gesagt leider keinen Einfluß auf das Brummen.
dago
hi spectacle,

wie alt ist denn dein subwoofer und hat er von anfang an gebrummt.
könnte auch sein das sich ein impuls auf deine netzleitung setzt, kannst ja vielleicht mal eine andere steckdose probieren, oder generell einen anderen standpunkt für deinen sub ausprobieren. wenn das alles nichts hilft dann teste mal den tipp von labamba testen und das gehäuse vom sub erden.
meistens ist an den aktiven subwoofern auch eine erdungs oder masse-schraube angebracht, wahrscheinlich irgendwoh an der endstufe müsste auch beschriftet sein, dort einfach mal erde anschliessen, könnte schon reichen.

kannst ja mal testen und dann zurückschreiben.

mfg
dago
Spectacle
Vielen Dank schon mal. Das Brummen ist auch schon leiser geworden als ich die Steckdose gewechselt habe. Das mit der Erdung find ich interessant, hab ich bis jetzt noch nicht versucht.
Das Brummen besteht unabhängig vom Standort. Alter des Subi ... ähm ... ca. 3 Jahre gebaut von JBL. Er hat auch schon von Anfang an gebrummt nur da es einem nur auffällt wenn's nachts still ist hab ich ihn damals behalten.
Aber nichts desto drotz werd ich mal die Erdung ausprobieren und dann wieder schreiben.
hkiride
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