Vollständige Version anzeigen: DISEqC mal kurz erkährt

Testsepp
Digital Satellite Equipment Control, kurz DiSEqC, wurde von der europäischen Satellitenbetreibergesellschaft EU- TELSAT und Philips entwickelt.

DiSEqC kann durch die digitale Abtastung des 22 kHz-Signals verschiednee Steuerbefehle aussenden. Durch eine
Vielzahl von möglichen Funktionen ist DiSEqC auch für die Zukunft gerüstet.
Aber auch bisherige Schaltmöglichkeiten wurden implementiert, somit stellt neben der herkömmlichen 14/18
Volt-Umschaltung für die Polarisation auch die Bandumschaltung per 22 kHz-Signal kein Problem dar.


Level
Aufgrund der ständigen Erweiterungen kennt man verschiedele DiSEqC-Level:
DiSEqC 1.0 - viele Schaltbefehle verfügbar, z.B. für Umschaltung Low/High-Band bei Multifeed-Anlage
DiSEqC 1.1 - mit zusätzlichen Befehlen für Einkabel-Anlagen
DiSEqC 1.2 - mit zusätzlichen Befehlen für eine Drehanlage
DiSEqC 2.0 - vergleichbar mit 1.0, zusätzlich Anname von Befehlen durch das LNB möglich
DiSEqC 2.1 - eine Kombination von Version 1.1 und 2.0

Mini-DiSEqC - auch als "Tone Burst", "DiSEqC kompatibel" oder "Simple DiSEqC" bezeichnet, erlaubt einen einzigen
weiteren Schaltbefehl zu steuern, z.B. um bei der d-box zwischen ASTRA und Hot Bird umzuschalten

Prinzipiell lassen sich alle LNBs per DiSEqC schalten, es gint jedoch inzwischen im Handel bestimmte DiSEqC-LNBs,
welche über ein eignebautes Umschalt-Relais verfügen.
Für Multifeed-Antennen soll es künftig Monoblockkonverter geben, welche zwei LNBs in einem Gehäuse beinhalten.


Multischalter
Über mindestens 8 Einfänge für den Empfang von zwei Satellitenpositionen (jeweils zweimal Low-Band horizontal, Low-Band vertikal, High-Band horizontal, Low-Band vertikal) verfügen entrechede Switches.
Es kann auch ein Mini-DiSEqC-Relais eingesetzt werden, welches je nach Einstellung zwischen den beiden beiden
ZF-Eingängen umschaltet. Somit werden alle vier Bänder beider Satelliten empfangen.
Notwendig ist jedoch ein DiSEqC-tauglicher Receiver.


Empfänger
Die meisten Geräte sind standardmässig mit DiSEqC ausgestattet, gekennzeichnet sind diese mit dem bekannten DiSEqC-Logo. Zusätzlich wird meist auch der DiSEqC-Level angegeben.

Mit einem externen Generator können auch ältere Satelliten-Receiver, welche nicht über ein integriertes DiSEqC ver-
fügen, nachgerüstet werden. Dieser "Tone Burst" wird über die 12 V-Buchse des Turners verbunden und angesteuert.


Drehanlage
Dank DiSEqC kann selbst bei Einzelanlagen auf recht einfache Weise die Steuerung als Drehanlage realisiert werden.
Der Motor erhält bei dieser Variante die Steuerbefehle über das Koax-Kabel, somit entfallen weitere Steuerkabel.
In Einzelfällen lässt sich sogar die Versorgungsspannung für den Motor über das Antennenkabel übertragen.
Dies hängt jedoch von der jeweiligen Satelliten-Anlage ab.
Roland
@Testsepp

Sehr gute Schulung. smile
Denn viele Wissen gar nicht was das ist und zu was man es braucht.
Demolition
Hi Testsepp,

kann mich Roland nur anschliessen.

smile smile smile smile smile smile smile smile smile smile smile smile smile smile smile smile smile
Alex
Hallo

Super sache smile .

Sowas sollte auch in unser Portal als Faq rein.
THX Freak
Danke für die Info Testsepp, wieder was dazu gelernt !!! smile

Kann mir einer von euch ein gutes Buch empfehlen wo ich
mehr über die Sat Technik lesen kann ?
Winke
Testsepp
Schau mal bei Amazon da gibt es gute Bücher darüber. Suche einfach nach Sat. Winke
felix23
Trotzdem gibt es immer noch Probleme, so wie bei mir.
2 feststehende Spiegel...Diseq 2in1out Schalter...alle 2 rein,
A nenne ich in Settings natürlich auch A, B halt B.

Settings einspielen in HUmax..und: nix geht!

Ist ein echtes Problem, denn andere Möglichkeiten des Anschlußes hat man ja nicht.
Testsepp
Was haste den für einen Humi. Wenn du z.B. für einen 5400er die richtigen Settings einspielst ist eigentlich alles voreingestellt.
Testsepp
Der alter Receiver hat kein DISEqC, muß er weggeworfen werden?

Nein, auch diese Receiver können bedingt weiterverwendet werden! Mit einem Receiver ohne DISEqC kann im Low-Band (auch Analogband genannt) uneingeschränkt Multifeedbetrieb betrieben werden. Allerdings muß dann als Umschaltrelais ein 22 KHz-Relais mit Blocker (anstatt des DISEqC-Relais) verwendet werden. In Mehrteilnehmeranlagen ist darauf zu achten, daß ein hochwertiger Multischalter mit Wahlmöglichkeit für neue/alte Receiver (z.B: unser SF 9/4 Multischalter) verwendet wird. Winke
KuBaJoe
Hallo Test Sepp,

super Erklärung, aber was tun, wenn Sagem mit Neutrino nicht
umschalten mag auf Hotbird ?
(alte 1er schaltet um)
Testsepp
dein Problem liegt hier nicht an DISEqC, sondern an deiner D-Box2 und am Image. Da heisst es probieren, oder Emu kontaktieren. Winke
Testsepp
Anfang der 80er Jahre, als der erste Satellit OTS (orbitaler Telekommunikationssatellit) von Eutelsat in Betrieb
ging, gab es in ganz Europa lediglich an die zehn Sat-Anlagen, die die paar TV-Programme mit einer
über drei Meter großen Parabolantenne empfingen. Diese Sat-Antennen empfingen gleichzeitig die horizontale
und vertikale Polarisationsebene und versorgten damit einige Kabelkopfstellen mit Sat-Programmen. Die
LNBs dieser Zeit konnten lediglich den Frequenzbereich zwischen 10,95 und 11,7 GHz verarbeiten.
Nach diesen überzeugenden anfänglichen Versuchen mit dem Satelliten OTS entschied Eutelsat leistungsfähigere
Satelliten auf den Markt zu bringen. Gleichzeitig nahmen auch die Anfragen der TV- und Radiosender
für Übertragungskapazität laufend zu.
Diese erste Satellitenserie wurde Eutelsat I genannt. Sie ermöglichte für viele Zuschauer den Empfang von
verschiedenen europäischen Rundfunkprogrammen. Die Antennen mussten nun nicht einmal mehr 1,5 Meter
im Durchmesser betragen.

Durchschleif-LNB/Mono-Block
Mit der Digitaltechnik von DiSEqC werden aber auch ganz neue Produkte erst möglich: So der Durchschleif-
LNB für Einzelempfangsanlagen, an dem direkt ein weiteres Universal-LNB angeschlossen werden
kann. Ein Relais (Y-Schalter) innerhalb des Hauses ist somit überflüssig. Die beiden LNB’s sind auch gleich
in einem Gehäuse vereint als Mono-Block erhältlich. DiSEqC-fähige Mono-Blocks wird es einmal in verschiedenen
Ausführungen geben, je nachdem wie weit die beiden zu empfangenden Satelliten-Positionen
voneinander entfernt sind. Im deutschsprachigen Raum gibt es den „Mono-Block 6 Grad“.
Anmerkungen zum Durchschleif-LNB:
• Der Durchschleif-LNB (Loop-through-LNB) ist speziell entwickelt worden, um eine bestehende Sat-
Antenne mit Universal-LNB mit nur einem zusätzlichen Bauteil auf Multifeedempfang erweitern zu können.
• Der Durchschleif-LNB in der aktuell erhältlichen Version (Level 2.0) kann nicht durch ein Tone Burst
Signal gesteuert werden und benötigt auf alle Fälle einen Sat-Receiver mit mindestens DiSEqC-Level
1.0 oder höher.
Der Durchschleif-LNB selbst reagiert nicht mehr auf die herkömmlichen analogen Schaltkriterien (14/18
Volt sowie 0/22 kHz).
• Der Durchschleif-LNB sieht (wegen DiSEqC Level 2.0) das Zurücksenden einer Bestätigung an den Sat-
Receiver vor, wenn dieser selbst mindestens Level 2.0 beherrscht und um eine Bestätigung gebeten hat.
Anmerkungen zum Mono-Block:
• Der LNB für Sat-Position A wird aktiviert, wenn kein Schaltbefehl anliegt. Die Sat-Position A befindet sich
westlich der von Sat-Position B. Beispiel: Beim Empfang der Positionen 10 und 16 Grad Ost ist 10 Grad
Ost die Position A.
• Im Einsatz mit einem Sat-Receiver, der lediglich die analogen Schaltkriterien 14/18 Volt und 22 kHz beherrscht,
ist im Monoblock-LNB nur LNB A aktiv und lässt sich mittels 14/18 Volt (Polarisation) und 22
kHz (Low- oder Highband) steuern.
• Die DiSEqC-Schaltvarianten (Level 1.0) 1 bis 4 und 9 bis 12 aus Tabelle 1 schalten auf Sat-Position A.
• Die DiSEqC-Schaltvarianten (Level 1.0) 5 bis 8 und 13 bis 16 schalten auf Sat-Position B.
Um Programme von mehreren Sat-Positionen empfangen zu können, wurden diese Einzelempfangsanlagen
durch einen Motor zu Drehanlagen erweitert. Eine damalige Drehanlage musste durch mehrere Kabel gesteuert
werden. Anfangs waren fünf, später vier Steuerleitungen allein für den Motor nötig. Für die Wahl der
Polarisation (horizontal oder vertikal) waren außerdem weitere drei Leitungen nötig.
Später startete Eutelsat Satelliten der Baureihe II, die die Baureihe I ersetzten. Diese verfügten über eine
höhere Strahlungsleistung sowie einer vergrößerten Ausleuchtzone. Um die Kosten zu senken und den
Empfang zu verbessern führten die Hersteller anstelle der bisherigen mechanischen nun magnetische Polarizer
ein. Kurze Zeit danach kam bereits das sehr beliebte „Marconi-LNB“ auf den Markt, bei dem die Polarisationsebenen
mittels 14/18 Volt-Spannung im Koaxialkabel angewählt werden konnten.
Somit benötigten Drehanlagen außer dem Koaxialkabel nur noch vier weitere Leitungen zur Steuerung des
Motors. Das war bereits eine bedeutende Vereinfachung. Parallel zu den Drehanlagen wurden in Europa
auch immer mehr stationäre Sat-Empfangsanlagen errichtet, die fest auf eine oder zwei Sat-Positionen ausgerichtet
waren. Falls mit einer solchen Antenne „schielend“ zwei Sat-Positionen empfangen werden und
sich somit auch zwei LNBs im Speisesystem der Antenne befinden, spricht man von Multifeed-Empfang.
Bisherige Satellitenreceiver schalten mit 14 beziehungsweise 18 Volt zwischen den Polarisationsebenen
horizontal und vertikal um. Als weiteres Schaltkriterium hat sich in den letzten Jahren das 22 kHz-Signal
etabliert. Dies wurde in der Vergangenheit zur Ansteuerung zweier Satelliten-Positionen benutzt. Nach diesem
Prinzip wurden in den letzten Jahren tausende von Einzelempfangs- und Multifeedanlagen gebaut.
Doch als der obere Frequenzbereich (11,7 bis 12,75 GHz) immer interessanter wurde, und die dafür notwendigen
Universal-LNB’s (10,7 bis 11,7 und 11,7 bis 12,75 GHz) das 22 kHz-Signal zur Umschaltung zwischen
den beiden Frequenzbereichen benötigten, fehlte ein weiterer Impuls zur Ansteuerung verschiedener
Satelliten.
Dieses Problem erkannte Eutelsat bereits Anfang der 90er Jahre und entwickelte zusammen mit Philips das
neue System Digital Satellite Equipment Control, kurz DiSEqC (sprich: Dai-Säck). Man wollte bewusst kein
alleiniges weiteres Schaltkriterium definieren, sondern ein zukunftstaugliches System, das Schwachstellen
der bisherigen Schaltmethoden beseitigt und auch später noch innovative Erweiterungen zulässt, als die
optimale Lösung.
Denn gerade in Mehrteilnehmeranlagen sollen oft zwei oder manchmal auch drei Satellitenpositionen gleichzeitig
empfangen werden. Dabei möchte man nicht nur einzelne Programme zentral in einer Kopfstelle umsetzen,
sondern jedem Haushalt das Signal in der 1. Sat-ZF-Ebene (Frequenzbereich 950 bis 2.150 MHz)
zur Verfügung stellen. Nur so kann jeder auch beliebig Radioprogramme hören, die auf den jeweiligen Tonunterträgern
gesendet werden, oder eine spezielle Sprachversion (z. B. bei Eurosport) einstellen.
Während in Einzelanlagen der Sat-Receiver die Schaltkriterien im Koaxialkabel zum Single-Universal-LNB
schickt und damit dort die Bereichswahl veranlasst, wählen Sat-Haushalte in Mehrteilnehmeranlagen damit
am Multiswitch (Multischalter), der sich meist im Dachboden befindet, die richtige Frequenzebene aus. Bisherige
Multischalter hatten maximal vier Eingänge für die verschiedenen Sat-ZF-Ebenen. Also beispielsweise
für den Anschluss des Frequenzbereichs 10,7 bis 11,7 GHz horizontal und vertikal von zwei Sat-
Positionen. Oder aber für alle vier Frequenzebenen einer Sat-Position

Die bisherigen Schaltkriterien waren analoge Befehle. Bei zu langen Koaxialkabeln mit zu hoher Dämpfung
kommt es immer wieder einmal zu Spannungsabfällen. Bei den Komponenten der Anlage (Multiswitch oder
LNB) kommen statt 18 Volt (horizontal) nur noch 15 Volt an, die Bereichsumschaltung blieb auf vertikal. Elektromagnetische
Störungen kamen oft noch dazu. Die kurzfristig von manchen Herstellern zusätzlich eingeführten,
firmenspezifischen Schaltsignale führten meist zu weiteren Inkompatibilitäten und technischen
Problemen.
Mit DiSEqC wird nun alles anders. Im digitalen Zeitalter werden nun auch die Schaltbefehle digital innerhalb
der Satelliten-Anlage übermittelt. Trotzdem ist das System abwärtskompatibel. Das bedeutet, dass sämtliche
bisherigen Komponenten in der Sat-Anlage weiterverwendet werden können. Bei Anlagenergänzungen ist
es möglich bereits DiSEqC-fähige Komponenten einzusetzen.
DiSEqCTM ist ein Warenzeichen von Eutelsat. Das System wird aber allen Herstellern lizenzfrei und kostenlos
von Eutelsat zur Verfügung gestellt. Dieses flexible, leistungsfähige und kostengünstige System wird der
neue Standard für universellen Sat-Empfang, hinter dem alle namhaften Hersteller der Satelliten-Industrie
stehen. Eine große Produktpalette mit DiSEqC-Technik ist bereits erhältlich. Auf der Fachmesse Cable &
Satellite wurde DiSEqC sogar als „beste digitale Innovation“ ausgezeichnet.
Jetzt ist es wichtig, dass auch die Händler und Installateure die vielfältigen neuen Möglichkeiten kennen
lernen und bei der Anlagenplanung richtig umsetzen. Denn digitaltaugliche Satelliten-Anlagen sollte man
auch mit digitalen Schaltbefehlen steuern.
In enger Zusammenarbeit mit den Herstellern wirkt Eutelsat regelmäßig bei der Überprüfung der Anforderungen
der einzelnen Komponenten sowie bei der Verbesserung ihrer Leistungen mit. Eutelsat ist somit direkt
vom Entstehen vieler DiSEqC-Anwendungen an bei der Entwicklung mit beteiligt. Nicht nur in neuen
Sat-Empfangsanlagen bieten sich DiSEqC-LNBs (Monoblock-LNB und Loop-Through-LNB = Durchschleif-
LNB), Multischalter für Mehrteilnehmerempfang, DiSEqC-Motoren, DiSEqC-Generatoren, DiSEqCMessgeräte
und viele weitere neue Produkte mit DiSEqC-Technik zum Einbau an.
In der Vergangenheit gab es immer wieder technische Neuerungen beim Sat-Anlagenbau. Kaum einer erinnert
sich heute noch an magnetische oder mechanische Polarizer oder an Receiver mit 1.750 MHz-Tuner.
Genauso werden in einigen Jahren auch die bisherigen Schaltkriterien (14/18 Volt und 22 kHz) verschwunden
sein.

DiSEqC-Drehanlagen
Interessant für Einzelempfänger ist die DiSEqC-Drehanlage, bei der zwischen Receiver und Dachboden nur
ein einziges Koaxialkabel verlegt werden muss. Die früher notwendigen mehradrigen Steuerleitungen entfallen.
Im Dachboden werden die DiSEqC-Befehle ausgewertet und an Motor und Universal-LNB weitergegeben.
Zur Steuerung des Motors ist meist kein Stromanschluss im Dachboden mehr notwendig. Zur Steuerung
der Drehanlage wurde speziell der DiSEqC-Level 1.2 beziehungsweise 1.3 entwickelt.
Die komplette DiSEqC-Signalisierung erfolgt stets nach dem Single-Master/Multi-Slave-Prinzip. Der Receiver
tritt dabei als Chef (Master) auf, der allen anderen Bauteilen (Slaves) der Anlage die Umsetzung seiner Befehle
vorschreibt - der Master hat das Wort. Slaves dürfen nur antworten, wenn sie vom Master aufgefordert
werden. Das vereinfacht die Software erheblich und macht das neue System preiswert.

Alle DiSEqC-Levels
Bei DiSEqC unterscheidet man zwischen verschiedenen Levels:
Mini-DiSEqC (auch Tone Burst, DiSEqC kompatibel oder Simple-DiSEqC genannt) ermöglicht lediglich
ein weiteres Schaltkriterium (Sat-Position A/B) neben den bisherigen 14/18 Volt und 22 kHz. Das Mini-
DiSEqC-Signal ist ein Burstsignal, das auf das 22 kHz-Signal aufgesetzt wird. Für Position A wird das 22-
kHz-Signal durchgehend gesendet, für Position B getastet. Receiver mit Mini-DiSEqC-Funktion können Di-
SEqC-Multischalter (Levels 1.0 und 2.0) nur zusammen mit 14/18 Volt und 22 kHz steuern. Relais in Mini-
10
DiSEqC-Technik können auch von Receivern mit Level 1.0 und höher gesteuert werden. Bauteile mit Mini-
DiSEqC dürfen kein DiSEqC-Logo tragen.
DiSEqC Level 1.0 arbeitet mit dem kompletten DiSEqC-Befehlssatz und ermöglicht die Schaltbefehle „Polarisation“,
„Frequenzband“, „Sat-Position“ und „Option“ digital auf dem Datenburst unterzubringen. Dieses
„One-Way-System“ erlaubt lediglich die Einbahn-Kommunikation vom Receiver zu den Sat-Bauteilen.
DiSEqC Level 1.1 ist eine Weiterentwicklung von Level 1.0 und beherrscht zusätzliche Steuerbefehle insbesondere
für neuartige DiSEqC-Einkabelanlagen. Bei Level 1.1 werden die DiSEqC-Befehle mehrmals gesendet.
In Kaskade montierte DiSEqC-Produkte werden so garantiert erreicht. Es sind bis zu 64 Sat-
Positionen anwählbar.
DiSEqC Level 1.2 wurde gegenüber Level 1.1 um zusätzliche Befehle zur Steuerung einer Drehanlage erweitert.
Damit kann eine Drehanlage komplett über das normale Koaxialkabel gesteuert und mit Strom versorgt
werden. Erste Receiver, Positioner (zum Nachrüsten bisheriger Receiver) und Rotoren kommen nun in
den Handel.
DiSEqC Level 1.3 ist ähnlich wie Level 1.2 speziell für Drehantennen entwickelt worden und enthält zusätzlich
noch einige weitere Kommandos.
DiSEqC Level 2.0 basiert auf Level 1.0, die Kommunikation erfolgt aber in beiden Richtungen (bidirektional).
Der Receiver sendet DiSEqC-Befehle zu den Bauteilen. Diese bestätigen ihm die Befehle. Sämtliche elektronischen
Sat-Peripheriebauteile können sich so am Receiver anmelden und die empfangenen Befehle bestätigen.
Der Anlagen-Aufbau wird damit zum Kinderspiel.
DiSEqC Level 2.1 ist die bidirektionale Variante von Level 1.1.
DiSEqC Level 2.2 ist die bidirektionale Variante von Level 1.2.
DiSEqC Level 2.3 ist die bidirektionale Variante von Level 1.3.
Folgende Tabelle zeigt die genauen Unterschiede zwischen den Levels:
DiSEqC-Level Kommunikation Einsatzbereich Produkte
Tone-Burst (Mini-
DiSEqC)
unidirektional Umschaltung zwischen 2
LNBs (Position A/B)
Monoblock-LNB, Loopthrough-
LNB, Relais,
Generator, Testgeräte
1.0 unidirektional Umschaltung zwischen 4
LNBs, Mehrteilnehmerempfang
von bis zu 16 Sat-ZFEbenen
Multischalter, Monoblock-
LNB, Loop-through-LNB,
Relais, Generator, Testgeräte
1.1 unidirektional wie Level 1.0, zusätzlich geeignet
für DiSEqCEinkabelanlagen
und Anlagen
mit kaskadierten Bauteilen
wie Level 1.0, zusätzlich
Einkabelanlagen, teilnehmergesteuerte
Aufbereitungssysteme
1.2 unidirektional wie Level 1.1, zusätzlich geeignet
für Drehanlagen
wie Level 1.1, zusätzlich
Drehmotoren
1.3 unidirektional wie Level 1.1, zusätzlich geeignet
für Drehanlagen
wie Level 1.1, zusätzlich
Drehmotoren
2.0 bidirektional wie Level 1.0, jedoch mit
Zweiwegkommunikation
wie Level 1.0
2.1 bidirektional wie Level 1.1, jedoch mit
Zweiwegkommunikation
wie Level 1.1
2.2 bidirektional wie Level 1.2, jedoch mit
Zweiwegkommunikation
wie Level 1.2
2.3 bidirektional wie Level 1.3, jedoch mit
Zweiwegkommunikation
wie Level 1.3

DiSEqC-Einkabelanlagen
Dank der flexiblen Systemdefinierung konnten auch DiSEqC-Einkabelanlagen (DiSEqC-Level 1.1 bzw. 2.1)
entwickelt werden. Bis zu 30 Haushalte können sich hier „ihren“ Sat-Transponder auf das gemeinsame Koaxialkabel
schalten und mittels einem DiSEqC-Receiver empfangen. Jeder hat damit die gesamte Programmvielfalt
mindestens zweier Satelliten-Positionen, also jeweils Low- und Highband horizontal und vertikal. So funktioniert die Anlage: Der Sat-ZF-Bereich von 950 bis 2.150 MHz wird in bis zu 30 Kanäle aufgeteilt.
Jeder Haushalt bekommt einen dieser Sat-Kanäle zugewiesen. Auf diesem persönlichen Kanal kann sich
dann jeder den Sat-Transponder schalten, den er gerade sehen will. Dabei ist es egal, ob man ein analoges
oder digitales TV-Programm oder aber ein Radioprogramm empfangen will. Dieses Konzept ist auch für
Häuser mit mehr als 30 Haushalte einsetzbar, da auch dort immer mehrere Stammleitungen existieren. Je
Stammleitung wird dann eine DiSEqC-Einkabelanlage eingesetzt. Ganze Hochhäuser lassen sich so mit
hunderten von Programmen versorgen.
Teilnehmergesteuertes Aufbereitungssystem
Eine Signalverteilung per Sat-ZF-Technik (Multischalter oder eine DiSEqC-Einkabelanlage) erfordert immer
den Einbau neuer Koaxialkabel, die für den Sat-ZF-Frequenzbereich (950 bis 2150 MHz) auch geeignet
sind. In vielen älteren Anlagen sind jedoch nur Koaxialkabel vorhanden, die auf terrestrischen Empfang (unterhalb
900 MHz) ausgelegt sind und meist nur sehr schwer auszuwechseln wären. In diesen Anlagen wird
eine Umsetzung der Sat-Signale in tiefere Frequenzen (meist UHF-Bereich) Die Kapazität einer DiSEqC-Einkabelanlage ist beschränkt auf den zur Verfügung stehenden Frequenzbereich
(950 bis 2150 MHz), also für ungefähr 30 Teilnehmer. Eine Umsetzung des jeweils gewünschten Sat-
Transponders auf eine andere Sat-ZF ist derzeit zu bezahlbaren Preisen für 30 Teilnehmer noch sehr
schwer zu realisieren.
Mit DiSEqC Level 1.1 präsentiert Eutelsat neben der bereits angesprochenen Einkabelanlage eine weitere
Möglichkeit für den Aufbau einer Gemeinschaftsanlage. Maximale Programmvielfalt sind für den einzelnen
Teilnehmer gewährleistet, er empfängt genauso viele Sender und Multimediadienste wie jemand mit einer
Einzelempfangsanlage.
Je Teilnehmer ist ein Empfangsmodul an der Kopfstelle der Anlage nötig. Dieses schaltet, genauso wie bei
einer DiSEqC-Einkabelanlage, auf Befehl des jeweiligen analogen oder digitalen Sat-Receivers (DiSEqC
Level 1.1) auf den gewünschten Sat-Transponder. Im Empfangsmodul wird der komplette Transponder (zirka
33 MHz Bandbreite) in den VHF- oder UHF-Frequenzbereich verschoben. Es findet keine Änderung der
Modulation statt. In das Teilnehmeranschlusskabel wird beim teilnehmergesteuerten Aufbereitungssystem
ein Kabelmodem eingeschleift. Dieses setzt den verschobenen Sat-Transponder wieder in den Sat-ZFBereich
zurück. Das Kabelmodem ist auch dafür zuständig, den vom Sat-Receiver ausgesandten DiSEqCBefehl
für die Übertragung in der Kabelanlage auf den Frequenzbereich um 15 MHz umzusetzen. Dieser
niedrige Frequenzbereich ist in TV-Gemeinschaftsanlagen als Rückweg vorgesehen. Die Anzahl der mit
dem teilnehmergesteuerten Aufbereitungssystem zu versorgenden Empfänger hängt davon ab, wie stark
das VHF- und UHF-Band bereits mit analogen Antennenprogrammen belegt ist. Bis zu zehn Teilnehmer
können hier über eine gemeinsame Koaxialleitung maximal versorgt werden. Eine DiSEqC-Einkabelanlage
ist für maximal 30 Teilnehmer je Koaxialleitung ausgelegt. Eine DiSEqC-Einkabelanlage kann auch mit einem
teilnehmergesteuerten Aufbereitungssystem kombiniert werden.
Anmerkungen:
- Der Sat-Receiver beherrscht DiSEqC-Level 1.1 und empfängt alle Sat-Programme auf der identischen Sat-
ZF-Frequenz (irgendwo zwischen 950 und 2150 MHz).
- Die vom Sat-Receiver erzeugten DiSEqC-Signale (Level 1.1) enthalten die Information, welche Frequenz,
Polarisation, Sat-Position und welches Frequenzband empfangen werden soll.
- Die Kopfstelle der Gemeinschaftsanlage wertet den vom Sat-Receiver ausgesandten DiSEqC-Befehl aus
und schaltet den gewünschten Sat-Transponder individuell auf einen bestimmten Kanal (DiSEqCEinkabelanlage:
Sat-ZF-Bereich, teilnehmergesteuertes Aufbereitungssystem: VHF/UHF-Bereich).
- Beim teilnehmergesteuerten Aufbereitungssystem empfängt ein zwischen Sat-Receiver und Antennendose
geschaltetes Kabelmodem diesen Kanal (VHF oder UHF) und setzt ihn in einen für den Receiver zu empfangenen
Frequenzbereich (Sat-ZF) zurück.
Prinzipiell ist ein paralleler und kaskadierter Betrieb von DiSEqC-Komponenten innerhalb einer Anlage
möglich. Im Parallelbetrieb verhindert eine spezielle Kollisionserkennung die falsche Adressierung. Bei
kaskadierten, d. h. hintereinandergeschalteten identischen DiSEqC-Bauteilen bekommt immer nur das zum
Receiver nächstliegende Bauteil den ersten DiSEqC-Befehl mit. Da DiSEqC (garantiert ab Level 1.1 beziehungsweise
Level 2.1) die Befehle bis zu dreimal sendet, können bis zu drei kaskadierte Komponenten eingebaut
werden.
Borx
Hallo,

bei Amazon war ich auch schon und die schienen nur ziemlich alte Bücher zum Satellitenempfang zu haben, mit Erscheinungsdaten aus dem letzten Jahrhundert...
Conrad Elektronik kam mir da viel aktueller und vor allem reichhaltiger sortiert vor, ich hatte keine große Mühe und fand etwa 8 aktuelle Titel, u.a. auch über DVB-T, Anschlußtechnik und Verkabelung, etc.

Ich werde mir einige bestellen und lesen, und in einigen Wochen hier besprechen.

Borx
niketm
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Hallo an alle!
Habe mir den Hotbird installiert, funktioniert, aber bei mein Humax 8000 muß ich immer die Diseq`s umschalten, damit ich von Astra auf Hotbird umstelle; das heißt, ich habe 4 diseq`s ( A B C und D), wenn ich auf A oder C einstelle, geht Hotbird, und wenn auf B oder D, dann geht Astra!
Es muß doch irgendeine kleine Einstellungs Trick geben, damit ich ohne umschalten Astra und Hotbird gleichzeitig rumzappen kann!
Bitte um Hilfe, und als zweite Einstellung, finde ich nicht wie ich machen soll, damit ich die Multivision kanäle auf englisch hören kann...!
Danke in voraus
Ah und übrigens in receiver kommt nur ein Satkabel, da denn umschalter 6 eingänge hat; 2 von Hotbird, 2 von Astra, und 2 ausgänge für meine 2 receiver!
Testsepp
Das kommt drauf an was es für ein DiseqC-Schalter ist. Ab 2.0 ist es meistens so das "A-Hotbird ist und B-Astra. Da musst du einfach mal rumprobieren, das klappt schon
EMUGurke
Du schreibst von A und C bzw. B und D.
Normalerweise sollte das auf A/B stehen. Fragt sich natürlich ob das der Humi kann. grinser